Achtsamkeit im Alltag

Der „normale“, nicht achtsam gelebte Tag, sieht ungefähr so aus:

Wir stehen auf, trinken wie jeden Morgen unseren Kaffee, ziehen uns wie ferngesteuert an und fahren die gleiche Strecke wie jeden Tag zur Arbeit. Wir nehmen weder die Blumen und Käfer am Wegesrand wahr, noch sehen wir die Gesichter der Menschen, denen wir auf dem Weg begegnen. Wir erledigen unsere Arbeit und unser Abendprogramm, versuchen irgendwie alles zu schaffen und fallen abends todmüde ins Bett. Aus solch unbewusster Routine kann schnell ein Jahr oder auch ein ganzes Arbeitsleben werden.

Per Fernsteuerung durchs Leben

Das Leben rast an uns vorbei und am Ende der durchschnittlichen 80 Jahre Lebenszeit haben wir das Gefühl, „oh, das ging aber schnell vorbei!“.

Das Gefühl eines solchen Lebens ist eher lau und eintönig, oft auch gestresst. Wir wissen oft nicht, warum wir reagieren, wie wir es tun. Automatische Programme laufen ab, wir handeln aufgrund alter Glaubenssätze und folgen stereotypen Verhaltensmustern, die wir irgendwann einmal gelernt haben und aufgrund von Schutzmechanismen, die wir uns einmal angeeignet haben. Wir sagen oft „ja“ statt „nein“, um anderen zu gefallen und machen Dinge, die uns nicht guttun. Am Ende haben wir ein Leben gelebt, das nicht unseres war und haben nicht unser bestes „Ich“ zum Ausdruck gebracht.

Wie können wir das Steuer übernehmen?

Was heißt es nun, unser Leben durch Achtsamkeit in eine neue, aufregendere Richtung zu lenken?

Zuallererst einmal heißt es, bewusst beobachtend und interessiert durch den Tag zu gehen. Dabei können wir unsere Aufmerksamkeit auf viele verschiedene Ebenen richten. Da wären z.B. die eigenen Gedanken, Gefühle, Worte und Verhaltensweisen sowie das Leben der eigenen Werte.

Dabei werden wir so manches Mal denken „interessant, was es hier in mir denkt“, oder „interessant, wie ich hier gleich wütend werde. Wo das wohl her kommt?“. Oder auch „interessant, immer wenn jemand diesen Knopf bei mir drückt, handle ich so…“.

Werte wirklich leben

Ich kann meinen Fokus beispielsweise jede Woche auf etwas anderes legen. Lassen Sie uns im ersten Schritt einmal auf die Werte fokussieren:

Wir könnten folgendermaßen vorgehen. Wir könnten uns an einem Wochenende mal unsere wichtigsten Werte aufschreiben. Bspw. Mitgefühl, Fleiß, Geduld (wenn wir nach „Werte“ googlen, bekommen wir eine lange Liste hierzu). In der darauffolgenden Woche richten wir dann all unsere Achtsamkeit und Aufmerksamkeit darauf zu schauen, ob und wo wir diese Werte im Alltag leben. Vielleicht stellen wir erstaunt fest, dass wir zwar klare Werte haben, aber diese selber gar nicht leben, sondern im Gegenteil, sogar dagegen verstoßen.

Ein Beispiel zum Wert Ehrlichkeit: Viele Menschen sagen, was sie an anderen Menschen am meisten störe, sei Unehrlichkeit und Betrug. Wer hier mal eine Woche (oder auch einen Monat) dafür aufwendet, hinzuspüren, könnte wahrnehmen, dass wir selber auch nicht immer ehrlich zu anderen, und vor allem auch nicht zu uns selbst sind. Oft machen wir uns selbst was vor, um weiter in unserer Komfortzone verweilen zu können und nichts ändern zu müssen.

Beispielhaft sind hier Sätze wie „das passt schon mit meiner Gesundheit“, obwohl die Schmerzen immer schlimmer werden, oder „die Beziehung zu meinem Partner läuft schon“, wenngleich Machtkämpfe an der Tagesordnung sind oder auch „die Arbeit ist schon ok“, obwohl man schon längst innerlich gekündigt hat. Experten gehen von 20 bis 200 Lügen pro Person und Tag aus.

Betrachten wir den Wert „Ehrlichkeit“ nochmal unter einem anderen Aspekt. Manch einer mag denken, er lebt diesen Wert nun wirklich schon sehr gut. Bei achtsamer Betrachtung stellt er aber nun fest, dass er zwar das Herz auf der Zunge trägt, aber damit andere auch verletzt. Dieser könnte nun seine Aufmerksamkeit darauf richten, immer wenn er seine Wahrheit sagt, diese wirklich aus dem Herzen heraus und empathisch zu formulieren.

Hinsichtlich unserer Werte-Liste ist es also wichtig zu schauen, ob und wie wir diese von uns angestrebten Werte tatsächlich leben. Bei einer Diskrepanz zwischen definiertem Wert und tatsächlicher Umsetzung können wir im Alltag dann bei der nächsten Situation, die zu dem Thema passt, alle Achtsamkeit auf die Umsetzung legen. Dann nähern wir uns einem authentischen und integeren Leben und der besten Version von uns selbst.

Was fühlen wir da eigentlich?

Ein anderer Fokus kann sein, einmal alle Gefühle zu beobachten, die wir im Laufe eines Tages fühlen.

Auch wenn wir sie nicht sehen können, sind sie dennoch existent und beeinflussen uns andauernd. Die Autopilot – Reaktion auf schlechte Gefühle ist oft entweder, diese zu verdrängen oder jemand anderes dafür verantwortlich zu machen. Wenn wir Achtsamkeit im Alltag üben wollen, so bedeutet das, überhaupt erst einmal bewusst mitzubekommen, was es in uns fühlt. Auch hier ist wieder der neutrale Beobachter in uns gefragt, der erstmal überhaupt bemerkt, wann wir uns z.B. unwohl fühlen. Gefühle können wir zwischen Bauch und Brust wahrnehmen. Haben wir das Gefühl lokalisiert, können wir eine Weile mit ihm sein, es fühlen, erforschen, ihm zuhören, was es uns zu sagen hat und es dann wieder entlassen. Wichtig ist, die eigene Verantwortung für das Gefühl zu übernehmen. Es ist unser Gefühl, der andere Mensch ruft es vielleicht gerade nur in uns hervor. Im Laufe der Zeit lernen wir uns so immer besser kennen. Wir erkennen, was schlechte Gefühle wie Wut, Traurigkeit oder Angst in uns hervorruft. Das ist die Grundlage, um auf Dauer etwas zu verändern. Wenn wir beispielsweise merken, dass wir uns im Laufe eines Arbeitstages oft nicht gut fühlen, können wir erforschen, ob wir zu den entsprechenden Situationen unsere Einstellung verändern können, oder ob wir tatsächlich etwas im Außen ändern müssen. Auf jeden Fall nehmen wir die Verantwortung, und damit die Macht über unsere Gefühle und damit unser Leben wieder zu uns zurück.

Die Macht der Worte

Das nächste, was wir achtsam beobachten können, sind die Worte, die wir verwenden.

Schon in der Bibel steht „am Anfang war das Wort“. Worte sind die Grundlage für alles, was wir erschaffen und sollten weise gewählt sein. Nutzen wir Phrasen wie „schlag mich tot“ oder „brutal gut“, so schwingt „unbewusst“ etwas Negatives mit. Wir können uns, haben wir es erstmal bemerkt, angewöhnen, andere Worte zu benutzen.

Haben wir vor, Worte zu benutzen, um etwas Negatives über andere zu sagen, sollten wir sie schon gleich gar nicht aussprechen. Wir könnten uns darauf konzentrieren, all unsere Worte durch die drei Siebe des Sokrates laufen zu lassen. „Ist das, was du sagen willst, wahr?“ „Ist es gut?“ und „Ist es notwendig, dass du es sagst“? Wenn die Worte nicht alle drei Siebe passieren können, so sind sie es nicht wert, ausgesprochen zu werden.

Worte sind wie Schwerter. Werden sie benutzt und hinterlassen Wunden, so kann es sehr lange dauern, bis die Verletzungen beim anderen heilen und oft bleibt eine Narbe. Besser ist es, schon bevor man sie ausspricht, so achtsam zu sein, um sie konstruktiv zu formulieren.

Was tue ich da eigentlich?

Was wir weiter achtsam beobachten können, sind unsere Handlungen. Wir können alle Handlungen einer Woche überprüfen und uns fragen, „Warum tue ich das?“. Vielleicht tue ich es, weil ich es schon immer so getan und es nie mehr überprüft habe. Vielleicht tue ich es, weil bestimmte Glaubenssätze darunter liegen. Beispielsweise schnipste neulich der Fahrer eines Autos einen Zigarettenstummel aus dem offenen Autofenster. An der nächsten Ampel fragte ich ihn, was es für einen Sinn mache, die Zigarette aus dem Auto zu werfen, wo sie dann jemand anders wieder aufheben müsse. Der Fahrer könnte sich nun, würde er gerade ein Achtsamkeitstraining durchlaufen, fragen, was für Glaubenssätze hinter seinem Verhalten stehen. Vielleicht sind das Sätze wie „es werden Leute für’s Aufräumen bezahlt“ oder „Mein Verhalten macht sowieso keinen Unterschied“. Und er könnte diese Glaubenssätze ersetzten durch einen neuen Glaubenssatz, wie „wenn jeder achtsam sein Verhalten beobachtet und immer das bestmögliche Verhalten wählt, macht das auf der Erde einen riesengroßen Unterschied“.

Wenn wir anfangen, achtsam zu schauen, wie wir handeln, können wir uns ein Spiel daraus machen, z.B. einmal ganz anders zu handeln und zu schauen, was passiert. Z.B. können wir mal einen völlig anderen Weg zur Arbeit wählen, jeden grüßen, der uns auf dem Weg zur Arbeit begegnet oder (im fortgeschrittenen Stadium) statt eine Reise von langer Hand zu planen, zum Flughafen fahren und den nächsten Flieger nehmen, der geht. Wenn ich so agiere, merke ich langsam, dass ich in jedem Moment völlig neu entscheiden kann und das Leben wird ein Abenteuer. Dann merke ich, dass ich vom Autopiloten umschalten kann in ein völlig selbstbestimmtes Leben.

Kleine Tricks für den Alltag

Da wir es nicht gewohnt sind, dauerhaft bewusst und achtsam zu sein, bedarf es ein paar kleiner Erinnerungshilfen. Wir können Post-Its benutzen, oder Handy-Erinnerungen, die uns z.B. einmal pro Stunde erinnern, präsent und achtsam zu sein.

Außerdem ist es hilfreich, wenn wir uns morgens einen Zettel mit dem Thema schreiben, auf welches wir heute unsere Achtsamkeit lenken möchten. Abends können wir uns dann fragen, wie oft und wie gut dies uns gelungen ist. Übung macht auch hier den Meister!

Was bringt uns also ein bewusstes, von Achtsamkeit geprägtes Leben?

Achtsamkeit gegenüber allen Details unseres Alltags macht das Leben zu einer großen Abenteuerreise, auf der wir uns immer besser kennenlernen und das Ruder unseres Lebens selbst in der Hand haben. Ein Leben, in dem wir präsent und „da“ sind, ist interessanter und macht viel mehr Spaß. Von Achtsamkeit geprägte Beziehungen sind tiefer und erfüllter. Wir können die beste Version von uns selbst leben und wenn das Leben vorbei ist, können wir darauf auch zufrieden zurückblicken.

In diesem Sinne: Viel Freude beim Experiment „Achtsamkeit“!

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Herzlich

Nicole Jantzen

Dale Carnegie Business Coach

Weltweiter Vertriebserfolg durch maßgeschneiderte Trainings

Besonders global agierende Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen, wenn es darum geht, ein erfolgreiches und nachhaltiges Personalmanagement zu etablieren. Das Vermitteln weltweit standardisierter Vertriebskonzepte stellt sich angesichts kulturell unterschiedlicher Werte und Führungskulturen oftmals als sehr anspruchsvoll dar. Um länderübergreifend eine einheitliche Unternehmenskultur aufzubauen, ist es essenziell, kulturelle Unterschiede zu erkennen und die Kommunikationsausrichtung bei der Vermittlung der Unternehmenswerte und Vertriebssysteme entsprechend anzupassen. Ökonomische Nachhaltigkeit ist im globalen Unternehmenskontext daher nur mit qualifizierten Führungskräften möglich, die bei der Vermittlung von Wissen und erforderlichen Fähigkeiten langfristig als Botschafter und Vorbilder agieren.

Den Anspruch, auf globaler Ebene nachhaltige Weiterbildung und Entwicklung für alle Mitarbeiter zu gewährleisten, hat auch die deutsche Firma WIKA. Das global agierende Familienunternehmen aus Klingenberg ist mit über 10.000 hoch qualifizierten Mitarbeitern ein weltweit führender Hersteller von Messtechnik für die Messgrößen Druck, Temperatur, Füllstand, Durchfluss und Kraft. WIKAs Erfolg beruht nicht zuletzt auf der Umsetzung eines nachhaltigen Personalmanagements.

Think global, act local – für ein einheitliches Vertriebsverständnis und langfristige Verhaltensänderungen aller Mitarbeiter

Das zentrale Unternehmensziel von WIKA, den weltweiten Vertriebserfolg weiter auszubauen, ist nur durch den Einsatz global standardisierter Konzepte und Weiterbildungsprogramme umsetzbar, an denen die Mitarbeiter aller Länder-Standorte gleichermaßen erfolgreich partizipieren können. Um ein stark lösungsorientiertes Vertriebsverständnis und langfristige Verhaltensänderungen bei den Führungs- und Fachkräften auf globaler Ebene zu erzeugen, müssen sowohl die Fähigkeiten als auch die Einstellungen aller Mitarbeiter einbezogen werden. Kein leichtes Unterfangen bei Unternehmensstandorten in über 40 Ländern mit unterschiedlichsten Kulturen.

Einen professionellen Partner für diese Herausforderung fand die WIKA-Gruppe in Dale Carnegie. Der internationale Trainingsanbieter entwickelte für den Marktführer ein maßgeschneidertes „Global Sales Excellence“ Vertriebstraining, welches je Trainingsland über einen Zeitraum von sechs bis acht Monaten an bisher 25 WIKA-Standorten von lokalen zertifizierten Trainern in den jeweiligen Landessprachen durchgeführt wurde. 

Exzellenter Vertrieb durch Einbeziehen und Förderung aller Mitarbeiter

In erster Linie ging es für WIKA darum, den weltweiten Vertriebserfolg mit dem Global Sales Excellence Programm zu steigern. Um dies zu erreichen, sollten die Vertriebskompetenzen der Mitarbeiter weiterentwickelt werden. Parallel dazu sollte sich das grundsätzliche Vertriebsverständnis unternehmensübergreifend und nachhaltig vom produktorientierten zum lösungsorientierten Verkaufen wandeln.

Kulturelle Unterschiede: eine Herausforderung bei der Vermittlung einheitlicher Werte

Um das international standardisierte Sales-Konzept für WIKA exakt an die individuellen Unternehmensbedürfnisse anzupassen, startete die Zusammenarbeit mit Dale Carnegie zunächst mit einer tiefgehenden Analysephase, in deren Verlauf Interviews mit den Projektverantwortlichen geführt wurden. Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse wurden gezielt Trainingsmodule zur Lösung der identifizierten Probleme gestaltet.

Im Zuge des Projektstarts gehörte es zu den größten Herausforderungen, alle Mitarbeiter und Führungskräfte von dem neuen und standardisierten Konzept zu überzeugen. Kulturelle Unterschiede, die anerkannt und überwunden werden mussten, spielten bei der Vermittlung des Sales-Konzeptes eine herausfordernde Rolle.

Die Führungskraft als Botschafter: Nachhaltiger Erfolg im Unternehmensalltag

Sowohl Innen- und Außendienstmitarbeiter der Vertriebsabteilungen als auch vertriebsnahe Funktionen, wie Produkt- und Marktsegment-Management, sollten mit dem Training ihre Kompetenzen ausbauen und nachhaltig Verhaltensänderungen einüben. Dale Carnegie führte mit ihnen ein modular aufgebautes Programm durch, das den inhaltlichen Fokus auf Vertriebskompetenz, Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten legte.

Um die Umsetzung der neuen Konzepte auch im Anschluss an das Dale Carnegie Training zu gewährleisten, erhielten die Führungskräfte zusätzlich ein Top-down-Leadership-Training. Hierbei war der Fokus auf Coaching-Kompetenzen ausgerichtet, damit Methodik und Wording des Trainings nachhaltig im Unternehmensalltag implementiert werden.

Ein von Dale Carnegie erstellter finaler Projektreport beinhaltete neben den Trainingsergebnissen auch detailliertes Trainer- und Teilnehmerfeedback. Auf Grundlage dieses Reports wurden von Dale Carnegie Empfehlungen für die zukünftige Umsetzung der Trainingsinhalte gegeben.

 

„Nichts Großes ist je ohne Begeisterung geschaffen worden.“

Ralph Waldo Emerson (1803-1882), US-amerik. Philosoph und Schriftsteller

 

Die Begeisterung der Mitarbeiter nach dem Training war das erste messbare Ergebnis und gleichzeitig der Grundstein für den weiteren Erfolg des Trainingsprojekts. Die offene Haltung der Mitarbeiter gegenüber dem Sales Excellence Programm sorgte dafür, dass die durch das Training neu gewonnenen Kommunikationsfähigkeiten im Tagesgeschäft stetig eingesetzt werden. Die Sales Manager haben eine wesentlich effektivere Kommunikation mit ihren Teams entwickelt. Die dadurch gewonnene Zeit wird nun für Kundenbesuche genutzt. Auch im direkten Kundengeschäft macht sich der Erfolg durch die bessere Kommunikation stark bemerkbar. Die im Dale Carnegie Training eingeübten neuen Frageprozesse werden konsequent im Kundengespräch angewendet, und die Sales-Verantwortlichen berichten von einer höheren Abschlussquote als vor dem Training sowie deutlichen Umsatzsteigerungen. Wie wichtig gute Kommunikationsfähigkeiten gerade bei schwierigen Kundengesprächen sind, zeigt ein Fall, in dem eine Beschwerde in einen neuen Auftrag von über 150.000 EUR umgewandelt werden konnte.

Das vor dem Training definierte Ziel, das interne Vertriebsverständnis vom produktorientierten zum lösungsorientierten Verkaufen umzuwandeln, konnte erfolgreich erreicht werden. Zahlreiche WIKA-Standorte verzeichnen im Anschluss an das Training deutlich höhere Gewinnmargen, weil nun der Wert der Produkte als Verkaufsargument genutzt wird und die Produkte dadurch zu höheren Preisen verkauft werden können.

Auch die internationale Unternehmenskommunikation profitiert vom Dale Carnegie Trainingsprogramm. Durch weltweit standardisierte Werkzeuge können Informationen über laufende Projekte, Kunden und Bestellungen nun wesentlich effizienter ausgetauscht werden.

Erfolgsstrategie: kontinuierliche Entwicklung auf allen Personalebenen

Damit der Erfolg des Sales Excellence Programms langfristig anhält, hat Dale Carnegie für WIKA global standardisierte Prozesse entwickelt:

  • Schaffung von drei Tools: ein Vertriebstool zur Planung der Kundenakquise, einen Coaching-Planer für die Führungskräfte intern und ein Tool zur Messung der Mitarbeiter-Performance.
  • Regelmäßige Reports der Sales Manager ans obere Management gewährleisten ein konstantes Bewusstsein für die Wichtigkeit der Trainingsinhalte bei den WIKA-Mitarbeitern. Im Rahmen dieser Reports werden die aktuellen Ergebnisse mit konkretem Bezug zu den durch das Training vermittelten Kompetenzen vorgestellt. Es wird großer Wert daraufgelegt, dass die Teams den Mehrwert des Trainings für sich klar erkennen.
  • Die Führungskräfte im Vertrieb haben ein zunehmendes Verständnis für ihre Rolle als Coach und Manager entwickelt. Bis heute ist das Coaching der Vertriebsmitarbeiter durch ihre jeweiligen Vorgesetzten der Schlüssel zum Erfolg für WIKA: Mit den Führungskräften als Botschafter werden die Inhalte aus dem Dale Carnegie Training im Tagesgeschäft verlässlich umgesetzt.
  • Um die internen WIKA-Produkttrainer optimal auf die erfolgreiche Vermittlung der erforderlichen Fähigkeiten an die Sales Teams vorzubereiten, durchlaufen diese ein von Dale Carnegie entwickeltes „Train the Trainer“-Programm.
  • Neu hinzugekommenen Mitarbeitern wird mit dem Dale Carnegie Jahresprogramm das komplette Trainingsangebot nachträglich vermittelt. So entwickeln auch die „Neustarter“ schnell ein Verständnis für die lösungsorientierte WIKA-Vertriebsstrategie und bauen die erforderlichen Fähigkeiten entsprechend aus.
  • Das Senior Management wird mit einem Leadership Excellence Programm optimal auf die Herausforderungen des anspruchsvollen Personalmanagements vorbereitet.

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Veronika Gesser

International HR Manager

Human Resources

WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG

 

 

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Uwe Göthert

CEO

Dale Carnegie

 

 

 

Kritik wertschätzend äußern

Woran liegt es, dass wir mit Kritik schlecht umgehen können? Und warum fällt es uns so schwer, Kritik zu äußern?

Betrachten wir einmal folgendes Szenario:

Peter und Maria sind seit etwa fünf Jahren Kollegen und arbeiten seit einem Jahr gemeinsam an einem für das Unternehmen sehr wichtigen Projekt. Beide sind darüber hinaus jedoch auch mit einem jeweils anderen Projekt beschäftigt, welches betreuungsintensiv und in der Abstimmung mit anderen Abteilungen zeitaufwändig ist.

Da Peter sehr verantwortungsbewusst ist, legt er Wert darauf, sich regelmäßig und eng mit Maria über Einzelheiten abzustimmen, die das Projekt betreffen.

Das nervt Maria, weil sie die Zeit lieber nutzt, um – wie sie es nennt – „produktiver“ zu arbeiten.

Schon bevor sich die beiden zum Austausch treffen, knistert es in der Luft…

Maria denkt: „Oh Gott, jetzt erzählt er mir gleich wieder, was er alles letzte Woche erledigt hat.“

Und Peter denkt: „Wenn Sie heute wieder so kurz angebunden ist, dann platzt mir der Kragen!“

Für den weiteren Verlauf der Zusammenarbeit gibt es zwei Möglichkeiten: entweder gehen nach dem Meeting beide wieder an ihre Tätigkeit und sind dabei total frustriert. Oder einer von beiden ergreift die Initiative und spricht an, was ihn stört. Doch wie geschieht das am besten?

Wie können wir Kritik äußern, ohne den anderen zu verletzen? Wie schaffen wir es, dass der andere nachvollziehen kann, was in uns vor sich geht und, dass wir uns eine (Verhaltens-)Änderung von ihm wünschen?

Sehen Sie Kritik als einen Verbesserungsvorschlag

„Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, als durch Kritik gerettet werden“, sagt eine US-amerikanische Redewendung, in der viel Wahrheit steckt.

Eine angemessen vorgetragene Kritik kann jedoch als eine Form von Wertschätzung verstanden werden. Denn der Kritiker signalisiert Ihnen damit, dass Sie ihm nicht egal sind. Durch Kritik haben Sie die Möglichkeit, sich in Ihrem Verhalten weiterzuentwickeln.

Zu beachten ist dabei jedoch, dass jeder Mensch eine unterschiedliche Wahrnehmung hat. Außerdem kommt es auch darauf an, wie die Kritik gesendet wird. Denn es gilt: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch zurück“. Wenn wir unfair und im Angriffsmodus sind, sollten wir uns nicht wundern, wenn wir auf taube Ohren oder gar auf Gegenwehr stoßen.

Kritisieren Sie, ohne zu verletzen

Häufig reagieren wir auf Kritik emotional: Wir fühlen uns persönlich angegriffen, sehen unsere Arbeitsleistung als nicht gewürdigt. Haben vielleicht sogar Angst davor, „nicht beliebt“ zu sein. Je kleiner unser Selbstwertgefühl ist, umso stärker sind wir verletzt, wenn wir kritisiert werden.

Da wir als Sender der Botschaft oft nicht richtig einschätzen können, in welcher Verfassung unser Gegenüber gerade ist, tun wir Gutes daran, uns auf die sachliche Ebene zu fokussieren.

Was genau stört uns, was wollen wir geändert haben, was konkret haben wir in einer bestimmten Situation wahrgenommen? Um dabei nicht in den Angriffsmodus zu rutschen, bleiben wir am besten mit der Schilderung bei uns selbst. Senden Sie Ich-Botschaften: „Mir ist aufgefallen / ich habe das Gefühl Du warst bei unserem Meeting nicht ganz bei der Sache.“ Diese Aussage klingt weniger scharf als „Immer bist Du abgelenkt und mit den Gedanken wo anders.“. Mit dieser Verallgemeinerung ist ein Streit beinahe vorprogrammiert.

Und damit sind wir auch schon beim nächsten wichtigen Punkt: Vermeiden Sie allgemeine Aussagen wie etwa „Du bist immer…“ oder „Ständig machst Du…!“ Denn was bedeutet denn „immer“ und „ständig“? Bleiben Sie also sachlich und fokussieren sich auf eine ganz bestimmte Situation, in der Sie etwas konkret beobachtet haben. Hüten Sie sich also vor Interpretationen, denn damit kann der Kritisierte sofort zum Gegenangriff ansetzen und Ihre Äußerung verliert schneller an Wirkung als Ihnen lieb ist.

Weitere Vorteile von konkreten Beispielen sind, dass der Angesprochene sich leichter in die Situation hineinversetzen und sein eigenes Verhalten reflektieren kann. Sie selbst gewinnen zudem an Glaubhaftigkeit.

Helfen Sie Ihrem Gegenüber auch, indem Sie Ihre Kritik zeitnah äußern (und nicht erst vier Wochen nach dem „Ereignis“ – denn da kann sich keiner mehr erinnern, was war).

Um Ihre wertschätzende Kritik abzurunden verpacken Sie die sachliche Aussage in zwei positive Botschaften – jeweils eine zu Beginn und eine zum Abschluss Ihrer Aussage. Welche Vorteile könnte das haben?

Zunächst öffnen wir die Tür und erhalten die Aufmerksamkeit unseres Gegenübers indem wir beispielsweise mit einem Lob in das Gespräch einsteigen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass unser folgendes Anliegen auch wirklich gehört wird.

Die positive Botschaft zum Ende hin können Sie beispielsweise in Form einer Bestärkung formulieren. Etwa wie „ich weiß, Du schaffst das…!“ oder „gerne unterstütze ich Dich…“. Dies fördert die anschließende Kommunikation.

 

„Um Kritik zu vermeiden: Tu nichts, sag nichts, sei nichts.“

Elbert Hubbard, Schriftsteller

 

Wie bei fast allem gibt es auch beim Thema Kritik zwei Seiten. In diesem Fall meine ich damit den Sender und den Empfänger. Um wirklich aus der Situation das Beste rauszuholen, ist nicht nur der Sender in der Verantwortung, die Kritik „richtig“ zu verpacken. Sondern es liegt auch am Empfänger, wie dieser damit umgeht und darauf reagiert. Die erste wichtige Regel dabei lautet: zuhören! Und zwar aufmerksam und bis zum Ende. Unterbrechen Sie nicht! Gehen Sie immer davon aus, dass es dem anderen in diesem Moment nicht leichtfällt, die Kritik zu äußern. Geben Sie auch ihm die Chance, sich mitzuteilen!

Die zweite wichtige Regel lautet: Kritik ist eine Sichtweise – und es gibt womöglich auch eine andere. Sollten Sie dem Feedback des anderen nicht zustimmen, signalisieren Sie höflich, dass Sie eine andere Sichtweise haben. Achten Sie hier wieder auf eine sachliche Schilderung und Benutzung von Ich-Botschaften.

Wagen Sie den positiven Neustart!

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es immer besser ist, den Gesprächspartner mit wertschätzender, authentischer Kritik zu konfrontieren, als den Unmut herunterzuschlucken und „das Fass“ dadurch irgendwann sprichwörtlich „zum Überlaufen zu bringen“.

Oft können wertschätzend geführte, klärende Kritikgespräche für beide Parteien sogar sehr augenöffnend und beziehungsfördernd sein. Ich konnte so regelrecht positive „Neustarts“ der Zusammenarbeit mit Kollegen erleben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen den nötigen Mut und das kommunikative Feingefühl, um zukünftig in frustrierenden Arbeits- und Gesprächssituationen den ersten Schritt zu wagen und die Situation zu verbessern!

Kicki

 

Herzliche Grüße

Brigitte Goldschmid

Dale Carnegie Business Coach