Blog-Beiträge

Innovationen aus der Kaffeküche…

Innovation ist das große Ziel vieler Unternehmen. Gleichzeitig scheitern Studien zufolge 96% aller Innovationsprojekte, da sie aus dem Management ohne die Mitarbeiter an der Front entwickelt werden. Leider wird in den meisten Fällen an Lösungen gearbeitet, ohne die Probleme in ihrem ganzen Umfang verstanden zu haben.

Damit Innovation funktioniert, müssen die Mitarbeiter ins Boot geholt werden, die mit den Kunden arbeiten und deren Bedürfnisse kennen. Denn sie sind die Quelle für die wirklich bahnbrechenden Ideen, welche die gewünschten Erfolge bringen.

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Für erfolgversprechende Innovationen braucht es also Strukturen und Prozesse, damit Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Fachabteilungen und Hierachiestufen zu einem Innovationsteam zusammengestellt werden können. So entsteht schlussendlich eine Strategie (für neue Wege) durch die Zusammenarbeit von Taktikern, die gleichzeitig zu den Unternehmenszielen passt.

Das die besten Ideen für den Unternehmenserfolg häufig in der Kaffeeküche entstehen, liegt vermutlich genau daran, dass hier eben alle Hierachiestufen und Abteilungen zusammentreffen. Der Weg führt deshalb aber keinesfalls zu Großgruppenkonferenzen, sollte aber auch nicht bei klassischen Meetings der Führungsebene bleiben.

Innovation ist Teil eines Managements und ist planbar. Es existieren wissenschaftlich fundierte, systematische Prozesse, die Innovation ermöglichen – durch Kontrolle, Planung, Prognose und Systematik in Kombination mit viel Emphatie.

Tipp:

Ein Lösungsansatz für Innovation ist vielleicht eine Meeting-Einladung zu einem bestimmten Thema. Kommen darf aus dem Unternehmen jeder, der etwas dazu beitragen kann und möchte. Ist das Thema und der Zeitrahmen gesetzt wird diskutiert. Am Ende werden die Ergebnisse gesammelt und die Verantwortung, für die daraus resultierenden Maßnahmen, liegt wieder bei demjenigen, der das Thema zur Diskussion in den Raum gestellt hat. Im Grunde also ein abteilungsübergeifendes Brainstorming, damit Probleme strukturiert gelöst und neue Ansätze kreativ entwickelt werden können.

Probieren Sie es aus – ich würde mich sehr über Feedback und Ihre Erkenntnisse freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Uwe Göthert

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Klassische Karriere vs. Karriere 4.0

In unserer heutigen Arbeitswelt geht der Trend hin zu flachen Hierachien. Jedes Unternehmen möchte so agil und modern wie viele Start Ups sein. Doch was bedeutet dies für die klassischen Führungspositionen und das Modell der Aufstiegskarriere?

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Das Ziel einer Innovation in Unternehmen ist nicht nur Kostenersparnis – viel mehr geht es auch um das Ideal einer agilen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. So arbeitet man beispielsweise in Teams an Projekten und Aufgaben. Karriere und Leadership definiert sich dabei nicht mehr zwangsläufig an einer Position, die Prestige, Status und ein höheres Gehalt verspricht. Der Wunsch nach Selbstbestimmung und freier Arbeitsgestaltung, das Bedürfniss nach abwechslungsreichen Aufgaben und persönlicher Weiterentwicklung neben einer guten Work-Life-Balance – all das ist Teil der aktuellen Werteverschiebung und wird für uns immer wichtiger.

Wer auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft erfolgreich sein will, muss auf jeden Fall sein ganzes Berufsleben über lernbereit, flexibel und lernfähig sein. Ausgangspunkt für die Karriere sollten eigene Ziele, Interessen, Talente und Stärken sein, da diese in einer Arbeitswelt mit wenig Strukturen die beste Orientierung bieten.

Wenn Anforderungen an Führungskräfte kaum noch vorhersehbar und stardartisiert sind, werden Lernfähigkeit, Offenheit und Unsicherheitstoleranz zu echten Schlüsselkompetenzen.

Was das für Unternehmen bedeutet? Die Alternativen zu einem klassischen Aufstieg sind zum Beispiel:

  • Explizite Anerkennung durch Kollegen
  • Wachsender Einfluss durch Kompetenz und Erfahrung
  • Gehaltserhöhungen auch ohne Beförderung
  • Beteiligung an Unternehmensentscheidungen
  • Zuwachs an Autonomie und Entwicklungsmöglichkeiten

Da sich die Arbeitsherausforderungen ständig ändern, müssen Unternehmen heute  viel potenzialorientierter einstellen und befördern. Statt Mitarbeiter auf standartisierte Karriereprogramme zu setzen, muss jeder individuelle Berücksichtigung finden: Welche Motive und Stärken hat der Mitarbeiter? Was braucht er, um seine Kompetenzen auszubauen?

Arbeitnehmer werden in Zukunft mehr Selbstverantwortung für ihre Karriere tragen. Dies bedeutet jedoch auch, dass sie genau DIE Unternehmen bevorzugen, von denen sie sich die beste Unterstützung versprechen.

Wer mit Anerkennung knausert, spart am falschen Ort. – Dale Carnegie

Geben wir also Kollegen und Mitarbeitern ehrliche Anerkennung und Wertschätzung – wir werden sie vielfach zurück bekommen!

Mit besten Grüßen,

Uwe Göthert

Kreativität & Angst vor dem Scheitern

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Wir sind kreative Wesen. Alle. In der Kindheit kannte unsere Imagination keine Grenzen und auch als Erwachsene erschaffen wir jede Nacht im Traum innere, dynamische Gefühlswelten. Warum haben wir im Alltag oft keinen unbeschwerten Zugang mehr zu diesem Potential?

Dafür gibt es viele mögliche Gründe. Unser Bildungssystem ist eher auf Anpassung und Reproduktion angelegt. Während der Pubertät werden neuronale Verknüpfungen zurückgebaut und nur die behalten und verstärkt, die wir häufig nutzen. Sind wir seltener kreativ, baut sich auch die dafür benötigte cerebrale Infrastrukutur zurück. Dazu kommt: Wir haben keine positive Fehlerkultur – Scheitern wird oft bestraft, sei es monetär oder sozial. Daher haben wir Angst davor, Fehler zu machen. Und verlieren den Mut, Neues auszuprobieren.

Think outside the box wird oft gefordert – aber lässt die Kultur es auch wirklich zu? Wird die Suche nach unkonventionellen Ansätzen – inklusive mancher Sackgasse – tatsächlich immer belohnt? Und haben wir auch die entsprechenden Talente an Bord? Viele Unternehmen suchen in ihren Stellenanzeigen Querdenker – aber wehe, sie kommen tatsächlich. Dann zeigt sich wie viel Innovation die bestehenden Strukturen vertragen.

Wirklich Großes entsteht oft dann, wenn jemand furchtlos die Grenzen des Bekannten hinter sich lässt. Natürlich kann dabei auch wirklich großer Mist raus kommen. Das ist das Risiko. No risk, no fun.

Ein gutes Beispiel dafür ist Hollywood. Jedes Jahr produzieren die großen Studios teure Filme mit bekannten Stars. Doch nicht jeder Kassenmagnet zieht tatsächlich. Einige wenige dieser Filme werden Blockbuster. Andere floppen. Titanic war einer der teuersten Filme aller Zeiten, aber auch einer der erfolgreichsten. Kate Winslet kannten davor nur wenige. Waterworld soff mit ähnlichem Aufwand ab – trotz dem damaligen Superstar Kevin Costner. My Big Fat Greek Wedding kostete weniger als eine Million und spielte mit völlig unbekannten Darstellern das 80fache seiner Herstellungskosten ein. In solch einem Fall spricht man gerne von einem Überraschungserfolg. Als gäbe es große Erfolge, die keine Überraschung und damit planbar sind. Die Wahrheit ist: Es gibt kein wirklich sicheres Rezept. Sonst würden es alle nachkochen.

Wer das Scheitern fürchtet, riskiert nichts. Wer nichts riskiert kann nicht wirklich kreativ sein. Wer nicht kreativ ist, geht ausgetretene Pfade, entwickelt keine Lösungen, macht nur mehr vom Gleichen aber nichts Neues. Wer nichts Neues zu bieten hat ist austauschbar. Wer heute austauschbar ist, ist morgen ersetzlich und bald darauf aus dem Geschäft.

Wie können wir also unsere angeborene Kreativität anzapfen? Schauen wir dazu in unser Gehirn. Um trotz der Vielzahl an Sinneswahrnehmungen die sekündlich auf uns einstürmen steuerungsfähig zu bleiben, blendet unser Hirn alles aus was unwichtig erscheint oder sich als Routine wiederholt. Wir fahren Auto und nehmen es kaum noch wahr wie wir schalten und lenken. Denken wir jedoch „bewusst“ nach, bewerten und sortieren wir auch gleich. Um neuen Ideen Einlass gewähren zu können, brauchen wir – um es mit Aldous Huxley zu sagen – ein Loch im Filter. Wir müssen flüchtige Ideen hereinlassen und den inneren Bewerter und Kritiker stumm schalten. Das Loch im Filter lässt Unorthodoxes durchschlüpfen. Das müssen wir vielleicht erst mal wieder üben. Der Kanal mag ein wenig verstopft sein und muss anfangs durchgepustet werden. Aber wenn es fließt, fließt es.

Wenn Kreativität sich ausdrücken möchte, ist das Medium egal. Ob wir Erfinden, Entwerfen, Schreiben, Malen, Basteln, Musizieren oder Tanzen spielt keine Rolle. Oft fühlen wir uns zu einer bestimmten Ausdrucksart hingezogen weil wir damit bereits Erfahrung haben (aktiv oder rezeptiv). Es ist nicht so entscheidend wie wir uns ausdrücken – sondern dass wir es tun.

Steve Jobs hat den Absolventen der Standford-Universität zugerufen: Stay hungry, stay foolish. Seitdem haben viele darüber spekuliert, was genau er gemeint hat. Für mich bedeutet foolish sein: Spinnen – im positiven Sinne. Vom Weg abkommen um nicht auf der Strecke zu bleiben. Die Vorstellungskraft nutzen. Und die guten Ideen pflücken. Sie liegen oft in der Luft.

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Mit besten Grüßen,

 

Dominik Umberto Schott

Vor seiner Trainer-Karriere war er u.a. Musiker, Schauspieler, Radiomoderator, Werbetexter und TV-Journalist. Kreativität & Veränderung sind der rote Faden in seiner bunten Biografie.

 

 

 

Hinter dem Tellerrand geht‘s weiter – Arbeiten im internationalen Umfeld!

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Die zunehmende Internationalisierung des Arbeitsmarktes birgt zahlreiche Chancen, bringt für Unternehmen jedoch auch gewisse Herausforderungen mit sich.

Die Grundvoraussetzungen für die Arbeit im internationalen Umfeld sind unter anderem Offenheit, Neugierde und eine gute Portion Wissensdurst und Mut. Klar, wenn man bedenkt, dass man sein Zuhause mit Familie und Freunden für eine ganze Weile nicht sehen wird und sich in einem neuen Land und neuer Umgebung einleben muss.

Als erfolgreiche und gute Führungskraft sind hier nicht nur umfangreiche Fremdsprachenkenntnisse vorausgesetzt. Die Tätigkeit bzw. das Umfeld verlangt auch, sich mit den Gegebenheiten der einzelnen Länder genauestens vertraut zu machen. Denn Dinge, die für uns selbstverständlich sind, können in der Ferne völlig anders gewertet werden.

Denken wir nur mal an die unterschiedlichen Religionen und dazugehörigen Feiertage sowie Bräuche und Traditionen. Hier müssen Führungskräfte täglich auf‘s Neue Toleranz zeigen. Denn in Europa haben wir komplett andere Gewohnheiten verglichen mit z.B. Mitarbeiter aus dem Raum Asien und dem Mittleren Osten. Feiertage haben immense Auswirkungen auf die Urlaubsplanung im Team und Gebetszeiten können die Einteilung der Schichten weitgehend beeinflussen. Letztendlich müssen auch Essensgewohnheiten und vor allem kulturell bedingte Verhaltensweisen, Wertvorstellungen und Denkweisen immer wieder berücksichtigt werden…

Inzwischen habe ich bereits in 5 von 7 Kontinenten gearbeitet und 30 Länder bereist. Aus meiner Erfahrung heraus möchte ich Ihnen nun ein paar Tipps für Führungskräfte mit einem internationalen Team mit an die Hand geben:

  • Begegnen Sie Ihren Mitarbeitern mit ehrlichem Interesse und stellen Sie Rückfragen. Denn mit Empathie und Neugier auf andere Kulturen werden Sie ein größeres Verständnis für deren Bedürfnisse bekommen.
  • Zeigen Sie Respekt und nehmen Sie immer wieder die Perspektive der anderen ein. Als eine Art Mentor können Sie dann objektiv handeln und so Konflikte im Team vorbeugen bzw. reduzieren.
  • Verbringen Sie Zeit mit Ihren Mitarbeitern und Kollegen. Berufliche Meetings aber auch private Team-Events schaffen eine Ebene für Gemeinsamkeiten, die das gegenseitige Vertrauen stärken.
  • Erklären Sie Ihre Handlungen und schaffen Sie hier eine große Transparenz.
  • Mit einer offenen Kommunikation lassen sich viele Konflikte wie z.B. Missverständnisse und Sprachbarrieren vermeiden.

Mit dem Bewusstsein für die unterschiedlichen Kulturen und viel Aufgeschlossenheit sowie Verständnis für unser Gegenüber werden wir alle auch im internationalen Umfeld mehr Erfolg haben. Arbeit im internationalen Umfeld erweitert unseren Horizont, macht viel Spaß und ist auch unglaublich spannend. Es ist am Ende also viel mehr als nur ein Blick über den Tellerrand –  man lernt dabei eine ganze Menge über sich selbst, seine eigenen Angewohnheiten und deren Wirkung auf andere, um letztendlich sein volles Potenzial zu entfalten.

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Mit herzlichen Grüßen

Ann Kristin Wulf

(Dale Carnegie Trainerin)

Die Kraft der Vision

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Bekanntlich unterscheidet der Verstand nicht zwischen Realität und geistiger Vorstellung. Denken wir zum Beispiel an unser Lieblingsgericht, läuft uns sprichwörtlich „das Wasser im Munde zusammen“. Unser Körper reagiert also auch auf Fiktion und allein der Gedanke reicht schon aus, um ein bestimmtes Verhalten zu erzeugen. Doch wie können wir nun diese Erkenntnis nutzen, um z.B. unsere beruflichen Visionen Wirklichkeit werden zu lassen?

Ich persönlich habe schon erlebt, wie die Vorstellung meiner Zukunft plötzlich Realität geworden ist. Es waren Wünsche und Ziele, derer ich mir sehr bewusst war und die mir so wichtig waren, dass ich auch häufig davon erzählt habe. Immer wieder habe ich diese Momente in meinen Gedanken durchlebt, so dass sich viele Details eingeprägt haben. Nach einiger Zeit hat sich dann mein Umfeld meiner Gedankenwelt angepasst, so dass ich am Ende genau das erlebte, was ich mir immer wieder gewünscht hatte.

Wahrscheinlich kennen Sie diesen Effekt – in der Psychologie würde man wohl von der selbsterfüllenden Prophezeiung sprechen. Ich habe es mir letztendlich mit dem folgenden Ansatz erklären können: unser Bewusstsein versucht unsere Umwelt so zu erschaffen, dass es dem dominant vorherrschenden Inneren gleicht. Unser Körper folgt demnach also automatisch den programmierten Einstellungen unseres Unterbewusstseins. Diese Theorie gibt uns die Möglichkeit, unsere Zukunft in gewissem Maße selbst zu gestalten.

„Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.“ – Mark Aurel, römischer Kaiser und Philosoph, 1 Jhd. nach Christus

Doch wie können wir diesen Effekt nun in unserem Alltag nutzen, um unsere Ziele und Wünsche zu einem Werkzeug zu verwandeln, mit dem wir unternehmerische Visionen verwirklichen können?

Stellen Sie sich regelmäßig Ihre Vision bildlich vor (lat. visio, übersetzt: der Anblick):

  • Beobachten Sie sich in Gedanken dabei, wie Sie Ihr Ziel erreichen.
  • Versuchen Sie, diese Erfahrung intensiv und mit allen Sinnen zu erleben!
  • Was fühle ich? Wer ist da? Was hilft mir dabei? Wo bin ich?

Geben Sie auch Ihrem Körper die Möglichkeit, ihm mit auf die Reise zu nehmen und lassen Sie so Ihren geistigen Film Realität werden.

Mit einer positiven Einstellung und dem Wissen, dass Sie das Ziel in Gedanken ja bereits mehrfach erreicht haben, werden Sie diesen Erfolg mit gesundem Selbstbewusstsein auch in der Realität erzielen können.

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In diesem Sinne viel Erfolg und alles Gute

Ihr Vincent Schwarzmeier

(Dale Carnegie Trainer)

 

Schneller, höher, weiter…

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir leben in einer Zeit der großen Veränderungen. Gerade in Unternehmen stehen immer häufiger Change Prozesse auf der Agenda. Veränderung gilt als das Nonplusultra zur Weiterentwicklung und um Leistungen zu optimieren.

Grundsätzlich ist Fortschritt sicherlich wichtig, um erfolgreich zu sein. Dennoch sollten wir nicht unreflektiert und bedenkenlos anfangen zu verändern, was eigentlich bisher gut lief. Denn Change-Management kann dafür sorgen, dass Chaos entsteht und das Unternehmen Verluste erleiden – weil Mitarbeiter kündigen und – aufgrund unpassender Prozesse – die Gewinne ausbleiben.

Wer mit einem Change-Gedanken an die Dinge herantritt, neigt automatisch dazu, vieles über Bord zu werfen, um Platz für Neues zu schaffen. Wenn wir als Unternehmen danach streben, besser werden zu wollen, sollte das Ziel aber die  „Verbesserung“ statt die Veränderung sein.

change-2930404_640.jpgVerbesserung hat den großen Vorteil, dass auch Mitarbeiter, die zu den sicherheitsorientierten Bewahrern gehören, sich nicht länger der Veränderung verweigern, sondern sich der Aufgabe „Wir wollen uns verbessern!“  positiv und aufgeschlossen begegnen.

Häufig ist es unsinnig, das Bewährte über die Veränderungsklippe zu werfen. Insbesondere Erfolgsgewohnheiten und eingeschliffene Standards dürfen durchaus beibehalten werden. Die Frage ist also vielmehr:

  • Was hat sich bewährt und sollte fortgeführt oder als Ausgangspunkt zur Verbesserung genommen werden?
  • Gibt es etablierte Denk-, Gefühls- und Verhaltensgewohnheiten, die nicht verändert sondern beibehalten werden sollten?
  • Wo können wir uns tatsächlich noch verbessern und optimieren?
  • Ist es nötig und sinnvoll, den Mitarbeitern Veränderungen aufzuzwingen? Worum geht es wirklich?

Es kann absolut richtig sein, alles beim Alten zu belassen bzw. an das Bewährte anzuknüpfen. Konzentrieren Sie sich auf die Verbesserung, um das volle Potenzial der Mitarbeiter und des Unternehmens zu erkennen und zu nutzen.

Verlieren Sie niemals das Ziel aus den Augen.

Mehr zum Thema Innovationsmanagement lesen Sie in unserem kostenlosen Whitepaper.

Mit besten Grüßen

Uwe Göthert

Zeit- und Selbstmanagement als Erfolgsfaktor

Liebe Leserinnen und Leser!

Im letzten Beitrag haben wir uns bereits mit der Relevanz von Zielen für unseren persönlichen und beruflichen Erfolg beschäftigt. Nun wollen wir uns anschauen, wie wir sicherstellen, das wir als eine Art Ein-Mann-Unternehmen diese Ziele auch wirklich erreichen.

Schritt 1: Herunterbrechen der Ziele

Gehen wir einmal davon aus, dass sinnvolle Jahresziele vereinbart sind. Die Frage, die wir uns jederzeit stellen sollten und auch eine Antwort darauf haben sollten, ist:

„Was ist diese Woche an Aktivitäten erforderlich, um auf den Weg zu meinen Zielen „on track“ zu sein?“ Um eine Antwort auf diese Frage geben zu können, müssen wir die Ziele zunächst auf Wochenziele herunterbrechen. Die erste Frage, die wir uns also jede Woche stellen sollten (oder besser noch: am Ende der Vorwoche): „Welche Ergebnisse muss ich diese Woche erzielen, um meine Jahresziele zu erreichen?“

Schritt 2: Verknüpfung der Wochenziele mit Aktivitäten

Da diese Wochenziele viel greifbarer sind, ist es auch deutlich einfacher einzuschätzen, welche Aktivitäten erforderlich sind, um diese Ziele zu erreichen. Auch ist die Lernkurve viel steiler. Wir lernen von Woche zu Woche, ob unsere Einschätzung richtig war und werden so immer besser darin, die richtige Wahl zu treffen.

Schritt 3: Sicherstellen, dass wir diese Aktivitäten auch umsetzen

Jeden Tag kommen Dinge auf uns zu, die wir nicht vorausplanen können: Reklamationen von Kunden, zusätzliche vom Chef übertragene Aufgaben, Ausfall von Mitarbeitern, usw. Wie sollen wir nun sicherstellen, dass genügend Zeit übrigbleibt, für die Aktivitäten, die zum Erreichen unserer Wochenziele erforderlich sind.

Nehmen wir hier mal eine Anleihe beim Thema Geld. Viele Menschen sparen kein (oder zu wenig Geld), weil sie am Ende des Monats zurücklegen wollen, was übriggeblieben ist. In der Regel machen sie die Erfahrung, dass nichts übriggeblieben ist. So ähnlich verfahren die meisten Menschen auch mit ihrer Zeit. Sie erledigen zunächst all die (teils vermeintlich) dringenden Dinge, und kommen dadurch nicht mehr dazu an den wichtigen Themen zu arbeiten, die sie ihren Zielen näherbringen.

Ich habe mich mehrere Jahre intensiv mit Zeit- und Selbstmanagement beschäftigt. Wenn ich aus alle den Tipps und Tools eine einzige Sache auswählen sollte, die den größten positiven Effekt auf unsere Ziele hat, dann ist es genau die, die uns auch hier weiterhilft: Termine mit sich selbst.

Manche nennen es „Stille Stunde“, andere „Blockzeit“. Ich nenne es gerne einen „Termin mit uns selbst“. Mehrmals pro Woche sollten wir einen Zeitblock einrichten, an dem wir ungestört an unseren Zielen arbeiten. Und „ungestört“ heißt „ungestört“. Keine Telefonate, keine E-Mails, keine offene Bürotür.

Natürlich taucht die Frage auf, wie oft soll ich einen solchen „Termin mit mir selbst“ einrichten. Das hängt von vielen Faktoren ab: vom Job, vom Arbeitsumfeld, von der Höhe der Ziele, etc. Als Richtmaß für den Anfang könnten drei Blöcke á 2 Stunden pro Woche gelten. Viele Menschen sind erstaunt darüber, was man in 6 Stunden ungestörter Arbeit alles erreichen kann.

Als Antwort auf diesen Vorschlag höre ich oft: „Das geht bei mir nicht“. Stellen wir uns besser die Frage: „Wie kann ich es möglich machen?“ Ein Kollege übernimmt in dieser Zeit die Anrufe (und Sie tun es später für ihn). Mails werden danach beantwortet (E-Mail-Benachrichtigung unbedingt ausschalten: kein Ton, kein visuelles Signal). Zeiten nutzen, in denen typischerweise eher weniger los ist.

Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Ich stehe beispielsweise jeden Morgen um 4:30 auf. Zwischen 05:00 Uhr und 07:00 Uhr kommen selten Anrufe. Diesen Artikel schreibe ich gerade im Zug. Aber da sind wir wieder beim Thema Disziplin. Wie wichtig ist uns das Erreichen unserer Ziele wirklich? Was sind wir bereit, dafür zu tun.

Fazit

Zeit- und Selbstmanagement ist eine Frage des Systems:

  1. Herunterbrechen der Jahresziele auf Wochenziele
  2. Festlegen der notwendigen Aktivitäten, um die Wochenziele zu erreichen
  3. Sicherstellen, dass diese Aktivitäten auch umgesetzt werden

Klingt einfach? Ist es auch. Die entscheidende Frage ist: Haben wir die Disziplin, ein solches System umzusetzen. Sprechen wir uns in einem Jahr wieder. Ich bin gespannt zu hören, was sich in Ihrem Leben verändert hat.

Zeitmanagement ist für Sie eine echte Herausforderung? Besuchen Sie doch den entsprechenden Dale Carnegie Kurs – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Mit den besten Grüßen,

Ihr Andreas Iffland

Andreas Iffland

Unter den ca. 3.000 Dale Carnegie Trainern weltweit gehört Andreas Iffland zu den 30 Carnegie-Mastern, die für die Trainerausbildung verantwortlich sind. Seit 2002 hat er mit Kunden, Teilnehmern und Trainer aus allen Kontinenten gearbeitet. Seine mehr als 25-jährige Tätigkeit in Sales und Sales Management sind der Grund dafür, dass neben der Trainerausbildung Verkaufstrainings sein Spezialgebiet sind.

So erreichen Sie Ihre Ziele 2018…

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

„Sagen Sie mal Herr Iffland, wie kann ich in der mir zur Verfügung stehenden Zeit mehr Aufgaben erledigen?“

Das hat mich einmal ein Seminarteilnehmer gefragt. Nun, diese Frage ist ja durchaus berechtigt. Wer macht nicht die Erfahrung, dass es heutzutage gilt, immer mehr Aufgaben immer schneller mit immer weniger Ressourcen zu erledigen. Wenn man den Satz nun einmal genauer analysiert, dann stellen sich verschiedene Fragen:

  • Wie ist denn die ‚mir zur Verfügung stehende’ Zeit definiert?
  • Was heißt ‚mehr’? Im Vergleich wozu?
  • Ist ‚mehr’ eigentlich ein relevantes Maß?

In Zeiten ständiger Erreichbarkeit verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit immer mehr. Viele Selbstständige unterscheiden hier inzwischen ohnehin nicht mehr. Wir wollen in diesem Beitrag die Frage einmal umformulieren:

„Wie kann ich möglichst viel erreichen?“

In dieser umformulierten Frage geht es weniger um die Dinge, die ich tue, als vielmehr um die Ergebnisse, die ich durch diese Tätigkeiten erziele. Menschen, die mit ihrem Zeit- und Selbstmanagement nicht zufrieden sind, mangelt es oft an einem oder mehreren der folgenden Punkte:

  • Klarheit über die Ziele
  • Verknüpfung der Aktivitäten mit diesen Zielen
  • Disziplin

Hier geht es nun vor allem um die ersten beiden Aspekte: Klarheit der Ziele sowie die Verknüpfung unserer Aktivitäten mit diesen Zielen. Betrachten wir doch einmal als Planungshorizont ein Jahr. Das ist ein Zeitraum, für den in den meisten Unternehmen die Ziele für die einzelnen Mitarbeiter definiert sind: Umsatzziele, Abschluss eines Projekts, Erwerb einer bestimmten Fähigkeit, usw. Oft gibt es nur ein oder zwei, manchmal 4 Gespräche pro Jahr, in denen der Vorgesetzte und der Mitarbeiter besprechen, wie es mit dem Grad der Erreichung dieser Ziele ausschaut.

Nur zu oft kommt man gemeinsam zum Ergebnis, dass die Ziele „nicht ganz“ erreicht wurden oder unterjährig, dass man nicht „on track“ ist. Es wird die ein oder andere Maßnahme besprochen, in der Hoffnung, dass es beim nächsten Gespräch besser aussieht.

„Hope is not a Strategy“

Allzu oft bleibt es leider bei der Hoffnung. Die meisten Zeitmanagement-Experten sind sich einig, dass die Woche ein vernünftiger Planungshorizont ist. Und um zu messen, ob wir „on track“ sind, bedarf es nicht des Gesprächs mit einem Vorgesetzten. Letztlich ist jeder der Chef seiner eigenen „Ich AG“. Wir sind der CEO unseres eigenen Unternehmens, das aus uns alleine besteht.

Wie können wir nun sicherstellen, dass dieses Ein-Mann-Unternehmen seine Ziele erreicht? Das Lesen Sie in Teil 2 meines Beitrags am 17. Januar 2018.

Weitere hilfreiche Tipps zum Thema Zeitmanagement bekommen Sie hier.

Alles Gute und bis bald,

Ihr Andreas Iffland

Andreas Iffland

Unter den ca. 3.000 Dale Carnegie Trainern weltweit gehört Andreas Iffland zu den 30 Carnegie-Mastern, die für die Trainerausbildung verantwortlich sind. Seit 2002 hat er mit Kunden, Teilnehmern und Trainer aus allen Kontinenten gearbeitet. Seine mehr als 25-jährige Tätigkeit in Sales und Sales Management sind der Grund dafür, dass neben der Trainerausbildung Verkaufstrainings sein Spezialgebiet sind.

Entrepreneur oder Manager?

Liebe Leserinnen und Leser,

Entrepreneuership zu definieren ist eine echte Herausforderung –  „Unternehmertum“ kann man jedoch noch am ehesten als Synonym verwenden. Lassen Sie es mich mit einem Vergleich veranschaulichen…

Klassisch gibt es den Manager in seiner Funktion als „Unternehmens-Verwalter“, der Prozesse steuert und dafür sorgt, dass alle Aufgaben erledigt sind. Der Entrepreneur hingegen hinterfragt und verändert im Rahmen des Innovationsprozesses bestehende Strukturen – er verwirklicht neue Ideen. Dabei wird Bestehendes durch Neuordnung und analytisches Verständnis des Marktes in erfolgreiche Innovationen umgesetzt.

Genau das brauchen Unternehmen, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Doch was bedeutet das und wie lässt sich Entrepreneurship verwirklichen?

Wer unternehmerisch handelnde Mitarbeiter will, muss diese auch unternehmerisch mitarbeiten lassen. Geplante Aktionen werden dann nicht nur praxisorientierter und facettenreicher, sondern auch engagierter umgesetzt. Ein schöner Nebeneffekt ist die sinkende Fluktuation: was ein Mitarbeiter selbst geschaffen hat, lässt er nicht mehr im Stich.

Eine spannendes Ergebnis liefert dazu auch eine Haufe-Studie, bei der knapp 12.000 Mitarbeiter aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden:

  • 84 Prozent wünschen sich mehr Mitsprachemöglichkeiten bei Unternehmensentscheidungen.
  • 77 Prozent der Befragten wären zudem motivierter, wenn sie mehr einbezogen würden.
  • Und 73 Prozent glauben, dass die eigene Firma erfolgreicher wäre, wenn sich die Mitarbeiter stärker einbringen könnten.

stickies-2764648_640Mein Tipp für das neue Jahr – lassen Sie Ihren Mitarbeitern mehr Freiraum, übergeben Sie Verwantwortung und beziehen Sie Ihr Team mit ein. Sie sparen sich nicht nur eine teure Unternehmensberatung – Sie werden auch viel Dankbarkeit und Engagement zurückbekommen.

Mehr zum Thema Innovation und Mitarbeitermotivation lesen Sie auch in unserem kostenlosen Whitepaper auf unserer Website.

Mit den besten Grüßen für einen erfolgreichen Start ins Jahr 2018

Ihr Uwe Göthert

Von weihnachtlicher Hektik und motivierendem Arbeitsklima…

Liebe  Leserinnen und Leser,

gerade in der Weihnachtszeit bestimmen Hektik und Stress unseren Arbeitssalltag.  Wir sollten dabei jedoch nicht vergessen, dass unsere Arbeit und auch der Umgang mit den Kollegen unser Leben mitbestimmen – nicht nur in der Arbeitszeit, sondern auch weit darüber hinaus:

  • Wer sich in der Arbeit überfordert fühlt, möchte sich zuhause nur noch ausruhen, bestenfalls sich vom Fernsehprogramm berieseln lassen.
  • Hat man Probleme und gar Streit mit den Kollegen, möchte man daheim von zwischenmenschlichen Problemen verschont bleiben, sich beispielsweise nicht auch noch um die Erziehung der Kinder oder die Sorgen des Partners kümmern.

Wären also die Vorraussetzungen am Arbeitsplatz besser, dann wäre auch unsere Freizeitgestaltung und unser Privatleben ein anderes. Das heißt: Ihre Freizeitwünsche (und indirekt auch die Ihrer Familie oder Freunde) werden von dem beeinflusst, was Sie bei der Arbeit erleben.

Wenn Sie das Arbeitsklima als schlecht empfinden, sollten Sie diese Erkenntnis als Motivation sehen, sich für Verbesserungen einzusetzen! Trotz Hektik und Stress können Sie sich mit ganz einfachen, alltäglichen Dingen für mehr Zufriedenheit und eine bessere Work-Life-Balance einsetzen:

  • Gute Umgangsformen
  • Klare, direkte und kontinuierliche Kommunikation
  • Sinnvolle Informationsstrukturen
  • Lob und Wertschätzung gegenüber den Kollegen
  • Ein offenes Ohr für andere haben

Mehr zum Thema „Erfolgreiche Kommunikation“ finden Sie hier in in unserem E-Book.

Nehmen wir also Weihnachten als Fest der Menschlichkeit und Freude zum Anlass und versuchen, das Arbeitsklima positiv zu verändern. Letztendlich haben Sie dann nämlich ein noch schöneres Fest mit unserer Familie.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Frohe Weihnachten und erholsame Feiertage.

Ihr Uwe Göthert

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