Authentisch, integer und mit klarer Vision: Die hohen Erwartungen an heutige Führungskräfte

Hat man früher in einer klassisch hierarchisch-strukturierten Organisation eine Abteilung geleitet, so wurden einmal im Jahr Zielvereinbarungen erstellt, welche am Ende des Jahres auf die korrekte Umsetzung überprüft wurden. Der Abteilungsleiter war per Definition der Ranghöchste, er stellte die Regeln auf, er war der Chef und die Mitarbeiter gehorchten. Er war der mit der größten fachlichen Expertise und seine zwischenmenschlichen Fähigkeiten spielten zunächst keine Rolle.

Nur wer selbst ‚brennt‘, kann andere anzünden!

Die Zeiten haben sich geändert. Heute leben die Menschen bewusster, sie verlangen nach einem Sinn in dem was sie tun, und folgen jemandem nicht mehr nur, weil er eine Hierarchiestufe über ihnen steht. Eine Führungskraft muss eine Vision haben, muss brennen für das, was sie tut und fähig sein, dieses Feuer auch weiter zu geben. Erst wenn die Mitarbeiter spüren, dass die Führungskraft authentisch agiert und selbst ehrliche Begeisterung für die zu erreichenden Ziele aufbringt, vertrauen sie ihr auch und folgen ihr gerne.

Menschlichkeit gewinnt!

Neben der Begeisterung für die Arbeit, sollte die heutige Führungskraft mit sehr guter sozialer Kompetenz aufwarten. Sie muss mehr denn je fähig sein, mit Mitarbeitern und auch Kunden eine exzellente Beziehungsbasis aufzubauen und einen respektvollen Umgang zu pflegen. Eine wirklich gute Führungskraft zu sein, bedeutet demnach auch, nahbar zu sein. Es erfordert eine ständige Auseinandersetzung mit dem Mitarbeiter, kontinuierliche Kommunikation und Motivation durch Anerkennung und Wertschätzung. Eine Top-Führungskraft der heutigen Zeit ist ein guter Zuhörer und Coach für ihre Mitarbeiter. Gerade im hektischen, oft projektüberladenen, Alltag kann es eine große Herausforderung darstellen, diese hohen Erwartungen gleichermaßen zufriedenstellend zu erfüllen!

Vorbildfunktion auf allen Ebenen

Doch eine gute Sozialkompetenz allein erfüllt die Erwartungen an eine gute Führungspersönlichkeit heute nicht mehr. Inzwischen werden von Vorgesetzten darüberhinausgehende Eigenschaften gefordert. Der Chef soll ein Vorbild sein. Und zwar nicht nur, was das Fachwissen anbelangt, sondern vor allem auf menschlicher Ebene. Er soll sich reflektieren, an sich und seiner Persönlichkeit und seinen Schwächen arbeiten. Kritikfähigkeit und das Eingestehen von Fehlern sind ebenso wichtig für seine Funktion als Vorbild wie Integrität. Indem der Vorgesetzte tut, was er sagt und auch dahintersteht, macht er sich bei seinen Mitarbeitern und Kunden glaubwürdig.

Es ist unverkennbar: Gute Führung erfordert neben dem speziellen Fachwissen ein ethisch-soziales Allround-Bewusstsein und umfangreiche Soft Skills.

„Wer nicht manchmal das Unmögliche wagt, wird das Mögliche nicht erreichen.“

Max Eyth

Die höchste Stufe der Führungsexzellenz und Vorbildfunktion erreichen die Vorgesetzten, die auch mal die bereits erprobten Wege und ihre persönliche Komfortzone verlassen und bereit sind, sich auszuprobieren. Kommen neue Herausforderungen, agieren sie flexibel und mutig. Mit Konfliktsituationen gehen sie wertschätzend und souverän um. Weil sie zudem menschlich einwandfrei agieren, bekommen sie automatisch die Sympathie ihrer Mitarbeiter, welche ihnen dann aufgrund ihrer Authentizität und nicht allein aufgrund ihrer Fachkenntnis folgen.

Ich wünsche Ihnen viel Inspiration für Ihre Führungsvision!

Nicole_klein

 

Herzlich

Nicole Jantzen

Dale Carnegie Business Coach

 

 

Erfahren Sie mehr zu Dale Carnegie Internationale Sales und Leadership Trainings

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Liebe Leserinnen und Leser,

Selbstoptimierung scheint in den letzten Jahren ein Credo für viele von uns geworden zu sein…ständig höre ich Begriffe wie Selbstmanagement und Zeitmanagement…aber worum geht dabei eigentlich?

Maximal produktiv sein und dabei stressfrei und entspannt alle Ziele erreichen – wie schaffen wir das? Damit unser persönliches Zeitmanagement wirklich erfolgreich wird, müssen wir uns zunächst ein paar Dinge bewusst machen.

Es ist ein Irrglaube, alle Aufgaben in den Terminkalender zu pressen und maximal schnell abzuarbeiten, bewiese gutes Zeitmanagement. Vielmehr sollte der Fokus bei der Zeitplanung auf unserer Vision, oder im beruflichen Kontext der Unternehmensvision, liegen. Aus einer Vision ergeben sich wiederum konkrete Ziele. Wir müssen uns also die Frage stellen:

Wo soll es langfristig hingehen und welche Ziele muss ich dafür verfolgen?

Nur mit diesem ersten strategischen Gedankenschritt werden wir unser Themenchaos und das Gefühl der Überforderung ablegen können. Ohne das Bewusstmachen unserer wirklichen Prioritäten werden wir es zwar möglicherweise schaffen, alle anfallenden Aufgaben Stück für Stück abzuarbeiten. Aber was nutzt uns das, wenn wir abends völlig erschöpft nach Hause kommen?

 

„Zeitmanagement ist Unsinn. Sie können die Zeit nicht managen – nur Ihr Verhalten“. Michael Kastner

 

Mehr Effizienz durch Prioritäten

Wenn wir unsere Vision und Ziele klar vor Augen haben, können wir bei der täglichen Planung unserer Aufgaben den Fokus auf die Dinge legen, die zum Erreichen der Ziele entscheidend sind. Dabei wird es dringendere Aufgaben geben, die sich im Arbeitsalltag in den Vordergrund drängen, und weniger dringende, die aber für die Erreichung unserer Ziele nicht minder wichtig sind. Entscheidend ist es, die Prioritäten zu erkennen.

Zeiträuber enttarnen und eliminieren

Oft schieben wir die zwar äußerst wichtigen, aber zeitlich nicht dringlichen Aufgaben, nach hinten, weil wir durch vermeintlich „akute“ Themen aufgehalten werden. Kennen Sie das auch? Gerade haben Sie sich in das wichtige Projekt, dessen Deadline immer näher rückt, eingearbeitet…da ruft die nette Kollegin an und bittet um kurzfristige dringende Hilfe. Und schon rückt das eigentliche Prioritäts-Projekt in weite Ferne…

Das Schlimme daran ist, dass die kurzfristige Erledigung solcher zeitraubenden Spontanaufgaben meist gar nicht zu unserer Zielerreichung beiträgt. Wie können wir also derartige Störungen, die uns vortäuschen, sofort erledigt werden zu müssen, identifizieren und vermeiden?

Hier bietet sich klassisches Protokollieren an. Indem ich drei Tage lang im Halbstundentakt niederschreibe, mit welchen Tätigkeiten ich meinen Tag verbringe, enttarne ich meine persönlichen „Störenfriede“ und kann dann gezielt handeln. Diese „Zeiträuber“ kann ich dann im besten Falle delegieren oder sie auf einen zeitlich begrenzten Platz verweisen. Idealerweise widme ich mich diesen Dingen zu einer Zeit, in der meine Leistungskurve ohnehin nicht besonders hoch ist.

Anschließend geht es darum, eine Herangehensweise an die wichtigen Aufgaben auszuarbeiten. Dafür empfiehlt sich eine Rangliste: Schreiben Sie die wichtigen Aufgaben nach Priorität geordnet untereinander, notieren Sie deren voraussichtliche Länge und geben ihnen noch einen realistischen Puffer für Unvorhergesehenes dazu. Eine solche Rangliste erleichtert Ihnen die Kontrolle am Ende des Tages oder der Arbeitswoche.

Unangenehmes erfolgreich erledigen

Praktische Tipps für Aufgaben, die Sie seit Langem vor sich herschieben:

  1. Eat the frog! Die klassische Methode empfiehlt, „den Frosch“ gleich am Morgen zu essen. Stürzen Sie sich als erstes auf die unangenehmste Aufgabe! Danach fühlen Sie sich befreit und bereit für die angenehmeren Projekte.
  2. Step-by-Step! Teilen Sie die Aufgabe in einzelne „Häppchen“ und erledigen jeden Tag eines davon. Das bringt Erfolgserlebnisse und spornt an, weiterzumachen.
  3. Weg damit! Vielleicht identifizieren Sie die Aufgabe als so unwichtig, dass Sie sie endgültig streichen können.

Eines ist sicher: Jede erledigte Aufgabe bewirkt ein Gefühl der Erleichterung und des Erfolgs in uns. Und eine entspannte Grundstimmung wirkt sich wiederum positiv auf unser Privat- und Berufsleben aus.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein bereicherndes Zeitmanagement!

Nicole_klein

 

 

Herzliche Grüße

Nicole Jantzen

Dale Carnegie Business Coach

 

 

Erfahren Sie mehr zu Dale Carnegie Internationale Sales und Leadership Trainings