Mehr Zufriedenheit und Leistung durch Achtsamkeit

Es ist 6 Uhr morgens. Der Wecker klingelt. Schnell aus dem Bett und ohne Umwege ins umfunktionierte Homeoffice – der Kaffee kann erstmal warten!

Ich werfe abwechselnd hektische Blicke auf meine Mails und auf die Uhr: „Was hat sich in den letzten 6 Stunden getan? Was steht heute an?“ Dabei bin ich schon viel zu spät, muss ins Badezimmer und mich echt beeilen! Und, ach ja, der Kaffee…

7 Uhr. Ich stürze ich aus dem Haus, in meiner rechten Hand ein Brötchen, in der linken Hand der Autoschlüssel. Kaum habe ich den Hof verlassen, bimmelt die erste WhatsApp. „Wer ist das schon wieder, so früh am Morgen?“ Beim Lesen der Nachricht übersehe ich fast einen Fußgänger…

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Das berühmte Hamsterrad, das sich ohne Sie nicht zu drehen scheint?

Den ganzen Tag rennen Sie hektisch allen möglichen Dingen hinterher. Tagsüber dem Chef, den Kollegen, dem Kunden, dem Projekt. Und abends dann noch Zeit für Familie, Freunde und das Ehrenamt rausschneiden. Sie reden sich ein, dass ohne Sie nichts läuft – und, es ist ja auch so: ohne SIE läuft nichts! Ein Grund mehr, mal einen Gang runter zu schalten! Ein Grund mehr, besser auf sich selbst aufzupassen! Ein Grund mehr, achtsam zu sein!

Achtsamkeit – was ist das eigentlich?

Achtsamkeit bedeutet, aufmerksam zu sein. Das Bewusstsein zu schärfen: für die Dinge, die uns umgeben und natürlich auch für uns selbst!

Es geht darum, sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren und „bewusst“ zu leben.

Denn welche Auswirkungen kann es wohl haben, wenn wir im Autopilotmodus unterwegs sind? Meine morgendliche Hektik zeigt es deutlich: vermutlich kann ich nach spätestens zwei Stunden nicht einmal mehr sagen, welche E-Mails ich morgens geschrieben habe. Den Kaffee habe ich hinuntergestürzt, ohne den Geschmack richtig wahrzunehmen. Die WhatsApp-Nachricht blieb unbeantwortet und der Fußgänger hatte bestimmt einen noch größeren Schreck als ich! Kurz gesagt: ohne Achtsamkeit sind wir nicht bewusst bei der Sache.

Im Hier und Jetzt zu sein heißt, mit allen Sinnen den Alltag zu bestreiten. Und dabei nicht nur Geräusche, Gerüche und die schönen Blumen am Wegesrand bewusst wahr zu nehmen, sondern auch den eigenen Körper bewusst zu spüren und darauf zu achten, welche Signale dieser sendet.

In seinem Buch „Was Dir Deine Krankheit sagen will“ beschreibt Kurt Tepperwein den Körper als Sprachrohr der Seele. Unser Körper sagt uns, wenn etwas nicht stimmt, wir beispielsweise eine Pause benötigen. Nur können wir diese Sprache leider nicht hören, wenn wir den ganzen Tag hektisch allem möglichen nachrennen und keine Sekunde zur Ruhe kommen…

Mit Achtsamkeitsmeditation die innere Ruhe finden

Studien haben bewiesen, dass bereits 10 Minuten tägliche Meditation die Verknüpfungen im Gehirn zwischen dem lateralen präfrontalen Kortex (Einschätzungszentrum) und der Insula (Zentrum für Sinnesempfindungen) sowie der Amygdala (Angst-Zentrum) verbessern. Vereinfacht heißt das: intensive Sinneseindrücke und Angst werden abgemildert und weniger bedrohlich empfunden. Das Gehirn ist besser in der Lage, rational auf Probleme und Herausforderungen zu reagieren.

Die Vorteile dieser neuen Verschaltungen im Gehirn sind vielfältig: Mehr Konzentrationsfähigkeit, gesteigerte Leistungsfähigkeit, besserer Umgang mit Stress und die Linderung von chronischen körperlichen Beschwerden.

 

„Zu beobachten, ohne irgendeine Frage, die eine Antwort erwartet, bedeutet unendliche Wachsamkeit.“

(Jiddu Krishnamurti, indischer Philosoph)

 

Das Wichtigste bei der Meditation ist, keine Erwartungen zu haben. Sich einfach treiben zu lassen und bewusst zu erleben, was geschieht. Die in meinen Augen einfachste, auch für Anfänger gut geeignete, Methode ist die Atemmeditation. Machen Sie es sich dazu auf einem Stuhl bequem und setzen Sie sich aufrecht hin. Legen Sie Ihre Hände bequem auf die Oberschenkel und schließen Sie die Augen. Und dann folgen Sie Ihrem natürlichen Atem. Einatmen. Ausatmen. Spüren Sie, wie sich Ihr Brustkorb leicht hebt und senkt? Einatmen. Ausatmen. Spüren Sie die kühle Luft, die beim Einatmen durch Ihre Nase strömt? Einatmen. Ausatmen. Vielleicht spüren Sie sogar, wie sich Ihr Rücken bei jedem Einatmen stärker an die Rückenlehne drückt?

Wenn Ihnen beim Atmen bewusst ist, dass Sie atmen, dann ist das bereits Achtsamkeit!

Aufkommende Gedanken während der Meditation sind normal und sollen Sie nicht beunruhigen. Wichtig ist, dass Sie sich nicht darin verfangen, sondern diese einfach weiterziehen lassen. Schenken Sie Ihren Gedanken also keine allzu große Aufmerksamkeit und bewerten Sie sie nicht. Versuchen Sie lediglich ihnen ein Gefühl zuzuordnen (Sorge, Unsicherheit, Enttäuschung, etc.) und schicken Sie dieses Gefühl weiter auf die Reise. Sie werden erstaunt sein, wie schnell sich diese Gefühle mit ein bisschen Übung in Luft auflösen!

Mit der Zeit wird es Ihnen immer häufiger gelingen, Gedankenspiralen zu durchbrechen und dadurch mehr Ruhe zu empfinden.

Probieren Sie es einfach mal aus. Am Anfang reichen bereits 5-10 Minuten, die Sie im Laufe der Zeit nach Belieben steigern können. Ich selbst habe vor etwa einem Jahr damit begonnen und meditiere heute fast täglich etwa 25 Minuten. Mein größter persönlicher Nutzen ist die höhere Konzentration und Leistungsfähigkeit bei meinen Tätigkeiten. Das wiederum macht mich mit mir selbst zufriedener.

Ich hoffe ich konnte Sie inspirieren und wünsche Ihnen viel Erfolg beim Ausprobieren und Entdecken der neuen Achtsamkeit!

Kicki

 

 

Herzliche Grüße

Brigitte Goldschmid

Dale Carnegie Business Coach

 

 

Authentizität – der Schlüssel zur persönlichen Stärke

In einer Welt, die stark durch gesellschaftliche Erwartungen, Konventionen und die Medien geprägt ist, ist es nicht immer leicht, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Oft sind wir hin und hergerissen zwischen dem, was uns als gesellschaftlich angemessen erscheint, was unsere Mitmenschen von uns erwarten, und unseren inneren persönlichen Wünschen. Hier ist es wichtig, eine angemessene, gesunde Balance zu finden. Der Erwartungsdruck ist hoch: angefangen in der Schule, später in Ausbildung und Berufsleben und vor allem im sozialen Umfeld und unseren Beziehungen.

Wie schaffe ich es, meine persönlichen Werte und Wünsche in meinen Handlungen zu berücksichtigen? Das Zauberwort lautet Authentizität. Wenn wir unsere Handlungen, Aussagen und Entscheidungen mit unseren eigenen Werten vereinbaren können, ist unser Handeln authentisch und unsere Mitmenschen werden es als „echt“ empfinden. Das wird auch unsere Beziehungen fördern.

Die Entscheidung, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein, erfordert Mut; denn damit heben wir uns vielleicht von der Masse ab und müssen uns auch mal mit Unverständnis oder Kritik auseinandersetzen. Viele von uns wählen daher im täglichen Leben oft den einfachen Weg und verdrängen Auseinandersetzungen und Entscheidungen, die sie vor die Herausforderung stellen, sich für ihre eigenen Werte und Wünsche einzusetzen und dabei möglicherweise Unverständnis bei anderen auszulösen.

Ich beobachte es immer wieder: So viele von uns sind Schauspieler, weil sie es anderen recht machen wollen und nicht den Mut besitzen, für ihre Wünsche „aufzustehen“. Aber ist es nicht schade, dass wir uns, in einer modernen Welt, in der Werte wie Toleranz, Individualität und Selbstverwirklichung in aller Munde sind, verstellen müssen, weil wir glauben, dass wir nur so anerkannt werden?

Kontinuierliche Entwicklung und Reflektion gefordert

Authentizität ist eine Grundvoraussetzung für unsere persönliche Ausgeglichenheit und unser Glücksempfinden. Sie zu entwickeln, ist ein Prozess, der von uns Ehrlichkeit, Stärke und Selbstreflektion erfordert. Um sie zu erlangen, sollten wir uns folgendes beantworten:

  • Was macht mich aus – was sind meine persönlichen Stärken & Schwächen?
  • Welche Werte sind mir wichtig im Leben, für was möchte ich mich einsetzen?
  • Wie wirke ich auf andere Menschen? Stimmt das Feedback meiner Mitmenschen mit dem überein, was ich ausdrücken möchte?

Je klarer ich diese Antworten für mich selbst kenne, desto bewusster und entspannter kann ich durchs Leben gehen. Das Eingestehen und Bewusstmachen von Stärken und Schwächen erfordert Mut, aber führt auch zur persönlichen Authentizität. Im Laufe des Lebens werden wir uns die oben genannten Fragen vielleicht immer wieder etwas anders beantworten können, da wir uns in einem stetigen Lernprozess befinden, unsere Persönlichkeit weiterentwickeln und an unseren Stärken und Schwächen arbeiten.

Das „richtige“ Gefühl

Wir alle verfolgen unser eigenes Glück. Was bringt es uns da, uns zu verstellen, nur um anderen zu imponieren und zu gefallen? Wenn wir abends nicht in den Spiegel sehen können und mit einem unguten Gefühl zu Bett gehen, werden wir nicht glücklich sein. Sich dagegen für die eigenen Werte einzusetzen und auch einmal „Nein“ zu sagen, wenn es nicht von uns erwartet wird, wird uns eventuell Kritik einbringen, aber auch Anerkennung und vor allem ein gutes Gefühl.

In einer Welt voller Möglichkeiten, Lebensformen, Karriere- und Beziehungsmuster gibt es oft kein „Richtig“ und kein „Falsch“. Entscheidend für unsere Handlungen sollte sein, dass sie sich für uns persönlich richtig anfühlen. Dieses Gefühl, dass es sich für mich „richtig anfühlt“ – das schafft innere Ausgeglichenheit und Authentizität.

 

„Es ist nie zu spät, so zu sein, wie man es gerne gewesen wäre.“

George Elliot, engl. Schriftstellerin

 

Wir sollten uns immer wieder klarmachen, dass wir selbst dafür verantwortlich sind, unsere Zeit so positiv wie möglich zu gestalten. Ein ehemaliger Kollege wiederholte als Führungskraft einen entscheidenden Satz vor seinem Team, um auf das ständige Jammern eines Mitarbeiters einzugehen. Er hielt er seine Handgelenke hoch und sagte „Siehst Du hier irgendwelche Fesseln? Nein! Ich kann jederzeit gehen.“ Diese Aussage trifft es genau: Es ist unsere eigene Entscheidung, wo wir hingehen und wer uns dabei begleitet. Hat eine Beziehung, die mich seit Monaten nur belastet, noch das Potential, sich wieder in einen für mich bereichernden Zustand zu entwickeln? Vertrete ich in diesem Job meine Werte oder will ich mich in Wirklichkeit in eine andere Richtung entwickeln, doch mir fehlt der Mut dazu? Dies sind typische Situationen, in denen jeder von uns entscheiden kann, ob er authentisch agieren und seinen persönlichen Wünschen folgen will oder ob er im aktuellen Zustand verharren und langfristig unzufrieden sein möchte.

Wir alle erwarten im täglichen Leben das Höchstmaß an Qualität bei Produkten und Dienstleistungen. Dann sollte dies doch auch unser Maßstab für das eigene Leben sein: Unsere Zeit so zu optimieren, dass sie uns erfüllt und glücklich macht. Das erfordert von uns Eigeninitiative, Mut und Reflektion. Aber diese Anstrengungen lohnen sich! Und wer weiß schon vorher, welche Überraschung uns der nächste Schritt im Leben bietet. Ich jedenfalls möchte irgendwann zurückblicken und sagen können: „Ja, ich habe mein Leben so gut es ging nach meinen eigenen Werten gestaltet. Es war vielleicht nicht immer leicht, aber im Großen und Ganzen habe ich meine Ziele verfolgt, bereue nichts und hatte eine glückliche und spannende Zeit.“

Gehen Sie also authentisch durchs Leben gehen, verfolgen Sie mutig Ihre Ziele und setzen Sie sich für Ihre Werte und Meinungen ein! Sie werden damit einerseits respektiert und andererseits – und das ist noch viel wichtiger – sind Sie im Frieden mit sich selbst, führen ehrliche Beziehungen und können mit einem guten Gefühl durch den Tag gehen.

www.photogenika.de

 

 

Herzlich

Kosima Köpke

Dale Carnegie Marketing

 

 

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