Mehr Zufriedenheit und Leistung durch Achtsamkeit

Es ist 6 Uhr morgens. Der Wecker klingelt. Schnell aus dem Bett und ohne Umwege ins umfunktionierte Homeoffice – der Kaffee kann erstmal warten!

Ich werfe abwechselnd hektische Blicke auf meine Mails und auf die Uhr: „Was hat sich in den letzten 6 Stunden getan? Was steht heute an?“ Dabei bin ich schon viel zu spät, muss ins Badezimmer und mich echt beeilen! Und, ach ja, der Kaffee…

7 Uhr. Ich stürze ich aus dem Haus, in meiner rechten Hand ein Brötchen, in der linken Hand der Autoschlüssel. Kaum habe ich den Hof verlassen, bimmelt die erste WhatsApp. „Wer ist das schon wieder, so früh am Morgen?“ Beim Lesen der Nachricht übersehe ich fast einen Fußgänger…

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Das berühmte Hamsterrad, das sich ohne Sie nicht zu drehen scheint?

Den ganzen Tag rennen Sie hektisch allen möglichen Dingen hinterher. Tagsüber dem Chef, den Kollegen, dem Kunden, dem Projekt. Und abends dann noch Zeit für Familie, Freunde und das Ehrenamt rausschneiden. Sie reden sich ein, dass ohne Sie nichts läuft – und, es ist ja auch so: ohne SIE läuft nichts! Ein Grund mehr, mal einen Gang runter zu schalten! Ein Grund mehr, besser auf sich selbst aufzupassen! Ein Grund mehr, achtsam zu sein!

Achtsamkeit – was ist das eigentlich?

Achtsamkeit bedeutet, aufmerksam zu sein. Das Bewusstsein zu schärfen: für die Dinge, die uns umgeben und natürlich auch für uns selbst!

Es geht darum, sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren und „bewusst“ zu leben.

Denn welche Auswirkungen kann es wohl haben, wenn wir im Autopilotmodus unterwegs sind? Meine morgendliche Hektik zeigt es deutlich: vermutlich kann ich nach spätestens zwei Stunden nicht einmal mehr sagen, welche E-Mails ich morgens geschrieben habe. Den Kaffee habe ich hinuntergestürzt, ohne den Geschmack richtig wahrzunehmen. Die WhatsApp-Nachricht blieb unbeantwortet und der Fußgänger hatte bestimmt einen noch größeren Schreck als ich! Kurz gesagt: ohne Achtsamkeit sind wir nicht bewusst bei der Sache.

Im Hier und Jetzt zu sein heißt, mit allen Sinnen den Alltag zu bestreiten. Und dabei nicht nur Geräusche, Gerüche und die schönen Blumen am Wegesrand bewusst wahr zu nehmen, sondern auch den eigenen Körper bewusst zu spüren und darauf zu achten, welche Signale dieser sendet.

In seinem Buch „Was Dir Deine Krankheit sagen will“ beschreibt Kurt Tepperwein den Körper als Sprachrohr der Seele. Unser Körper sagt uns, wenn etwas nicht stimmt, wir beispielsweise eine Pause benötigen. Nur können wir diese Sprache leider nicht hören, wenn wir den ganzen Tag hektisch allem möglichen nachrennen und keine Sekunde zur Ruhe kommen…

Mit Achtsamkeitsmeditation die innere Ruhe finden

Studien haben bewiesen, dass bereits 10 Minuten tägliche Meditation die Verknüpfungen im Gehirn zwischen dem lateralen präfrontalen Kortex (Einschätzungszentrum) und der Insula (Zentrum für Sinnesempfindungen) sowie der Amygdala (Angst-Zentrum) verbessern. Vereinfacht heißt das: intensive Sinneseindrücke und Angst werden abgemildert und weniger bedrohlich empfunden. Das Gehirn ist besser in der Lage, rational auf Probleme und Herausforderungen zu reagieren.

Die Vorteile dieser neuen Verschaltungen im Gehirn sind vielfältig: Mehr Konzentrationsfähigkeit, gesteigerte Leistungsfähigkeit, besserer Umgang mit Stress und die Linderung von chronischen körperlichen Beschwerden.

 

„Zu beobachten, ohne irgendeine Frage, die eine Antwort erwartet, bedeutet unendliche Wachsamkeit.“

(Jiddu Krishnamurti, indischer Philosoph)

 

Das Wichtigste bei der Meditation ist, keine Erwartungen zu haben. Sich einfach treiben zu lassen und bewusst zu erleben, was geschieht. Die in meinen Augen einfachste, auch für Anfänger gut geeignete, Methode ist die Atemmeditation. Machen Sie es sich dazu auf einem Stuhl bequem und setzen Sie sich aufrecht hin. Legen Sie Ihre Hände bequem auf die Oberschenkel und schließen Sie die Augen. Und dann folgen Sie Ihrem natürlichen Atem. Einatmen. Ausatmen. Spüren Sie, wie sich Ihr Brustkorb leicht hebt und senkt? Einatmen. Ausatmen. Spüren Sie die kühle Luft, die beim Einatmen durch Ihre Nase strömt? Einatmen. Ausatmen. Vielleicht spüren Sie sogar, wie sich Ihr Rücken bei jedem Einatmen stärker an die Rückenlehne drückt?

Wenn Ihnen beim Atmen bewusst ist, dass Sie atmen, dann ist das bereits Achtsamkeit!

Aufkommende Gedanken während der Meditation sind normal und sollen Sie nicht beunruhigen. Wichtig ist, dass Sie sich nicht darin verfangen, sondern diese einfach weiterziehen lassen. Schenken Sie Ihren Gedanken also keine allzu große Aufmerksamkeit und bewerten Sie sie nicht. Versuchen Sie lediglich ihnen ein Gefühl zuzuordnen (Sorge, Unsicherheit, Enttäuschung, etc.) und schicken Sie dieses Gefühl weiter auf die Reise. Sie werden erstaunt sein, wie schnell sich diese Gefühle mit ein bisschen Übung in Luft auflösen!

Mit der Zeit wird es Ihnen immer häufiger gelingen, Gedankenspiralen zu durchbrechen und dadurch mehr Ruhe zu empfinden.

Probieren Sie es einfach mal aus. Am Anfang reichen bereits 5-10 Minuten, die Sie im Laufe der Zeit nach Belieben steigern können. Ich selbst habe vor etwa einem Jahr damit begonnen und meditiere heute fast täglich etwa 25 Minuten. Mein größter persönlicher Nutzen ist die höhere Konzentration und Leistungsfähigkeit bei meinen Tätigkeiten. Das wiederum macht mich mit mir selbst zufriedener.

Ich hoffe ich konnte Sie inspirieren und wünsche Ihnen viel Erfolg beim Ausprobieren und Entdecken der neuen Achtsamkeit!

Kicki

 

 

Herzliche Grüße

Brigitte Goldschmid

Dale Carnegie Business Coach

 

 

Die emotionale Komponente bei Veränderungsprozessen

Liebe Leserinnen und Leser,

Veränderung ist grundsätzlich nichts Schlechtes, denn sie ist eine Chance auf etwas Neues und Besseres. Dennoch ist Change gerade in Unternehmen gefürchtet und immer wieder Ursache für Kündigungswellen, demotivierte Mitarbeiter und Umsatzeinbrüche, da die Mitarbeiter emotional nicht abgeholt und ernst genommen werden.

Eine Veränderung verläuft immer nach dem gleichen Muster; jeder Betroffene muss dabei die gleichen Phasen durchlaufen. Deshalb spricht man auch von einem Change-Prozess.

Für den erfolgreichen Umgang mit den Veränderungen in einem Unternehmen hilft es, wenn Führungskräfte die Kübler-Ross-Kurve beachten und sich fragen, welcher Mitarbeiter gerade wo steht und was derjenige gerade braucht, um auch weiterhin motiviert zu bleiben und die Veränderung mitzumachen.

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Kurvenverlauf:

  • Phase 1: „Vorahnung“: Unruhe macht sich breit, die Gerüchteküche kocht, viel Zeit geht für Gerede drauf
  • Dann folgt die Verkündung der Entscheidung bzw. die Veröffentlichung der Veränderung
  • Phase 2: „Schock“ – Missinterpretation, Starre, viele wollen die Änderungen nicht wahrhaben und nicht annehmen, Stillstand, Schweigen
  • Phase 3: „Verneinung / Abwehr / Wiederstand“ – Ärger, Zorn, aktive Ablehnung, nicht mit mir! Die irren sich!
  • Aktiver Wiederstand, Stimmungs- und Meinungsmache, Fronten bilden sich
  • Phase 4: „Krise / Tal der Tränen“ – Verzweiflung, Selbstzweifel, Zweifel an dem Unternehmen, dem Chef oder der Zukunft
  • Phase 5: „Ausprobieren / Akzeptanz/ Anpassung“ – zaghaftes herantasten, ausprobieren des Neuen, erste Erfolge erleben
  • Phase 6: „Erneuerung / Commitment“ – Erfolge wiederholen sich, neue Routinen stellen sich ein, Sicherheit entsteht

»Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.«, sagte bereits Charles Darwin.

Sobald Sie als Führungskraft wissen, in welcher Phase der Kurve sich welcher Mitarbeiter grade befindet, können Sie entsprechend individuell auf ihn eingehen.

Besonders wichtig dabei ist eine ehrliche, transparente Kommunikation, damit Gerüchte gar nicht erst entstehen. Bleiben Sie in jeder Phase mit den Mitarbeitern im Gespräch, hören Sie zu und bieten Sie Orientierung und Hilfe an. Durch Wertschätzung, Empathie und eine positive Einstellung werden Sie jede Veränderung erfolgreich im Team realisieren.

Denn auch wenn uns Veränderungen im ersten Moment Angst machen oder unangenehm sind, bieten dieser Prozess auch die wunderbare Chance, das Team zu motivieren, das Potenzial jedes einzelnen zu erkennen und dessen Selbstvertrauen zu stärken.

Viel Erfolg und Mut zur Veränderung wünscht Ihnen

Birgit

 

Birgitt Eiglmeier

Dale Carnegie Business Coach

Erfolgsfaktor Fehler-Toleranz

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Irren ist menschlich. Trotzdem wollen wir lieber Recht haben. Wir haben bei uns und anderen meist eine sehr geringe Fehler-Toleranz und wollen auf keinen Fall dabei ertappt werden, wenn wir uns irren. Konzentrieren wir uns aber nur noch darauf, immer Recht zu haben und alles perfekt zu machen, vergessen wir oft, dass dies lediglich unserem „inneren Sinn der Richtigkeit“ entspricht – geprägt von unseren Erfahrungen, dem sozialen Umfeld, unserer Schulbildung, den kulturellen Einflüssen etc.

Mistake

Wir Menschen haben alle individuelle Filter und Rahmen, die durch unsere Werte und Erfahrungen geprägt sind. Wir sehen die Welt genau so, wie wir sie sehen wollen – und nicht unbedingt, wie sie wirklich ist. Jeder hat also seine eigene Wahrnehmung – und das ist auch gut so. Denn wäre das Leben nicht langweilig, wenn wir alle das gleiche Bild vor Augen hätten? Gerade weil jeder Mensch seine eigene Welt so kreiert, wie er sie gerne sehen möchte, gibt es doch so viele verschiedene Ansichten. Meiner Meinung nach macht das das Leben erst so richtig spannend, da wir genau deswegen so unglaublich viel voneinander lernen und profitieren können.

„Fallor Ergo Sum“ = „Ich irre, also bin ich.“ – St. Augustine

Recht haben zu wollen, sowie das Streben nach Perfektion, ist in unserer Kultur stark verwurzelt. Doch genau das hält uns oft davon ab, unser volles Potential zu entfalten. Denn Fehler zu machen ist nicht nur vollkommen in Ordnung, sondern vor allem auch notwendig, damit wir daraus lernen und uns so immer weiterentwickeln können!

Fehler sind eine Quelle für Produktivität und Kreativität. Wir brauchen diese Momente, in denen wir feststellen, dass wir auch mal irren und eventuell die Dinge nicht ganz so laufen, wie wir sie uns in unserer perfekten Welt vorgestellt haben.

Macht es also nicht viel mehr Sinn, sich der Meinung und Ansichten anderer gegenüber zu öffnen, um unseren eigenen Horizont noch mehr zu erweitern, anstatt immer Recht haben zu wollen? Wäre es nicht einfacher, seine Fehler zuzugeben und so Menschlichkeit zu zeigen? Könnten wir dann nicht eine Kultur schaffen, in der Fehler erlaubt sind, anstatt immer nur perfekt sein zu müssen, und in der wir gegenseitig voneinander lernen können, anstatt immer alles besser wissen zu müssen?

Das Leben ist voll mit schönen Überraschungen, wenn wir uns nur trauen und Mut zur Menschlichkeit zeigen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Mut und wundervolle Überraschungen!

annKr

 

 

Ihre Annie Wulf

Dale Carnegie Business Coach

Wie kann man mit Stress umgehen?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie versprochen kommt heute der zweite Teil meines Beitrags zum Thema Stress. Hier möchte ich Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie Sie zukünftig besser mit stressigen Situationen umgehen können…

1. Atmen

Gerade wenn man aus der Situation nicht entfliehen kann, ist eine tiefe, bewusste Atmung eine gute Lösung. So können Sie wieder einen klaren Gedanken fassen und nehmen sich einen Moment, um sich wieder mit frischer Energie zu versorgen.

2. Visualisieren

Für manche Menschen ist die visuelle Variante ein gangbarer Weg. Man beobachtet, wo im Körper der Stress gerade hängt (z.B. Energiekloß im Hals) und visualisiert, wie man den Kloß entfernt. Viele können sich hier bildhaft vorstellen, wie die schlechte Energie, die von anderen zu einem geschleudert wird, an einem vorbei geleitet wird.

3. Die Aussage des anderen nicht persönlich nehmen

Wer alles persönlich nimmt, ist im ständigen Stress, sein Ego verteidigen zu müssen. In den meisten Fällen meint es das Gegenüber gar nicht persönlich. Um hier nicht in eine Verteidigungshaltung zu verfallen, setzt es ein gewisses Maß an Selbstreflektion und Kritikfähigkeit voraus – dies können Sie im Laufe Ihrer Persönlichkeitsentwicklung bewusst trainieren.

4. Auf die Metaebene gehen

Versuchen Sie mal, ganz bewusst auf einen Angriff nicht zu reagieren, sondern sich das Geschehen von der Metaebene aus ansehen. Manchmal erkannt man aus einer anderen Perspektive plötzlich, wie lächerlich das Aufplustern der zwei Egos gerade aussieht und kann spontan lachen.

5. Verständnis für den anderen haben

Wenn man nicht mehr alles persönlich nimmt, kann man auch dazu übergehen, dem Gegenüber Mitgefühl und Verständnis entgegen zu bringen. Wenn sich jemand respektlos und aggressiv verhält, kann man davon ausgehen, dass dieser Mensch gerade Stress und Probleme hat. Denn kein Mensch, der mit sich und der Welt im Reinen ist, legt solch ein Verhalten an den Tag.

6. Stress wegen zu vieler Aufgaben

Stress entsteht häufig, wenn man eine Anzahl von Dingen in einer Zeit erledigen will, in der diese nicht schaffbar sind. Den Stress macht man sich in den meisten Fällen selbst, die Anspruchshaltung ist zu groß – Stichwort Perfektionismus.  Die Lösung ist hier ganz einfach: Entweder man macht nur das, was in der Zeit geht, oder man macht alles  in einer niedrigeren Qualität. Hat man sich damit abgefunden, erstellen Sie sich am Besten eine To-Do Liste, auf der Sie alle Aufgaben entsprechend der Dringlichkeiten auflisten. Erst dann beginnen Sie, die Liste Punkt für Punkt abzuarbeiten.

7. Wenn Anweisungen oder Vereinbarungen ignoriert werden

Wenn man Dinge bereits mehrmals erfolglos angesprochen hat, macht es Sinn, die Strategie zu ändern. Die meisten Menschen neigen dazu, Anweisungen mit der Zeit lauter und ungehaltener zu artikulieren. Zuletzt folgt irgendwann Resignation, unerledigte Aufgaben werden im Zweifel selbst erledigt. Versuchen Sie es stattdessen doch mal mit wertschätzender Kommunikation:  berücksichtigen Sie die Ziele und Bedürfnisse Ihres Gegenübers und stellen Sie Fragen, statt Anweisungen zu geben. Sobald Sie die Beweggründe des anderen verstehen finden Sie sicherleich schnell eine gemeinsame Lösung, die beide Parteien mittragen und umsetzen.

Viel Erfolg mit diesen Tipps. Ich würde mich sehr über einen Kommentar zu freuen, wenn Sie einen der Punkte realisiert und ausprobiert haben, oder weitere Ratschläge teilen möchten.

Herzliche Grüße,

Nicole_klein

 

Ihre Nicole Jantzen

Dale Carnegie Business Coach

 

 

 

Stress… und dann?

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Stress ist eine körperliche und psychische Reaktion eines Menschen auf eine Situation, mit der wir nicht umgehen können. Ursache dafür sind z.B. Zeitdruck oder Zeitmangel, soziale Konflikte, ein gestörtes Betriebsklima, inadäquates Führungsverhalten von Vorgesetzten, aber auch persönliche bzw. familiäre Probleme.

Stress wird gefährlich wenn er chronisch wird. Der andauernde Alarmzustand zehrt an den körperlichen und psychischen Reserven. Nachweislich ist bei einer chronischen Stressbelastung z.B. das Immunsystem geschwächt und die Wundheilung verlangsamt sich. Weitere mögliche Folgen sind erhöhte Müdigkeit, Depression und Magen-Darm-Erkrankungen, sowie ein erhöhtes Risko für Schlaganfall und Herzinfarkt.

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Gerade Menschen mit direktem Kundenkontakt sind vielen Fragen und teils respektlosen Konfrontationen ausgesetzt. Kein Wunder also, dass mich auch viele Teilnehmer unserer Trainings immer wieder fragen, wie sie mit Stress umgehen sollen.

Die „Lösungen“ bestehen oft im „in sich reinfressen und lächeln“ , „rausgehen und schreien“ oder rauchen. Irgendwann ist jedoch unser persönliches Limit erreicht und die angestaute Wut wird ausagiert und eskliert dann in augenscheinlich harmlosen Situationen – in der Arbeit oder zu Hause.

Auf Dauer löst keiner dieser Herangehensweisen das Problem. Weder verdrängen noch ausagieren mindert auf lange Zeit gesehen die vorhandene Stressenergie im Körper.

Doch wie geht man denn nun richtig mit Stress um?

Gundsätzlich möchte ich Ihnen folgendes mit auf den Weg geben… Wer z.B. meditiert oder autogenes Training macht, hat eine ruhigere Grundhaltung und ist generell nicht so leicht gestresst. Auch die Umwandlung der Stressenergie in sportliche Tätigkeit ist eine gute Idee.

Desweiteren ist die Lebenseinstellung essenziell. Hat man die Einstellung, dass einem alles zufällig passiert und man allein gegen den Rest der Welt kämpft, erlebt man sicher mehr Stress, als wenn man davon ausgeht, dass hinter allem ein gewisser Sinn steckt, man durch seine Lektionen lernen und stärker werden kann und man dem Leben insgesamt vertrauen kann, dass es das Beste für einen will.

Der angestaute Stress hat das Potential, den Menschen krank zu machen. Weitere Tipps, wie Sie mit Stress erzeugenden Situationen am besten umgehen, um die Folgen, wie z.B. Lustlosigkeit dem Leben gegenüber, viel Schlafbedarf, Burnout oder Aggression, etc. zu vermeiden, lesen Sie in Teil II meines Beitrags am 1. November.

Mit besten Grüßen

Nicole_klein

 

Ihre Nicole Jantzen

Dale Carnegie Business Coach

 

 

International leben und arbeiten…

Liebe Leserinnen und Leser!

Was bedeutet es eigentlich, mit über 50 verschiedenen Nationalitäten gleichzeitig zu leben und zu arbeiten? Wie geht das ohne Probleme und große Missverständnisse? Ist es denn überhaupt möglich?

Ich habe genau das im Mittleren Osten täglich erleben dürfen, als ich über 2 Jahre dort gearbeitet habe. In einem fremden Land, mitten in der Wüste, wenn Familie und Freunde weit weg und oft sogar auf anderen Kontinenten sind… Man ist plötzlich auf andere und deren Verständnis angewiesen. Umso mehr hat es mich erstaunt und fasziniert, wie viel Menschlichkeit und Nächstenliebe einem in dieser Situation entgegen gebracht wurde.

Sämtliche Vorurteile gegenüber Religion und Herkunft werden über Bord geworfen, in jeder Situtation begegnet man sich mit viel Emphatie und gegenseitigem Respekt. Denn man sitzt nun im selben Boot und verfolgt ein gemeinsames Ziel: man muss sich in einem fremden Land eingewöhnen und zurecht finden – weit weg von Zuhause, an einem Arbeitsplatz, an dem viele Dinge komplett anders laufen,  als wir es von zu Hause kennen. Schnell werden Fremde zu Freunden und sogar einer Art Familie, in der kulturelle Unterschiede keine Hürden mehr sind.

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In außergewöhnlichen Situation begegnet man seinem Gegenüber mit ehrlichem Interesse und Neugier – statt Bewertung und Vorurteil erfahren wir Empathie und Verständnis. Denn auch wenn unsere Kulturen häufig kaum verschiedener sein könnten (rein objektiv betrachtet), sind das Herkunftsland oder die dazugehörige Kultur am Ende doch vollkommen irrelevant. Ich habe es immer wieder erlebt, wie sich zwischen Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen tiefe Freundschaften entwickelt haben, die auch lange nach der Rückkehr in das jeweilige Heimatland, noch bestehen.

Das Wesentliche sieht man nur mit dem Herzen gut!

Dies hat bereits der „kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry erkannt. Denn dort liegen unsere Werte und tiefen Glaubenssätze, unsere Einstellungen und unsere innere Haltung. Diese grundlegenden, menschlichen Dinge sollten nicht auf Kulturen und ihre Sitten bzw. Gebräuche reduziert werden. Was zählt ist der Mensch unter all diesen Schichten und wie er wirklich ist; unabhängig von seiner Religion oder sozialem Status.

Klar, einfach ist es am Ende nicht, mit 50 Nationen gleichzeitig zusammen zu arbeiten und man steht sicherlich auch immer wieder vor neuen Herausforderungen. Doch wenn alle diese Situationen mit Toleranz und Respekt begegnen, dann ist es durchaus möglich, friedlich und erfolgreich mit all diesen verschiedenen Nationalitäten zu leben und zu arbeiten.

Herzliche Grüße

annKr

 

Annie Wulf

Dale Carnegie Business Coach

 

 

Unsere Tipps für erfolgreiche Changeprozesse & Veränderungen

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Eine der größten Unwahrheiten, die vor anstehenden Veränderungen stets gepredigt werden, ist die Aussage: „Es wird alles besser werden!“. Viele Versprechungen und große Visionen werden kommuniziert, um die Bereitschaft der Mitarbeiter für die Veränderung zu steigern… Doch leider bleibt dies ein Wunsch. Im ersten Moment wird nämlich in der Regel alles schlechter – doch keine Sorge, das ist ganz normal!

Das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin zeigt in sehr einfacher Art und Weise, wie üblicherweise eine Veränderung bzw. ein Change-Prozess abläuft.

Lewin

In der Phase des Unfreeze werden alte Strukturen langsam aufgebrochen – so wie man ein Gulasch auch nicht direkt aus der Tiefkühlung in den Topf wirft und kocht.

Über alle 3 Phasen hinweg werden Menschen ganz unterschiedlich auf die anstehenden und akuten Änderungen reagieren. Doch genau diese Einstellung hat zusätzlich Einfluss auf die Veränderung und kann am Ende über den Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Grundsätzlich lassen sich hier zwei Einstellungen unterscheiden:

  • Positiv: Klasse, endlich passiert etwas.
  • Negativ: Warum denn, ist doch alles gut. Das wird nie was.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich deshalb gerade in der ersten Phase viel Zeit, um die Veränderung vorzubereiten.

Danach kommt die Phase des Change – es geht nun also tatsächlich um die Realisation der Veränderungen. Während dieses Prozesses geht die Arbeitsleistung erstmal zurück.

Warum das logisch und vollkommen normal ist, lässt sich recht einfach erklären. Wird beispielsweise zum 1.8. das neue Modul zur Reisekostenabrechnung aktiv, so ist der Vorgang für alle Mitarbeiter bis Ende Juli gewohnt/geübt/normal. Ab dem 1.8. ist jeder Schritt dann jedoch neu, der Vorgang muss erst eingeübt werden. Dies gilt auch bei der Einführung eines neues IT-Systems – erst einmal wird es schwieriger, die Mitarbeiter müssen mehr nachdenken, es gibt keine Routine und die Fehlerrate steigt. Erst nach einiger Zeit steigt die Arbeitsleistung wieder an und landet hoffentlich auf einer neuen, höheren Ebene.

Zuletzt kommt die dritte wichtige Phase, die leider häufig vergessen, verkürzt und übersprungen wird: Refreeze. Nach einer Veränderung ist es sehr wichtig, wieder Ruhe einkehren zu lassen.

Unser Tipp: Geben Sie der Organisation und allen Mitarbeitern genügend  Zeit, um den neuen Prozess einzuüben bzw. die Veränderungen schätzen zu lernen…

Konzentriere nicht all Deine ganze Kraft auf das Bekämpfen des Alten, sondern darauf, das Neue zu formen.Sokrates

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Mut und Freude bei den nächsten Veränderungen.

Mit besten Grüßen

Birgit

 

 

 

Birgit Eiglmeier

(Dale Carnegie Business Coach)

Das allgegenwärtige Email-Postfach

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Urlaubszeit ist beinahe vorüber und wenn ich jetzt frage, wer in seinem Urlaub nicht ein einziges Mal seine Geschäftsemails gecheckt hat, würden dies nur die Wenigsten behaupten. Falls Sie zu denjenigen gehören, die das geschafft haben – herzlichen Glückwunsch!

Vermutlich kenn wir alle genau dieses Gefühl. Man möchte nur kurz schauen, ob es irgendwo brennt, ob alles funktioniert und man sich auch wirklich entspannen darf. Deshalb wirft man einen Blick auf seinen Posteingang und schon beschäftigt man sich mit Emails, deren Inhalte eigentlich gar nicht so dringlich sind und bei denen es völlig legitim wäre, wenn sie unsere Aufmerksamkeit erst nach dem Urlaub erhalten. „Das geht ja schnell und dann ist es erledigt!“ trifft leider auf zu viele Nachrichten zu und schon haben wir in unserem Urlaub unnötig viel Zeit und Gedanken auf unseren Job verschwendet, die wir eigentlich zur Erholung hätten nutzen sollen.

Viele Arbeitnehmer (42%) fühlen sich laut einer Studie von Randstad aus dem Jahr 2014 verpflichtet, auch im Urlaub einen Blick in die Emails zu werfen. Zusätzlich fühlen sich 26% schuldig, wenn sie ihren gesamten Jahresurlaub in Anspruch in nehmen. Doch bestätigen 67% der Befragten gleichzeitig, dass sie sich nach der Rückkehr aus einen erholsamen, arbeitsfreien Urlaub produktiver fühlen.

Was können wir also tun, damit wir im Urlaub wirklich abschalten und entspannen?

  1. Vorbereitung & Abstimmung: Am besten geben wir den Kollegen und Dienstleistern schon eine Woche vor dem Urlaub Bescheid, dass wir in einem bestimmten Zeitraum nicht erreichbar sind. Dann lassen sich alle wichtigen und dringlichen Aufgaben noch vor dem Urlaub erledigen.
  2. Information & Kommunikation: Eine Abwesenheitsnotiz einzurichten ist unumgänglich, da dann jeder weiß, wann er mit einer Antwort auf seine Email rechnen kann. Zusätzlich sollten Sie in der Nachricht auf eine Urlaubsvertretung verweisen und deren Kontaktdaten für wichtige Fälle angeben. Durch eine Übergabe vor dem Urlaub kann Ihre Vertretung die meisten Aufgaben dann bearbeiten, an die richtige Abteilung verweisen oder muss Sie schlussendlich nur im dringendsten Fall kontaktieren.
  3. Abschalten & Abgrenzen: Selbst das Symbol eingehender Emails oder die sogenannten Push-Benachrichtigungen mit einer Betreffzeile wecken unsere Neugier. Schalten Sie diese Funktionen auf Ihrem Handy für die Urlaubszeit ab. Wenn Sie gar nicht mitbekommen, dass Sie Emails erhalten haben, ist die Chance größer, dass wir das Mailprogramm gar nicht erst öffnen. Deshalb also unbedingt die Benachrichtigungsfunktion ausstellen.
  4. Termine & Zeitplan: Verfallen Sie nach dem Urlaub auf keinen Fall – aufgrund der Menge der Emails – in Stress und Hektik. Planen Sie sich genug Zeit ein und legen Sie sich Termine in Ihrem Kalender explizit für die Bearbeitung Ihrer Emails an – selbst, wenn es der komplette, erste Arbeitstag ist.

Gönnen Sie sich also echte Erholung und nutzen Sie Ihren nächsten Urlaub als solchen. Schalten Sie ab – innerlich genauso wie Ihr Geschäftshandy und den Firmenlaptop.

In diesem Sinne einen guten Start nach dem Urlaub und beste Grüße

MPRICK

 

Miriam Prick

Dale Carnegie Trainerin

Erfolg in Stress- und Druck-Situationen

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Druck und Stress sind beinahe schon alltäglich. Für den einen sind sie Antrieb für bessere Leistungen, für viele jedoch eine Hürde, die nur schwerlich überwunden werden kann. Stress ist eine Einstellungssache und entsteht durch unseren Blick auf eine Situation, nicht durch die Situation selbst. Diese Einstellung ist für jedermann neu erlernbar. Mit folgenden Tipps sind die nächste Gehaltsverhandlung oder das kommende Bewerbungsgespräch kein Problem mehr.

1. Glaubenssätze erkennen und überwinden

„Ich kann nicht rückwärts einparken!“ oder „Bei Bewerbungsgesprächen werde ich immer nervös.“ – solche sogenannten Glaubenssätze haben eine enorme Wirkung auf unser Selbstbewusstsein und damit den Umgang mit Drucksituationen. Wer sie überwindet, kann befreit auf stressige Gegebenheiten reagieren. Das geht in vier Schritten:

  • unangenehme Situation mit negativen Emotionen identifizieren
  • Glaubenssatz identifizieren (z.B. „hier versage ich immer“)
  • negative Einstellung in eine positive Aussage umwandeln
  • täglich den positiven Glaubenssatz einprägen, bis er unser Denken und handeln bestimmt

2. Eine positive Einstellung entwickeln

Grundsätzlich ist es hilfreich, Dinge mit einer positiven Einstellung anzugehen. Wer nur über den negativen Ausgang einer Situation nachdenkt, wird selten gute Ergebnisse erzielen. Wer sich hingegen mit einem möglichen Erfolgsergebnis beschäftigt, verhindert mit dieser positiven Einstellung automatisch Versagensängste.

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3. Erfolg lässt sich üben

Warum Energie mit Grübeln über mögliche negative Konsequenzen verschleudern? Konzentrieren wir uns auf die Aufgabe, erhöht dies unsere Erfolgschancen deutlich. Da sich unser Unterbewusstsein jedes positive Erlebnis deutlich einprägt, baut sich der Druck bei einer vergleichbaren Situation gar nicht erst auf. Wenn wir immer wieder positive Erfahrungen machen, ändert das die Sicht auf die Dinge und steigert dauerhaft das Selbstvertrauen.

4. Automatismen

Automatismen lenken uns von äußeren Einflüssen ab. Sie helfen dabei, uns auf die Aufgabe zu konzentrieren. Kleine Rituale vor wichtigen Gesprächen wirken Wunder. Das kann eine Atemübung oder ein kurzer Spaziergang sein.

5. Körpersprache

Neben unserer Einstellung und der inneren Haltung ist auch unsere Körpersprache sehr wichtig, da sie großen Einfluss auf das Stressempfinden hat. Ein fester Stand und eine aufrechte Haltung stärken unser Selbstbewusstsein. Nach außen wirken wir souverän und glaubwürdig. Selbst in stressigen Gesprächssituationen entwickelt sich allein durch eine offene Körpersprache schnell eine entspannte Atmosphäre. Untersuchungen haben gezeigt, dass mit einer positiven Körpersprache das Vertrauen in das eigene Können steigt. Also: Schultern entspannen, Brust raus, fest auf beiden Beinen stehen und freundlich lächeln.

Der entscheidende Elfmeter vor 60.000 euphorischen Fans, der Schütze steht mit hochkonzentriertem Blick am Punkt: Profisportler lernen, sich auf solche Drucksituationen vorzubereiten. Was Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder Toni Kroos können, kann jeder trainieren – etwa für die nächste Gehaltsverhandlung oder die anstehende Prüfung.

Andreas Iffland

Viel Erfolg mit unseren Tipps und alles Gute

Ihr Andreas Iffland

(Dale Carnegie Master Trainer)

Unternehmenskultur im internationalen Vergleich

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ein angenehmes Betriebsklima, flexible Arbeitszeiten und berufliche Weiterbildung sind Faktoren, die zu einer positiven Unternehmenskultur beitragen. Jedoch empfindet nur jede fünfte Führungskraft diese im eigenen Haus als ausreichend realisiert.

Dabei bietet eine funktionierende Unternehmenskultur einen strategischen Wettbewerbsvorteil! Als weltweit führender Anbieter internationaler Sales- und Leadership-Trainings haben wir bei Dale Carnegie in einer umfassenden Studie die Bedeutung von Unternehmenskultur im internationalen Vergleich untersucht. 760 leitende Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen wurden dafür interviewt. Durch eine Online-Befragung in Deutschland, Polen, USA und Indien lassen sich nun Ergebnisse wichtiger Unternehmens- und Outsourcing-Märkte für die deutsche Wirtschaft vergleichen und unter die Lupe nehmen.

Transforming Attitudes and Actions: How Senior Leaders Create Successful Workplace Cultures

Die Ergebnisse der Studie überraschen: Nur etwa zwei von drei Befragten aus Deutschland meinen, dass eine gut funktionierende Unternehmenskultur einen entscheidenden Einfluss auf die Mitarbeitermotivation hat. Im Nachbarland Polen hingegen liegt dieser Wert bei 82 Prozent, in Indien sogar bei 94 Prozent.

Auch die Auswirkungen der Unternehmenskultur auf den wirtschaftlichen Erfolg wurden untersucht. 50 Prozent der befragten Führungskräfte hierzulande glauben, dass dies keinen Einfluss habe. In Indien wiederum wird diesem Faktor ein großer Einfluss beigemessen.

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In der Studie haben wir schlussendlich die Culture Champions identifiziert. Culture Champion bedeutet, dass die Unternehmenskultur im Arbeitsalltag eine große Rolle spielt und aktiv von Führungskräften vorgelebt wird. Als wichtigsten Punkt sehen wir dabei die Durchführung von Mitarbeiterschulungen. Ebenfalls relevant ist die Förderung von starken Beziehungen zwischen Mitarbeitern und ihren Chefs. Daraus resultiert, dass das Vertrauen in die Führungsebene kontinuierlich entwickelt und aufrechterhalten werden sollte, da sich eine starke Unternehmenskultur signifikant auf den Erfolg eines Unternehmens auswirkt.

Gerne schicken wir Ihnen das Whitepaper zur Studie kostenfrei zu. Schreiben Sie uns dazu an info@dalecarnegie.de.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Uwe Göthert