Blog-Beiträge

Konflikte offen ansprechen und konstruktiv lösen

Konflikte gehören zu unserem Alltag dazu. Sobald Menschen aufeinandertreffen und die Meinungen, Erwartungen oder Handlungen auseinander gehen, können Konflikte entstehen.

Oft sind es Kleinigkeiten, die sich mit der Zeit anhäufen und deshalb letztlich mit einem großen Knall zur Eskalation führen. Spitzt sich ein Konflikt zu, können irgendwann beide Seiten nur noch verlieren.

Dabei sind Konflikte per se nichts Schlechtes, denn sie bieten die Möglichkeit, unterschiedliche Standpunkte offenzulegen. Das wiederum kann den Anstoß geben, Dinge zu überdenken und – falls Handlungsbedarf festgestellt wird – gegebenenfalls zu verändern. Wenn ein Konflikt in seiner Anfangsphase erkannt und angesprochen wird, ist es durchaus möglich, daraus ein Win-Win zu machen.

Doch wie spreche ich einen Konflikt an, ohne den anderen dabei zu verletzen?

Die Struktur SAG ES kann helfen, Emotionen „herunterzukochen“ und dafür sorgen, dass alle Beteiligten an einer Lösung arbeiten:

  • S  Sichtweise schildern: „Ich warte noch auf deinen Input zum Projekt XY.“ – neutral
  • A  Auswirkungen beschreiben: „Wir können die Deadline nicht einhalten.“ – neutral
  • G  Gefühle benennen: „Deshalb bin ich verärgert.“ – subjektiv
  • E  Erfragen, wie der andere die Sache sieht: „Wie siehst du das?“
  • S  Schlussfolgerung ziehen: „Welche Idee hast du zur Lösung?“

Mit Sachlichkeit zur Lösung

Wichtig ist, dass Sie Ihre Sichtweise der Situation sowie deren Auswirkungen neutral und sachlich beschreiben. Verallgemeinerungen wie „immer“ und „nie“ wirken wie ins Feuer gegossenes Öl auf Ihren Gesprächspartner und beschreiben den aktuellen Fall nicht korrekt. Selbst wenn es in der Vergangenheit immer wieder ähnliche Gegebenheiten gab, sollten Sie sicherstellen, dass Sie nur über die aktuelle Situation sprechen. Denn diese zu lösen steht im Vordergrund!

Gefühle beider Seiten würdigen

Ihre Gefühle zu benennen, also offen zu sagen, was der Umstand in Ihnen auslöst, ist wichtig, um selbst wahr- und anzunehmen, was in Ihnen gerade vorgeht. Unterdrückte oder unkontrollierte Gefühle wirken im Konflikt in der Regel destruktiv. Bewusst und kontrolliert benannte Gefühle hingegen sorgen für Klarheit und Authentizität, sodass Ihr Gegenüber weiß, wo Sie gerade stehen und worum es Ihnen wirklich geht.

Beim Erfragen der Sichtweise Ihres Gegenübers bekommen Sie die Möglichkeit zu neuen Einsichten. Und vielleicht hatten Sie bisher gar nicht alle Informationen. Eventuell können Sie so auch den Standpunkt Ihres Gegenübers nachvollziehen.

Um eine nachhaltige Schlussfolgerung zu ziehen, ist es hilfreich, wenn die Lösung von Ihrem Gegenüber kommt. Hier müssen Sie eventuell etwas Hartnäckigkeit zeigen und wiederholt nachfragen. Der Vorteil, wenn der Lösungsvorschlag vom anderen kommt, ist eine größere Bereitschaft, diesen umzusetzen, als wenn er von Ihnen kommt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen konstruktive Konfliktlösungen im neuen Jahr!

MPrick

 

Herzlich

Miriam Buonaventura

Dale Carnegie Business Coach

Die Macht der Emotionen

Zum Thema Emotionen bietet uns die Literatur unzählige, teils widersprüchliche Meinungen. Lassen Sie uns gemeinsam etwas Licht ins Dunkel bringen.

Welche Arten von Emotionen gibt es?

Es gibt positiv-assoziierte Emotionen wie Begeisterung, Stolz, Mut, Anerkennung, Respekt, Stärke und Fröhlichkeit. Und es gibt negativ empfundene Emotionen, wie Angst, Trauer, Wut, Neid, Eifersucht, Gier, Sorge, Überforderung und Frustration.

Was sind überhaupt Emotionen?

Per Definition sind Emotionen ein „psychisches Phänomen, das durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung eines Ereignisses oder einer Situation ausgelöst wird.“ Wir nehmen also etwas im Außen wahr und darauf basierend entstehen in unserem Körper Emotionen.

Allerdings entsteht nicht bei jedem Menschen die gleiche Emotion aufgrund des gleichen Ereignisses. Das gleiche Ereignis, die gleiche Nachricht, kann bei zehn Menschen zu zehn verschiedenen emotionalen Reaktionen führen. Jeder von uns hat in der Vergangenheit individuelle Erfahrungen gemacht und persönliche Glaubenssätze entwickelt, die die eigene emotionale Reaktion beeinflussen.

„Entscheidend für unser Wohlbefinden sind also nicht die äußeren Umstände, sondern unsere subjektive Bewertung der Situation.“

so Prof. Dr. Waldemar Pelz, Experte für Führungspsychologie

Zwischen der äußeren Situation und der Emotion steht also unsere persönliche Bewertung. Diese ist wiederum das Ergebnis unserer vorhergehenden Erfahrungen.

Die gute Nachricht ist: Wir sind äußeren Umständen nicht hilflos ausgeliefert, da diese nicht direkt für unser Empfinden ausschlaggebend sind. Wir haben es selbst in der Hand, die Situation zu bewerten.

Nehmen wir das Beispiel einer Kündigung: Mitarbeiter A war nach jeder früheren Kündigung mindestens zehn Monate arbeitslos und hat zahlreiche Bewerbungen schreiben müssen, um wieder eine Anstellung zu finden. Mitarbeiter B hat die Erfahrung gesammelt, mit seiner Qualifikation immer sofort unkompliziert wieder einen Job zu finden und in jeder Anstellung eine Menge neuer Fähigkeiten zu erlernen. Seine Komfortzone hat sich dadurch stark erweitert und sein Selbstbewusstsein ist gestiegen.

Wenn nun das äußere Ereignis „Kündigung“ stattfindet, wird es in Mitarbeiter A und Mitarbeiter B folglich völlig unterschiedliche Emotionen auslösen, da beide Personen die Situation anders bewerten. Mitarbeiter A als großes Drama, Mitarbeiter B als Chance auf Weiterentwicklung.

Ebenso ist es, wenn eine Beziehung endet: Der eine empfindet es als Weltuntergang, weil er vielleicht den Glaubenssatz hat, sein Leben alleine nicht schaffen zu können. Und der andere wird die Beziehung nochmals reflektieren, verarbeiten, dankbar zurückblicken und dann nach vorne schauen.

Wie wir auf etwas reagieren, hängt also mehr von uns, unserem Selbstwert, unseren Erfahrungen und Glaubenssätzen – unserem „Mindset“ ab, als von der Situation.

Können andere Menschen Gefühle in uns „einbauen“?

Wie ist es beispielsweise mit dem Satz „du machst mich immer so wütend!“? Ist dieser Satz wahr? Wahr ist, unser Gegenüber macht etwas, bringt zum Beispiel den Müll nicht runter. Alles andere ist Interpretation. Als Bemerkung könnte ich also stattdessen auch sagen „das ist ja interessant!“. Dies wäre neutraler als „du machst mich immer so wütend“. Die neutrale Reaktion setzt jedoch eine gewisse Reife und Selbstreflektion voraus. Damit begeben wir uns auf die Metaebene und beobachten die Situation und die eigenen Emotionen. Wir übernehmen die Verantwortung für die eigenen Emotionen und die Situation kann danach viel gelassener besprochen werden. Für unsere Emotionen sind wir selbst verantwortlich. Niemand kann sie in uns „einbauen“. Der andere kann sie nur auslösen, weil sie sowieso schon da waren.

Schauen wir uns das noch einmal genauer an.

Wie können wir mit unseren negativen Emotionen umgehen?

Es gibt grundsätzlich drei Arten, mit Emotionen umzugehen.

  1. Wir agieren sie aus. Sind wir wütend, brüllen wir unser Gegenüber an, um uns vermeintlich besser zu fühlen. Wir wollen dem anderen mitteilen, dass wir Recht haben und er Unrecht. Wir wollen die schlechten Gefühle los werden. Das führt dazu, dass die Energie der Wut nun zusätzlich auch noch beim anderen hängt. Energie löst sich nicht einfach auf, sie kann nur ihren Platz oder ihre Form verändern. In diesem Fall hat sie sich  auf unser Gegenüber ausgedehnt. Der andere wird sie, wenn er nicht ganz bewusst agiert, im Laufe des Tages an weitere Personen weitergeben.
  2. Wir verdrängen sie. Wir reden uns ein, dass wir über den Dingen stehen und uns „so eine Kleinigkeit“ doch gar nicht wütend macht. Die unterdrückte Wut bleibt, wo sie ist, nämlich in unseren Zellen und wir überspielen dies mit guter Laune. Platz und Form sind gleichgeblieben, die Wut ist weiterhin bei uns, hat sich nur versteckt. Sie zieht von ihrem Versteck aus weitere Situationen an, in denen sie wieder hervor kommen und sich zeigen kann.
  3. Wir beobachten und fühlen die Wut. Dies ist die einzige Vorgehensweise, bei der wir selbst Verantwortung für unsere Emotion übernehmen. Denn die Wut wie auch alle anderen Emotionen sind unsere Energie. Der andere kann sie, wie oben beschrieben, nur wecken, er kann sie nicht in uns „einbauen“.

Sind wir für die negativen Emotionen anderer verantwortlich?

Als bewusste, empathische Menschen sollten wir immer bemüht sein, mit anderen Menschen auf wertschätzende und verständnisvolle Weise zu interagieren. Es ist immer gut, nicht nur die eigene Sichtweise, sondern auch die des Gegenübers zu kennen und verstehen zu wollen (Dale Carnegie Empfehlung Nr. 17: Versuchen Sie aufrichtig, die Dinge vom Standpunkt der anderen aus zu sehen).

Gleichermaßen richtig ist, dass wir manchmal noch so einfühlsam und vorsichtig vorgehen können und der andere sich dennoch angegriffen fühlt. Dies wird, wie oben beschrieben, nicht durch die Situation mit uns ausgelöst, sondern dadurch, dass unser Gegenüber seine Bewertungen nach seinen Erfahrungen und Glaubenssätzen trifft und damit in ihm alte Emotionen angetriggert werden. Dies geschieht in Bruchteilen von Sekunden und es bedarf viel Achtsamkeit, diese Emotionen wahrzunehmen und zu verwandeln.

Es gilt also beides gleichermaßen: Im Umgang mit anderen sollten wir so wertschätzend wie möglich agieren. Zur gleichen Zeit ist jeder von uns für seine Emotionen und deren Verwandlung selbst verantwortlich.

Prof. Dr. Waldemar Pelz sagt dazu: „Emotionen haben einen entscheidenden Einfluss auf das Arbeitsklima und somit die Leistung in einem Unternehmen, einer Abteilung oder einem Team. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob die Zusammenarbeit einerseits von Emotionen wie Zuversicht, Entschlossenheit, Teamgeist und Begeisterung oder andererseits von Gefühlen der Feindseligkeit, Aggression, Gleichgültigkeit oder Frustration geprägt ist. Daher können positive Emotionen die Arbeitsproduktivität um ein Vielfaches steigern.“

Lassen Sie uns in diesem Sinne achtsam dafür sein, was wir nach außen ausstrahlen und unsere Verantwortung dafür übernehmen.

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Herzlich

Nicole Jantzen

Dale Carnegie Business Coach

Jung versus Alt: Generationen-Konflikte vermeiden

Nur alt und jung zu betrachten, wäre zu kurzgefasst.

In deutschen Unternehmen befinden sich aktuell vier Generationen. Jede Generation ist in einem anderen Klima aufgewachsen, hat dadurch einen anderen Fokus, andere Werte, Ziele und Prioritäten.

Da sind zuerst die Babyboomer, die Mitte der 40er bis Mitte der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts geboren wurden. Ihr Lebensinhalt ist die Arbeit. Sie sind bereit, viel zu leisten, sie sind angepasst und ihr Fokus ist die Karriere. Ansehen, Geltung und Privilegien kommen in ihrem Weltbild durch fortgeschrittenes Alter. 

Die Generation x (Mitte der 60er bis Ende der 70er Geborene) sieht die Arbeit noch als wichtigen Lebensinhalt, jedoch mehr als „Mittel zum Zweck“ für ein gutes Privatleben. Man sagt ihr nach, sie sei eher schnell gestresst.

Generation y, die Ende der 70er bis Ende der 90er Geborenen, auch Generation ME genannt (da sich alles um sie selber dreht), priorisiert erst das Privatleben, dann die Arbeit. Aufgewachsen in einem sicheren Umfeld, rückt die Freizeit komplett in den Vordergrund.

Macht die Arbeit Freude, wird diese auch gerne mal in der Freizeit erledigt, denn man schreibt ja auch private Mails, Nachrichten und Posts in der Arbeitszeit. Die Grenzen verschwimmen, die Flexibilität steigt, man arbeitet gern im Homeoffice und am besten zu Zeiten, die einem gut in die Work-Life-Balance passen. Dann ist man auch gerne kreativ, innovativ und versucht neue Ansätze.

Diese Generation, auch Generation „why“ genannt, ist außerdem sehr beschäftigt mit der Suche nach dem Sinn des eigenen Lebens und der eigenen Selbstverwirklichung.

Seit 2000 gibt es die Millenials, Generation z, oder auch die „die mit dem Daumen tippen“. Sie gehen den Weg der freien Entfaltung weiter. Sie wollen interessante Aufgabenstellungen, innovativ sein und Dinge ausprobieren dürfen und neuartige, unkonventionelle Lösungen präsentieren. Ansehen und Autorität ergibt sich hier durch Leistung, und es ist egal, wo und auf welchem Wege diese erbracht wurde.

Unterschiedliche Arbeitseinstellungen der Generationen fördern Schwierigkeiten

Die größte Herausforderung bei der Zusammenarbeit der Generationen sehen laut einer karriere.de Umfrage von 2012 36 Prozent der Befragten in der unterschiedlichen Arbeitsmoral und der Einstellung zur Work-Life-Balance. 18 Prozent sehen Probleme in der Kommunikation zwischen den Generationen und für weitere 17 Prozent ist ein unterschiedliches Technologieverständnis eine Hürde für Entscheidungen.

Wie kann man diese Vielfalt von Bedürfnissen, Moral-Vorstellungen, Kommunikationsstilen und Hintergrundwissen nun so organisieren, dass es nicht nur nicht zu Reibungsverlusten und ständigen Diskussionen kommt, sondern, dass sich sogar noch Synergie Effekte ergeben?

Manuel Rodriguez, Vice President von Aba Technologies sagt dazu:

 

„Als Arbeitgeber muss einem klar sein, dass man die Spezifika der Generationen nicht ändern kann“

 

Erfolgreiche Zusammenarbeit durch Kooperation und Reflektion

Es macht also keinen Sinn, alle Generationen auf ein Level bringen zu wollen.

Vielmehr ist viel Verständnis gefragt. Es geht darum, sich gegenseitig zu verstehen, zu kooperieren und zu befruchten.

Die älteren Generationen dürfen z.B. zurückdenken an die Zeit, in der auch sie gegen aktuelle Konventionen rebelliert haben.

Auch hier und gerade hier im Speziellen gelten die Empfehlungen, die Dale Carnegie bereits vor gut 100 Jahren gegeben hat. Beispielsweise seine Empfehlung Nr. 4: „Interessieren Sie sich aufrichtig für andere“.

Nur wenn wir uns wirklich für unser jüngeres oder älteres Gegenüber interessieren und diesem völlig offen und wertschätzend gegenüberstehen, können wir Verständnis für dessen Position und Argumente aufbringen.

Interesse zeigen und zuhören

Wir können aufhören, die anderen Standpunkte zu kritisieren (Dale Carnegie Empfehlung Nr. 1) und stattdessen einmal aufmerksam und empathisch zuhören, was der andere zu sagen hat. Auch „seien Sie ein guter Zuhörer“ hat uns Dale Carnegie bereits als seine Empfehlung Nr. 7 mit auf den Weg gegeben. Und das ist in der heutigen Zeit noch viel mehr erforderlich, als zu irgendeiner anderen Zeit. Da uns die Welt des anderen so fremd vorkommt, müssen wir uns diese unvoreingenommen von einem Generationen-Native erklären lassen.

Sind wir klug, dann begegnen wir anderen Sichtweisen aus anderen Altersgruppen mit Toleranz und Respekt und kommunizieren auf Augenhöhe. Nur so entstehen zwischenmenschliche Beziehungen, die ein gutes Arbeitsklima fördern und in der sich alle gesehen und wertgeschätzt fühlen.

Vielfältigkeit ist der Schlüssel zum Teamerfolg

Für manche Probleme werden vielleicht mehr Eigenschaften eines Babyboomers benötigt, wie etwa langes, ausdauerndes Beschäftigen mit einer Aufgabe, für ein anderes Problem bedarf es wiederum viel Innovationsfreude, Kreativität und Ergebnisoffenheit.

Hat jemand, egal welchen Alters und egal auf welchem Weg, eine gute Lösung für eine Aufgabe gefunden, darf auch gerne ehrliche und aufrichtige Anerkennung geäußert werden (Dale Carnegie Empfehlung Nr. 2). Das motiviert in jedem Alter.

Stimmt die (offene, wertschätzende, wohlwollende) Einstellung, kann das Teamwork mit verschiedenen Generationen eine sehr spritzige, innovative Angelegenheit sein, die allen viel Spaß macht.

Gute Führung erfordert Sensibilität

Speziell, wenn „Jung“ „Alt“ führt, ist Fingerspitzengefühl gefragt.

Eine aktuelle Studie der Universität Luxemburg belegt, es „gibt (zu) wenig Interaktion zwischen den Generationen in deutschen Unternehmen. In den meisten Unternehmen herrschen noch Hierarchiestufen nach dem Senioritätsprinzip „Alt führt Jung“.

Das kann schnell mal zu Unmut und Irritation, im Extremfall auch schon mal zu Feindseligkeit führen, auch und gerade, wenn es umgekehrt ist und plötzlich Jung Alt führt.

In beiden Fällen prallen die unterschiedlichen Vorstellungen zur Arbeitsweise, zu den Werten und auch zu Führungs- und Kommunikationsstilen aufeinander.

Vordergründig mag man um sachliche Konflikte diskutieren. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter oft ein Machtkampf um die Richtigkeit von Werten, Meinungen und Überzeugungen.

Einen Konsens der Meinungen zu erzielen, ist oft nicht möglich.

Verschiedene Meinungen kann man nur interessiert und ebenbürtig nebeneinanderstehen lassen.

Auch hierzu hat Dale Carnegie eine klare Meinung. Empfehlung Nr. 11 lautet: „Achten Sie die Meinung anderer. Sagen Sie nie: Sie haben Unrecht“.

Und um auf der sachlichen Ebene schnell zu einer effektiven Lösung zu kommen, empfiehlt er: „Vermeiden Sie unnötige Auseinandersetzungen. Nutzen Sie Ihre Energie besser, um Lösungen zu finden.“

Hier sollte man sich innerhalb eines respektvollen Umgangs miteinander, stets auf die Lösung fokussieren und dabei das Beste aus allen Generationen nutzen.

Das wird umso besser funktionieren, je mehr sich die Parteien nicht auf das Aufblähen des eigenen Egos konzentrieren, sondern auf die beste Lösung.
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Herzlich

Nicole Jantzen

Dale Carnegie Business Coach

 

 

Achtsamkeit im Alltag

Der „normale“, nicht achtsam gelebte Tag, sieht ungefähr so aus:

Wir stehen auf, trinken wie jeden Morgen unseren Kaffee, ziehen uns wie ferngesteuert an und fahren die gleiche Strecke wie jeden Tag zur Arbeit. Wir nehmen weder die Blumen und Käfer am Wegesrand wahr, noch sehen wir die Gesichter der Menschen, denen wir auf dem Weg begegnen. Wir erledigen unsere Arbeit und unser Abendprogramm, versuchen irgendwie alles zu schaffen und fallen abends todmüde ins Bett. Aus solch unbewusster Routine kann schnell ein Jahr oder auch ein ganzes Arbeitsleben werden.

Per Fernsteuerung durchs Leben

Das Leben rast an uns vorbei und am Ende der durchschnittlichen 80 Jahre Lebenszeit haben wir das Gefühl, „oh, das ging aber schnell vorbei!“.

Das Gefühl eines solchen Lebens ist eher lau und eintönig, oft auch gestresst. Wir wissen oft nicht, warum wir reagieren, wie wir es tun. Automatische Programme laufen ab, wir handeln aufgrund alter Glaubenssätze und folgen stereotypen Verhaltensmustern, die wir irgendwann einmal gelernt haben und aufgrund von Schutzmechanismen, die wir uns einmal angeeignet haben. Wir sagen oft „ja“ statt „nein“, um anderen zu gefallen und machen Dinge, die uns nicht guttun. Am Ende haben wir ein Leben gelebt, das nicht unseres war und haben nicht unser bestes „Ich“ zum Ausdruck gebracht.

Wie können wir das Steuer übernehmen?

Was heißt es nun, unser Leben durch Achtsamkeit in eine neue, aufregendere Richtung zu lenken?

Zuallererst einmal heißt es, bewusst beobachtend und interessiert durch den Tag zu gehen. Dabei können wir unsere Aufmerksamkeit auf viele verschiedene Ebenen richten. Da wären z.B. die eigenen Gedanken, Gefühle, Worte und Verhaltensweisen sowie das Leben der eigenen Werte.

Dabei werden wir so manches Mal denken „interessant, was es hier in mir denkt“, oder „interessant, wie ich hier gleich wütend werde. Wo das wohl her kommt?“. Oder auch „interessant, immer wenn jemand diesen Knopf bei mir drückt, handle ich so…“.

Werte wirklich leben

Ich kann meinen Fokus beispielsweise jede Woche auf etwas anderes legen. Lassen Sie uns im ersten Schritt einmal auf die Werte fokussieren:

Wir könnten folgendermaßen vorgehen. Wir könnten uns an einem Wochenende mal unsere wichtigsten Werte aufschreiben. Bspw. Mitgefühl, Fleiß, Geduld (wenn wir nach „Werte“ googlen, bekommen wir eine lange Liste hierzu). In der darauffolgenden Woche richten wir dann all unsere Achtsamkeit und Aufmerksamkeit darauf zu schauen, ob und wo wir diese Werte im Alltag leben. Vielleicht stellen wir erstaunt fest, dass wir zwar klare Werte haben, aber diese selber gar nicht leben, sondern im Gegenteil, sogar dagegen verstoßen.

Ein Beispiel zum Wert Ehrlichkeit: Viele Menschen sagen, was sie an anderen Menschen am meisten störe, sei Unehrlichkeit und Betrug. Wer hier mal eine Woche (oder auch einen Monat) dafür aufwendet, hinzuspüren, könnte wahrnehmen, dass wir selber auch nicht immer ehrlich zu anderen, und vor allem auch nicht zu uns selbst sind. Oft machen wir uns selbst was vor, um weiter in unserer Komfortzone verweilen zu können und nichts ändern zu müssen.

Beispielhaft sind hier Sätze wie „das passt schon mit meiner Gesundheit“, obwohl die Schmerzen immer schlimmer werden, oder „die Beziehung zu meinem Partner läuft schon“, wenngleich Machtkämpfe an der Tagesordnung sind oder auch „die Arbeit ist schon ok“, obwohl man schon längst innerlich gekündigt hat. Experten gehen von 20 bis 200 Lügen pro Person und Tag aus.

Betrachten wir den Wert „Ehrlichkeit“ nochmal unter einem anderen Aspekt. Manch einer mag denken, er lebt diesen Wert nun wirklich schon sehr gut. Bei achtsamer Betrachtung stellt er aber nun fest, dass er zwar das Herz auf der Zunge trägt, aber damit andere auch verletzt. Dieser könnte nun seine Aufmerksamkeit darauf richten, immer wenn er seine Wahrheit sagt, diese wirklich aus dem Herzen heraus und empathisch zu formulieren.

Hinsichtlich unserer Werte-Liste ist es also wichtig zu schauen, ob und wie wir diese von uns angestrebten Werte tatsächlich leben. Bei einer Diskrepanz zwischen definiertem Wert und tatsächlicher Umsetzung können wir im Alltag dann bei der nächsten Situation, die zu dem Thema passt, alle Achtsamkeit auf die Umsetzung legen. Dann nähern wir uns einem authentischen und integeren Leben und der besten Version von uns selbst.

Was fühlen wir da eigentlich?

Ein anderer Fokus kann sein, einmal alle Gefühle zu beobachten, die wir im Laufe eines Tages fühlen.

Auch wenn wir sie nicht sehen können, sind sie dennoch existent und beeinflussen uns andauernd. Die Autopilot – Reaktion auf schlechte Gefühle ist oft entweder, diese zu verdrängen oder jemand anderes dafür verantwortlich zu machen. Wenn wir Achtsamkeit im Alltag üben wollen, so bedeutet das, überhaupt erst einmal bewusst mitzubekommen, was es in uns fühlt. Auch hier ist wieder der neutrale Beobachter in uns gefragt, der erstmal überhaupt bemerkt, wann wir uns z.B. unwohl fühlen. Gefühle können wir zwischen Bauch und Brust wahrnehmen. Haben wir das Gefühl lokalisiert, können wir eine Weile mit ihm sein, es fühlen, erforschen, ihm zuhören, was es uns zu sagen hat und es dann wieder entlassen. Wichtig ist, die eigene Verantwortung für das Gefühl zu übernehmen. Es ist unser Gefühl, der andere Mensch ruft es vielleicht gerade nur in uns hervor. Im Laufe der Zeit lernen wir uns so immer besser kennen. Wir erkennen, was schlechte Gefühle wie Wut, Traurigkeit oder Angst in uns hervorruft. Das ist die Grundlage, um auf Dauer etwas zu verändern. Wenn wir beispielsweise merken, dass wir uns im Laufe eines Arbeitstages oft nicht gut fühlen, können wir erforschen, ob wir zu den entsprechenden Situationen unsere Einstellung verändern können, oder ob wir tatsächlich etwas im Außen ändern müssen. Auf jeden Fall nehmen wir die Verantwortung, und damit die Macht über unsere Gefühle und damit unser Leben wieder zu uns zurück.

Die Macht der Worte

Das nächste, was wir achtsam beobachten können, sind die Worte, die wir verwenden.

Schon in der Bibel steht „am Anfang war das Wort“. Worte sind die Grundlage für alles, was wir erschaffen und sollten weise gewählt sein. Nutzen wir Phrasen wie „schlag mich tot“ oder „brutal gut“, so schwingt „unbewusst“ etwas Negatives mit. Wir können uns, haben wir es erstmal bemerkt, angewöhnen, andere Worte zu benutzen.

Haben wir vor, Worte zu benutzen, um etwas Negatives über andere zu sagen, sollten wir sie schon gleich gar nicht aussprechen. Wir könnten uns darauf konzentrieren, all unsere Worte durch die drei Siebe des Sokrates laufen zu lassen. „Ist das, was du sagen willst, wahr?“ „Ist es gut?“ und „Ist es notwendig, dass du es sagst“? Wenn die Worte nicht alle drei Siebe passieren können, so sind sie es nicht wert, ausgesprochen zu werden.

Worte sind wie Schwerter. Werden sie benutzt und hinterlassen Wunden, so kann es sehr lange dauern, bis die Verletzungen beim anderen heilen und oft bleibt eine Narbe. Besser ist es, schon bevor man sie ausspricht, so achtsam zu sein, um sie konstruktiv zu formulieren.

Was tue ich da eigentlich?

Was wir weiter achtsam beobachten können, sind unsere Handlungen. Wir können alle Handlungen einer Woche überprüfen und uns fragen, „Warum tue ich das?“. Vielleicht tue ich es, weil ich es schon immer so getan und es nie mehr überprüft habe. Vielleicht tue ich es, weil bestimmte Glaubenssätze darunter liegen. Beispielsweise schnipste neulich der Fahrer eines Autos einen Zigarettenstummel aus dem offenen Autofenster. An der nächsten Ampel fragte ich ihn, was es für einen Sinn mache, die Zigarette aus dem Auto zu werfen, wo sie dann jemand anders wieder aufheben müsse. Der Fahrer könnte sich nun, würde er gerade ein Achtsamkeitstraining durchlaufen, fragen, was für Glaubenssätze hinter seinem Verhalten stehen. Vielleicht sind das Sätze wie „es werden Leute für’s Aufräumen bezahlt“ oder „Mein Verhalten macht sowieso keinen Unterschied“. Und er könnte diese Glaubenssätze ersetzten durch einen neuen Glaubenssatz, wie „wenn jeder achtsam sein Verhalten beobachtet und immer das bestmögliche Verhalten wählt, macht das auf der Erde einen riesengroßen Unterschied“.

Wenn wir anfangen, achtsam zu schauen, wie wir handeln, können wir uns ein Spiel daraus machen, z.B. einmal ganz anders zu handeln und zu schauen, was passiert. Z.B. können wir mal einen völlig anderen Weg zur Arbeit wählen, jeden grüßen, der uns auf dem Weg zur Arbeit begegnet oder (im fortgeschrittenen Stadium) statt eine Reise von langer Hand zu planen, zum Flughafen fahren und den nächsten Flieger nehmen, der geht. Wenn ich so agiere, merke ich langsam, dass ich in jedem Moment völlig neu entscheiden kann und das Leben wird ein Abenteuer. Dann merke ich, dass ich vom Autopiloten umschalten kann in ein völlig selbstbestimmtes Leben.

Kleine Tricks für den Alltag

Da wir es nicht gewohnt sind, dauerhaft bewusst und achtsam zu sein, bedarf es ein paar kleiner Erinnerungshilfen. Wir können Post-Its benutzen, oder Handy-Erinnerungen, die uns z.B. einmal pro Stunde erinnern, präsent und achtsam zu sein.

Außerdem ist es hilfreich, wenn wir uns morgens einen Zettel mit dem Thema schreiben, auf welches wir heute unsere Achtsamkeit lenken möchten. Abends können wir uns dann fragen, wie oft und wie gut dies uns gelungen ist. Übung macht auch hier den Meister!

Was bringt uns also ein bewusstes, von Achtsamkeit geprägtes Leben?

Achtsamkeit gegenüber allen Details unseres Alltags macht das Leben zu einer großen Abenteuerreise, auf der wir uns immer besser kennenlernen und das Ruder unseres Lebens selbst in der Hand haben. Ein Leben, in dem wir präsent und „da“ sind, ist interessanter und macht viel mehr Spaß. Von Achtsamkeit geprägte Beziehungen sind tiefer und erfüllter. Wir können die beste Version von uns selbst leben und wenn das Leben vorbei ist, können wir darauf auch zufrieden zurückblicken.

In diesem Sinne: Viel Freude beim Experiment „Achtsamkeit“!

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Herzlich

Nicole Jantzen

Dale Carnegie Business Coach

Weltweiter Vertriebserfolg durch maßgeschneiderte Trainings

Besonders global agierende Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen, wenn es darum geht, ein erfolgreiches und nachhaltiges Personalmanagement zu etablieren. Das Vermitteln weltweit standardisierter Vertriebskonzepte stellt sich angesichts kulturell unterschiedlicher Werte und Führungskulturen oftmals als sehr anspruchsvoll dar. Um länderübergreifend eine einheitliche Unternehmenskultur aufzubauen, ist es essenziell, kulturelle Unterschiede zu erkennen und die Kommunikationsausrichtung bei der Vermittlung der Unternehmenswerte und Vertriebssysteme entsprechend anzupassen. Ökonomische Nachhaltigkeit ist im globalen Unternehmenskontext daher nur mit qualifizierten Führungskräften möglich, die bei der Vermittlung von Wissen und erforderlichen Fähigkeiten langfristig als Botschafter und Vorbilder agieren.

Den Anspruch, auf globaler Ebene nachhaltige Weiterbildung und Entwicklung für alle Mitarbeiter zu gewährleisten, hat auch die deutsche Firma WIKA. Das global agierende Familienunternehmen aus Klingenberg ist mit über 10.000 hoch qualifizierten Mitarbeitern ein weltweit führender Hersteller von Messtechnik für die Messgrößen Druck, Temperatur, Füllstand, Durchfluss und Kraft. WIKAs Erfolg beruht nicht zuletzt auf der Umsetzung eines nachhaltigen Personalmanagements.

Think global, act local – für ein einheitliches Vertriebsverständnis und langfristige Verhaltensänderungen aller Mitarbeiter

Das zentrale Unternehmensziel von WIKA, den weltweiten Vertriebserfolg weiter auszubauen, ist nur durch den Einsatz global standardisierter Konzepte und Weiterbildungsprogramme umsetzbar, an denen die Mitarbeiter aller Länder-Standorte gleichermaßen erfolgreich partizipieren können. Um ein stark lösungsorientiertes Vertriebsverständnis und langfristige Verhaltensänderungen bei den Führungs- und Fachkräften auf globaler Ebene zu erzeugen, müssen sowohl die Fähigkeiten als auch die Einstellungen aller Mitarbeiter einbezogen werden. Kein leichtes Unterfangen bei Unternehmensstandorten in über 40 Ländern mit unterschiedlichsten Kulturen.

Einen professionellen Partner für diese Herausforderung fand die WIKA-Gruppe in Dale Carnegie. Der internationale Trainingsanbieter entwickelte für den Marktführer ein maßgeschneidertes „Global Sales Excellence“ Vertriebstraining, welches je Trainingsland über einen Zeitraum von sechs bis acht Monaten an bisher 25 WIKA-Standorten von lokalen zertifizierten Trainern in den jeweiligen Landessprachen durchgeführt wurde. 

Exzellenter Vertrieb durch Einbeziehen und Förderung aller Mitarbeiter

In erster Linie ging es für WIKA darum, den weltweiten Vertriebserfolg mit dem Global Sales Excellence Programm zu steigern. Um dies zu erreichen, sollten die Vertriebskompetenzen der Mitarbeiter weiterentwickelt werden. Parallel dazu sollte sich das grundsätzliche Vertriebsverständnis unternehmensübergreifend und nachhaltig vom produktorientierten zum lösungsorientierten Verkaufen wandeln.

Kulturelle Unterschiede: eine Herausforderung bei der Vermittlung einheitlicher Werte

Um das international standardisierte Sales-Konzept für WIKA exakt an die individuellen Unternehmensbedürfnisse anzupassen, startete die Zusammenarbeit mit Dale Carnegie zunächst mit einer tiefgehenden Analysephase, in deren Verlauf Interviews mit den Projektverantwortlichen geführt wurden. Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse wurden gezielt Trainingsmodule zur Lösung der identifizierten Probleme gestaltet.

Im Zuge des Projektstarts gehörte es zu den größten Herausforderungen, alle Mitarbeiter und Führungskräfte von dem neuen und standardisierten Konzept zu überzeugen. Kulturelle Unterschiede, die anerkannt und überwunden werden mussten, spielten bei der Vermittlung des Sales-Konzeptes eine herausfordernde Rolle.

Die Führungskraft als Botschafter: Nachhaltiger Erfolg im Unternehmensalltag

Sowohl Innen- und Außendienstmitarbeiter der Vertriebsabteilungen als auch vertriebsnahe Funktionen, wie Produkt- und Marktsegment-Management, sollten mit dem Training ihre Kompetenzen ausbauen und nachhaltig Verhaltensänderungen einüben. Dale Carnegie führte mit ihnen ein modular aufgebautes Programm durch, das den inhaltlichen Fokus auf Vertriebskompetenz, Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten legte.

Um die Umsetzung der neuen Konzepte auch im Anschluss an das Dale Carnegie Training zu gewährleisten, erhielten die Führungskräfte zusätzlich ein Top-down-Leadership-Training. Hierbei war der Fokus auf Coaching-Kompetenzen ausgerichtet, damit Methodik und Wording des Trainings nachhaltig im Unternehmensalltag implementiert werden.

Ein von Dale Carnegie erstellter finaler Projektreport beinhaltete neben den Trainingsergebnissen auch detailliertes Trainer- und Teilnehmerfeedback. Auf Grundlage dieses Reports wurden von Dale Carnegie Empfehlungen für die zukünftige Umsetzung der Trainingsinhalte gegeben.

 

„Nichts Großes ist je ohne Begeisterung geschaffen worden.“

Ralph Waldo Emerson (1803-1882), US-amerik. Philosoph und Schriftsteller

 

Die Begeisterung der Mitarbeiter nach dem Training war das erste messbare Ergebnis und gleichzeitig der Grundstein für den weiteren Erfolg des Trainingsprojekts. Die offene Haltung der Mitarbeiter gegenüber dem Sales Excellence Programm sorgte dafür, dass die durch das Training neu gewonnenen Kommunikationsfähigkeiten im Tagesgeschäft stetig eingesetzt werden. Die Sales Manager haben eine wesentlich effektivere Kommunikation mit ihren Teams entwickelt. Die dadurch gewonnene Zeit wird nun für Kundenbesuche genutzt. Auch im direkten Kundengeschäft macht sich der Erfolg durch die bessere Kommunikation stark bemerkbar. Die im Dale Carnegie Training eingeübten neuen Frageprozesse werden konsequent im Kundengespräch angewendet, und die Sales-Verantwortlichen berichten von einer höheren Abschlussquote als vor dem Training sowie deutlichen Umsatzsteigerungen. Wie wichtig gute Kommunikationsfähigkeiten gerade bei schwierigen Kundengesprächen sind, zeigt ein Fall, in dem eine Beschwerde in einen neuen Auftrag von über 150.000 EUR umgewandelt werden konnte.

Das vor dem Training definierte Ziel, das interne Vertriebsverständnis vom produktorientierten zum lösungsorientierten Verkaufen umzuwandeln, konnte erfolgreich erreicht werden. Zahlreiche WIKA-Standorte verzeichnen im Anschluss an das Training deutlich höhere Gewinnmargen, weil nun der Wert der Produkte als Verkaufsargument genutzt wird und die Produkte dadurch zu höheren Preisen verkauft werden können.

Auch die internationale Unternehmenskommunikation profitiert vom Dale Carnegie Trainingsprogramm. Durch weltweit standardisierte Werkzeuge können Informationen über laufende Projekte, Kunden und Bestellungen nun wesentlich effizienter ausgetauscht werden.

Erfolgsstrategie: kontinuierliche Entwicklung auf allen Personalebenen

Damit der Erfolg des Sales Excellence Programms langfristig anhält, hat Dale Carnegie für WIKA global standardisierte Prozesse entwickelt:

  • Schaffung von drei Tools: ein Vertriebstool zur Planung der Kundenakquise, einen Coaching-Planer für die Führungskräfte intern und ein Tool zur Messung der Mitarbeiter-Performance.
  • Regelmäßige Reports der Sales Manager ans obere Management gewährleisten ein konstantes Bewusstsein für die Wichtigkeit der Trainingsinhalte bei den WIKA-Mitarbeitern. Im Rahmen dieser Reports werden die aktuellen Ergebnisse mit konkretem Bezug zu den durch das Training vermittelten Kompetenzen vorgestellt. Es wird großer Wert daraufgelegt, dass die Teams den Mehrwert des Trainings für sich klar erkennen.
  • Die Führungskräfte im Vertrieb haben ein zunehmendes Verständnis für ihre Rolle als Coach und Manager entwickelt. Bis heute ist das Coaching der Vertriebsmitarbeiter durch ihre jeweiligen Vorgesetzten der Schlüssel zum Erfolg für WIKA: Mit den Führungskräften als Botschafter werden die Inhalte aus dem Dale Carnegie Training im Tagesgeschäft verlässlich umgesetzt.
  • Um die internen WIKA-Produkttrainer optimal auf die erfolgreiche Vermittlung der erforderlichen Fähigkeiten an die Sales Teams vorzubereiten, durchlaufen diese ein von Dale Carnegie entwickeltes „Train the Trainer“-Programm.
  • Neu hinzugekommenen Mitarbeitern wird mit dem Dale Carnegie Jahresprogramm das komplette Trainingsangebot nachträglich vermittelt. So entwickeln auch die „Neustarter“ schnell ein Verständnis für die lösungsorientierte WIKA-Vertriebsstrategie und bauen die erforderlichen Fähigkeiten entsprechend aus.
  • Das Senior Management wird mit einem Leadership Excellence Programm optimal auf die Herausforderungen des anspruchsvollen Personalmanagements vorbereitet.

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Veronika Gesser

International HR Manager

Human Resources

WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG

 

 

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Uwe Göthert

CEO

Dale Carnegie

 

 

 

Zeitmanagement II – warum es nicht DAS EINE Tool gibt

Die Anforderungen, die im beruflichen sowie im privaten Alltag an uns gestellt werden, wachsen seit hunderten von Jahren.

Während die Menschen früher fast ausschließlich arbeiteten, um Nahrung zu beschaffen und deshalb den Herden hinterher zogen, wurden sie später sesshaft und bestellten die Felder mit einfachen Werkzeugen. Die Werkzeuge wurden komplizierter, es mussten Handwerker her. Über die Industrialisierung, die unzählige Arbeiter beschäftigt, geht es rasant ins digitale Zeitalter. Computer bestimmen die Welt und viele Berufe sterben aus – neue Zweige entstehen und somit ist der Mensch permanent gefordert, sich weiterzuentwickeln, um den Erwartungen von außen gerecht zu werden.

Wo es früher Spezialisten gab, ist heute der gefragt, der am besten alles kann. Und so kommt es, dass wir in der heutigen Zeit mit einer Vielzahl von Aufgaben konfrontiert werden, die idealerweise asap (so schnell wie möglich) erledigt werden sollen.

Wem es hier gelingt, seine Zeit vernünftig einzuteilen, ist zufriedener und hat noch Luft für ein erfüllendes Privatleben.

Die Frage ist also: wie können wir unsere Arbeitslast entspannter und somit effektiver angehen?

Wie bereits in unserem Artikel zum Thema Zeitmanagement im März beschrieben, ist es wichtig zu wissen, wo wir überhaupt hinwollen. Wir benötigen ein Ziel! Im nächsten Schritt gibt es unterschiedliche Methoden, die Zeit – um dieses Ziel zu erreichen – sinnvoll einzusetzen. Wir berichteten über Priorisieren, Zeiträuber, Zeitfenster und die Methode Eat the frog.

Wir müssen jedoch eines realisieren: es gibt nicht DIE EINE Methode, die für jeden von uns gleichermaßen sinnvoll ist. Was bei dem einen funktioniert, kann beim anderen schief gehen. Das liegt u.a. daran, dass es sogenannte konvergente und divergente Denker gibt.

Lothar Seiwert spricht in seinem Buch „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam“ von genau diesen Menschentypen. Zu welcher Spezies wir gehören, ist davon abhängig, ob bei uns bevorzugt die linke (konvergenter Typ) oder die rechte (divergenter Typ) Gehirnhälfte aktiv ist.

Demnach sind konvergente Menschen eher konzentriert auf Details. Sie arbeiten schrittweise, planen gerne und gehen im Allgemeinen logisch vor.

Divergente Menschen hingegen sind kreativ, suchen die Vielfalt und sehen das große Ganze.

Aufgrund dieser Erkenntnisse ist es naheliegend zu vermuten, dass beide Typen unmöglich den gleichen Arbeitsstil bevorzugen. Und genauso ist es auch beim Zeitmanagement: das Schreiben von To-Do-Listen und das Setzen von Prioritäten – für den Konvergenten: nichts leichter als das. Für den Divergenten dagegen: die reinste Qual. Dieser mag es dafür farbenfroh und erfreut sich über immer neue Tools zum Austoben: sei es ein weiterer Kalender oder Buntstifte zum Highlighten der Aufgaben. Hauptsache, er kann das Rad immer wieder neu erfinden und drohender Routine frühzeitig aus dem Weg gehen.

„Zeit haben“ ist eine Entscheidung

Einer meiner damaligen Personalchefs fragte mich eines Tages in einem Meeting: „Wie viele Stunden hat Ihr Tag, Frau Goldschmid?“. Ich war zunächst irritiert, antwortete dann aber wahrheitsgemäß mit „24 Stunden“. Ich glaube, das war genau die Antwort, die er hören wollte.

Vielleicht denken Sie jetzt, das ist provokativ. Aber hat nicht jeder von uns dieselbe Zeit zur Verfügung? Wieso nehme ich mir nicht die Zeit, die ich brauche? Unsicherheit, Ängste oder gar Bequemlichkeit könnten mögliche Ursachen dafür sein. Wenn wir das nächste Mal sagen „Ich habe keine Zeit“ sollten wir genauer in uns hinein hören und überlegen, welche Emotion wir gerade verdrängen.

Und was ist, wenn die Zeit nicht ausreicht? Wenn ich mehr als 24 Stunden bräuchte?

Früher ging es mir häufig so, dass ich mir ellenlange To-Do-Listen geschrieben habe und regelmäßig unzufrieden – wenn nicht gar frustriert – war, wenn ich abends völlig erschöpft feststellen musste, dass ich nicht annähernd das geschafft hatte, was ich mir morgens hochmotiviert vorgenommen hatte.

Bis ich eines Tages dazu überging, mir im Vorfeld zu überlegen, wie viel Zeit ich denn für die einzelnen Tätigkeiten überhaupt benötigen würde. Schon beim Erfassen meiner Liste wurde mir dann oft klar, dass es unmöglich ist, alles an einem Tag zu erledigen. Und dann habe ich automatisch damit begonnen, Prioritäten zu setzen. Welche Aufgabe hat Zeit bis morgen? Was kann bis nächste Woche warten? Wer kann mir etwas abnehmen? Ich habe nun immer mehr Spaß daran, meine Listen zu „bearbeiten“ und bin abends sehr zufrieden mit mir, wenn ich sehe, wie erfolgreich ich meine Dinge erledigen konnte.

Meine bevorzugte Vorgehensweise lässt sich am besten mit der bekannten ALPEN-Methode und einem Beispiel, wie dieser Artikel entstand, beschreiben.

A wie Aufgaben und Termine festhalten

Mein Ziel ist klar: ich möchte einen Artikel über Zeitmanagement schreiben. Ich weiß, wann der Artikel veröffentlich werden soll und somit, wieviel Zeit ich bis dahin habe (unter Berücksichtigung aller anderen Aufgaben). Was ist zu tun? Ich mache Brainstorming, betreibe Recherche, sammle relevante Fakten und letztendlich muss ich den Artikel natürlich auch schreiben.

L wie Länge beurteilen (Zeitfenster)

Im zweiten Schritt überlege ich mir, wie viel Zeit ich voraussichtlich für die jeweilige Aufgabe benötige. Also wie lange möchte ich für das Brainstorming investieren, wie lange dauert es womöglich die nötigen Fakten zu recherchieren und wie viel Zeit brauche (oder habe) ich, um den Artikel zu verfassen.

Dabei plane ich in der Regel sehr großzügig um mir selbst genügend… und damit weiter zu Schritt 3

P wie Pufferzeit einkalkulieren (60:40)

…Puffer einzuräumen.

Diese 60:40-Regel meint, dass die zur Verfügung stehende Arbeitszeit nur zu 60% verplant werden soll. Ich persönlich gehe damit wie folgt um: Bei Tätigkeiten, die ich beispielsweise mit 40 Minuten ansetzen würde, verplane ich automatisch 1 Stunde. Oder, mit anderen Worten ausgedrückt: ich plane grundsätzlich nur im Halbstunden-Takt und runde immer auf.

Bezogen auf einen ganzen Tag bedeutet die 60:40-Regel: wenn Sie 8 Stunden zur Verfügung haben, sollten Sie nur 4,8 Stunden verplanen und den Rest für Unvorhersehbares „reservieren“.

E wie Entscheidungen treffen (priorisieren)

Jetzt kann es passieren, dass die geplante Tätigkeit (nehmen wir mal in meinem Beispiel das „recherchieren der Fakten“) auf Grund einer Vielzahl anderer Aufgaben nicht mehr in meinen Tageszeitplan passt. Dann ist es wichtig, Prioritäten zu setzen. Kann meine Recherche warten? Bis wann sollte der Artikel fertig sein? Wo kann ich dieses geplante Zeitfenster unterbringen?

N wie Nachkontrolle

Zu guter Letzt kommen dann die altbewährten Häkchen ins Spiel. Hier sollte dringend überprüft werden, welche Aufgaben am Tagesende erledigt und welche denn doch noch offen sind und wo diese Zeitfenster zu einem späteren Zeitpunkt noch untergebracht werden können.

Die Vorteile dieser Methode sind vielfältig: Zunächst sehe ich im Vorfeld bereits, was überhaupt realisierbar ist. Die Zufriedenheit steigt darüber hinaus enorm, da bei „guter“ Planung die Themen auch erledigt werden können. Und die Planung ist für verschiedene Zeitvolumina einsetzbar, d.h. für Tages- Wochen- oder Monatsziele.

Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit der Methode gemacht und kann Sie nur einladen, es selbst auch auszuprobieren.

Kicki

 

Viel Erfolg bei der Umsetzung wünscht Ihnen herzlichst

Brigitte Goldschmid

Dale Carnegie Business Coach

 

Kritik wertschätzend äußern

Woran liegt es, dass wir mit Kritik schlecht umgehen können? Und warum fällt es uns so schwer, Kritik zu äußern?

Betrachten wir einmal folgendes Szenario:

Peter und Maria sind seit etwa fünf Jahren Kollegen und arbeiten seit einem Jahr gemeinsam an einem für das Unternehmen sehr wichtigen Projekt. Beide sind darüber hinaus jedoch auch mit einem jeweils anderen Projekt beschäftigt, welches betreuungsintensiv und in der Abstimmung mit anderen Abteilungen zeitaufwändig ist.

Da Peter sehr verantwortungsbewusst ist, legt er Wert darauf, sich regelmäßig und eng mit Maria über Einzelheiten abzustimmen, die das Projekt betreffen.

Das nervt Maria, weil sie die Zeit lieber nutzt, um – wie sie es nennt – „produktiver“ zu arbeiten.

Schon bevor sich die beiden zum Austausch treffen, knistert es in der Luft…

Maria denkt: „Oh Gott, jetzt erzählt er mir gleich wieder, was er alles letzte Woche erledigt hat.“

Und Peter denkt: „Wenn Sie heute wieder so kurz angebunden ist, dann platzt mir der Kragen!“

Für den weiteren Verlauf der Zusammenarbeit gibt es zwei Möglichkeiten: entweder gehen nach dem Meeting beide wieder an ihre Tätigkeit und sind dabei total frustriert. Oder einer von beiden ergreift die Initiative und spricht an, was ihn stört. Doch wie geschieht das am besten?

Wie können wir Kritik äußern, ohne den anderen zu verletzen? Wie schaffen wir es, dass der andere nachvollziehen kann, was in uns vor sich geht und, dass wir uns eine (Verhaltens-)Änderung von ihm wünschen?

Sehen Sie Kritik als einen Verbesserungsvorschlag

„Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, als durch Kritik gerettet werden“, sagt eine US-amerikanische Redewendung, in der viel Wahrheit steckt.

Eine angemessen vorgetragene Kritik kann jedoch als eine Form von Wertschätzung verstanden werden. Denn der Kritiker signalisiert Ihnen damit, dass Sie ihm nicht egal sind. Durch Kritik haben Sie die Möglichkeit, sich in Ihrem Verhalten weiterzuentwickeln.

Zu beachten ist dabei jedoch, dass jeder Mensch eine unterschiedliche Wahrnehmung hat. Außerdem kommt es auch darauf an, wie die Kritik gesendet wird. Denn es gilt: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch zurück“. Wenn wir unfair und im Angriffsmodus sind, sollten wir uns nicht wundern, wenn wir auf taube Ohren oder gar auf Gegenwehr stoßen.

Kritisieren Sie, ohne zu verletzen

Häufig reagieren wir auf Kritik emotional: Wir fühlen uns persönlich angegriffen, sehen unsere Arbeitsleistung als nicht gewürdigt. Haben vielleicht sogar Angst davor, „nicht beliebt“ zu sein. Je kleiner unser Selbstwertgefühl ist, umso stärker sind wir verletzt, wenn wir kritisiert werden.

Da wir als Sender der Botschaft oft nicht richtig einschätzen können, in welcher Verfassung unser Gegenüber gerade ist, tun wir Gutes daran, uns auf die sachliche Ebene zu fokussieren.

Was genau stört uns, was wollen wir geändert haben, was konkret haben wir in einer bestimmten Situation wahrgenommen? Um dabei nicht in den Angriffsmodus zu rutschen, bleiben wir am besten mit der Schilderung bei uns selbst. Senden Sie Ich-Botschaften: „Mir ist aufgefallen / ich habe das Gefühl Du warst bei unserem Meeting nicht ganz bei der Sache.“ Diese Aussage klingt weniger scharf als „Immer bist Du abgelenkt und mit den Gedanken wo anders.“. Mit dieser Verallgemeinerung ist ein Streit beinahe vorprogrammiert.

Und damit sind wir auch schon beim nächsten wichtigen Punkt: Vermeiden Sie allgemeine Aussagen wie etwa „Du bist immer…“ oder „Ständig machst Du…!“ Denn was bedeutet denn „immer“ und „ständig“? Bleiben Sie also sachlich und fokussieren sich auf eine ganz bestimmte Situation, in der Sie etwas konkret beobachtet haben. Hüten Sie sich also vor Interpretationen, denn damit kann der Kritisierte sofort zum Gegenangriff ansetzen und Ihre Äußerung verliert schneller an Wirkung als Ihnen lieb ist.

Weitere Vorteile von konkreten Beispielen sind, dass der Angesprochene sich leichter in die Situation hineinversetzen und sein eigenes Verhalten reflektieren kann. Sie selbst gewinnen zudem an Glaubhaftigkeit.

Helfen Sie Ihrem Gegenüber auch, indem Sie Ihre Kritik zeitnah äußern (und nicht erst vier Wochen nach dem „Ereignis“ – denn da kann sich keiner mehr erinnern, was war).

Um Ihre wertschätzende Kritik abzurunden verpacken Sie die sachliche Aussage in zwei positive Botschaften – jeweils eine zu Beginn und eine zum Abschluss Ihrer Aussage. Welche Vorteile könnte das haben?

Zunächst öffnen wir die Tür und erhalten die Aufmerksamkeit unseres Gegenübers indem wir beispielsweise mit einem Lob in das Gespräch einsteigen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass unser folgendes Anliegen auch wirklich gehört wird.

Die positive Botschaft zum Ende hin können Sie beispielsweise in Form einer Bestärkung formulieren. Etwa wie „ich weiß, Du schaffst das…!“ oder „gerne unterstütze ich Dich…“. Dies fördert die anschließende Kommunikation.

 

„Um Kritik zu vermeiden: Tu nichts, sag nichts, sei nichts.“

Elbert Hubbard, Schriftsteller

 

Wie bei fast allem gibt es auch beim Thema Kritik zwei Seiten. In diesem Fall meine ich damit den Sender und den Empfänger. Um wirklich aus der Situation das Beste rauszuholen, ist nicht nur der Sender in der Verantwortung, die Kritik „richtig“ zu verpacken. Sondern es liegt auch am Empfänger, wie dieser damit umgeht und darauf reagiert. Die erste wichtige Regel dabei lautet: zuhören! Und zwar aufmerksam und bis zum Ende. Unterbrechen Sie nicht! Gehen Sie immer davon aus, dass es dem anderen in diesem Moment nicht leichtfällt, die Kritik zu äußern. Geben Sie auch ihm die Chance, sich mitzuteilen!

Die zweite wichtige Regel lautet: Kritik ist eine Sichtweise – und es gibt womöglich auch eine andere. Sollten Sie dem Feedback des anderen nicht zustimmen, signalisieren Sie höflich, dass Sie eine andere Sichtweise haben. Achten Sie hier wieder auf eine sachliche Schilderung und Benutzung von Ich-Botschaften.

Wagen Sie den positiven Neustart!

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es immer besser ist, den Gesprächspartner mit wertschätzender, authentischer Kritik zu konfrontieren, als den Unmut herunterzuschlucken und „das Fass“ dadurch irgendwann sprichwörtlich „zum Überlaufen zu bringen“.

Oft können wertschätzend geführte, klärende Kritikgespräche für beide Parteien sogar sehr augenöffnend und beziehungsfördernd sein. Ich konnte so regelrecht positive „Neustarts“ der Zusammenarbeit mit Kollegen erleben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen den nötigen Mut und das kommunikative Feingefühl, um zukünftig in frustrierenden Arbeits- und Gesprächssituationen den ersten Schritt zu wagen und die Situation zu verbessern!

Kicki

 

Herzliche Grüße

Brigitte Goldschmid

Dale Carnegie Business Coach

Interesse, Begeisterung und Freundlichkeit: Kundenzufriedenheit als Erfolgsfaktor

Servicewüste Deutschland“. Ein Begriff, geprägt im Jahr 1995 durch den Unternehmensberater Hermann Simon, der sich auf den mangelhaften After Sales Service bezieht, bei dem Kundenwünsche und Serviceleistungen, wie kleine Reparaturen nach dem getätigten Kauf, auf der Strecke bleiben.

Leider bleibt oft nicht nur der Service nach erfolgtem Kaufabschluss aus. Schon bevor es zum Kaufvertrag kommt, lassen Freundlichkeit und Kompetenz oft zu wünschen übrig.

In einer Welt, in der der Online-Handel immer weiter auf dem Vormarsch ist, ist es wichtiger denn je, dass wir uns um unsere Kunden bemühen. Oft ist das der einzige Vorteil, den wir gegenüber dem Internet haben: die persönliche Beziehung zum Kunden und seinen Bedürfnissen. Diesen Joker dürfen wir nicht unterschätzen!

Im schlimmsten Fall kann uns das Internet sogar zum Verhängnis werden: denn Kritik wird sehr schnell und oftmals auch hemmungslos über die sozialen Medien geäußert. Und was da erst mal steht, werden wir so schnell nicht mehr los.

Was bedeutet guter Kundenservice für Sie ?

Schließen Sie einmal die Augen und überlegen, was Sie sich unter Kundenservice vorstellen. Wann verlassen Sie als Kunde zufrieden ein Geschäft? Wann fühlen Sie sich nach einem Vertragsabschluss, etwa bei der Bank oder einer Versicherungsgesellschaft, gut aufgehoben? Vielleicht legen Sie Wert auf eine freundliche Begrüßung? Eine kompetente Beratung, bei der auf Ihre Wünsche eingegangen wird? Die Nennung eines Zusatzangebotes oder gar die Erläuterung unterschiedlicher Qualitätsmerkmale? Diese Erwartungen nennen wir mal Ihren persönlichen „SOLL-Zustand“, den Sie erreichen möchten.

Und dann denken Sie einmal an Ihren letzten Besuch in einem Fachgeschäft. Oder im Restaurant. Wie zufrieden waren Sie? Wurden Ihre Erwartungen erfüllt? Lassen Sie uns dieses Ergebnis als den „IST-Zustand“ bezeichnen.

Sind der Soll- und der Ist-Zustand auf gleichem Niveau, können Sie zufrieden nach Hause gehen.

Wurden die Erwartungen nicht erfüllt, so werden Sie höchstwahrscheinlich enttäuscht sein und das Geschäft oder die Dienstleistung nicht weiterempfehlen.

Gelingt es dem Verkäufer allerdings Ihre Erwartungen zu übertreffen – ist also der IST-Zustand am Ende des Tages sogar höher als der SOLL-Zustand – dann sprechen wir von Begeisterung!

Begeisterung des Kunden – das sollte das Ziel eines jeden sein, der seine Kunden an sich binden möchte!

„Experiment Kauferlebnis“

Um bei meinen Mitarbeitern ein stärkeres Bewusstsein für das Thema Kundenzufriedenheit aufzubauen und die Bedeutung des „Kauferlebnisses“ zu manifestieren, wagte ich vor vielen Jahren ein kleines Experiment: Jeder meiner Mitarbeiter sollte sich auf ein anstehendes Meeting mit einem praktischen Test-Experiment „vorbereiten“. Dazu erhielt jeder von ihnen eine Art Checkliste als Fragebogen. Die wenigen Fragen gingen von „Wie lange hat es gedauert, bis Sie begrüßt wurden?“ bis hin zu „Hätten Sie das Produkt unter realen Bedingungen gekauft und wenn ja, warum bzw. wenn nein, warum nicht?“

Meine Mitarbeiter erhielten die Aufgabe, in ein beliebiges Geschäft zu gehen und sich zu einem beliebigen Produkt beraten zu lassen. Ob Armbanduhr oder Waschmaschine war mir in diesem Zusammenhang völlig egal. Im Anschluss an dieses Experiment wurde die Checkliste beantwortet.

Die Ergebnisse waren erstaunlich!

Meine Mitarbeiter tauschten sich aus und jeder von ihnen schilderte seine Erfahrungen bei unserem Meeting. Das Erlebnis, das jeder im Experiment-Verkaufsgespräch hatte, bewirkte nicht nur, dass die Sensibilität der eigenen Sinne geschärft wurde, sondern verursachte eine echte Betroffenheit. Sie hatten am eigenen Leib gespürt, wie es sich anfühlt, wenn man nicht begrüßt wird, wenn man nicht verstanden wird, wenn man als Kunde nicht nachvollziehen kann, warum dieses Produkt für mich als potenzieller Käufer das richtige sein soll.

Fazit: Meine Mitarbeiter, die zum Teil schon viele Jahre Erfahrung im Verkauf und damit eine Vorstellung davon hatten, wie Kundenzufriedenheit sichergestellt werden konnte, wurden noch weiter sensibilisiert und hatten ein echtes WOW-Erlebnis. Ab sofort sollte die Aufmerksamkeit dem Kunden gegenüber noch größer sein.

Um unserem Gegenüber Aufmerksamkeit zu signalisieren helfen uns unter anderem Dale Carnegies Empfehlungen aus dem Buch „Wie man Freunde gewinnt“. Damit lassen sich nicht nur Freunde, sondern auch Kunden gewinnen. Ja, machen Sie Ihre Kunden zu Ihren Freunden!

 

„Wenn Du ein Boot bauen willst, dann trommle nicht die Männer zusammen, um Holz zu besorgen, sondern lehre ihnen die Sehnsucht nach dem großen weiten Meer.“

Antoine De Saint-Exupéry

 

Wecken Sie in anderen lebhafte Wünsche. Stehen Sie hinter dem, was Sie tun und hinter dem Produkt, das Sie anbieten und entfachen Sie ein Feuer in Ihrem Gegenüber.

Interessieren Sie sich aufrichtig für andere. In diesem Fall für Ihren Kunden (die meisten Verkäufer interessieren sich bestenfalls für ihr Produkt)!

Lächeln Sie! Kaum zu glauben – das einfachste Werkzeug, um Freundlichkeit zu erzeugen, sitzt uns mitten im Gesicht. Ist Ihnen bewusst, wie ansteckend lächeln sein kann? Denken Sie nur mal an ein Baby. Ein Blick in das strahlende Gesicht – und für uns selbst geht die Sonne auf.

Seien Sie ein guter Zuhörer/eine gute Zuhörerin. Ermuntern Sie andere, über sich selbst zu sprechen. Der Redeanteil des Kunden sollte deutlich höher sein, als der des Verkäufers. Achten Sie vor allem auf nonverbale Signale Ihres Gegenübers.

Vergessen Sie nie die Macht des Kundenservice!

Wenn es uns gelingt mit Hilfe dieser Tipps echte Aufmerksamkeit zu zeigen und dem Kunden ein aufrichtiges Interesse entgegenzubringen, wird der Kunde sich ernst genommen und damit wertgeschätzt fühlen. Die Bereitschaft, weitere Produkte zu kaufen wird sich dadurch erhöhen – ebenso wird ein zufriedener Kunde das Geschäft oder vielmehr den Berater auch Freunden und Bekannten weiterempfehlen.

Dies hat zur Folge, dass sich der Umsatz steigert. Und dadurch ergibt sich wiederum eine erhöhte Arbeitsplatzsicherung.

Grafik_Kundenzufriedenheit

Das positive Umfeld wird sich auf die Stimmung der Mitarbeiter niederlegen und auch deren Zufriedenheit steigern. Internetportale, mit denen Stimmungsbarometer der Beschäftigten ermittelt und öffentlich zugänglich gemacht werden, drücken dem Unternehmen einen Stempel auf. Ein positives Ergebnis wird sich auf das gesamte Unternehmen auswirken. Und dies wird der Endverbraucher auch wieder spüren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele zufriedene Geschäftspartner und Kunden.

Kicki

 

Herzliche Grüße

Brigitte Goldschmid

Dale Carnegie Business Coach

Mehr Zufriedenheit und Leistung durch Achtsamkeit

Es ist 6 Uhr morgens. Der Wecker klingelt. Schnell aus dem Bett und ohne Umwege ins umfunktionierte Homeoffice – der Kaffee kann erstmal warten!

Ich werfe abwechselnd hektische Blicke auf meine Mails und auf die Uhr: „Was hat sich in den letzten 6 Stunden getan? Was steht heute an?“ Dabei bin ich schon viel zu spät, muss ins Badezimmer und mich echt beeilen! Und, ach ja, der Kaffee…

7 Uhr. Ich stürze ich aus dem Haus, in meiner rechten Hand ein Brötchen, in der linken Hand der Autoschlüssel. Kaum habe ich den Hof verlassen, bimmelt die erste WhatsApp. „Wer ist das schon wieder, so früh am Morgen?“ Beim Lesen der Nachricht übersehe ich fast einen Fußgänger…

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Das berühmte Hamsterrad, das sich ohne Sie nicht zu drehen scheint?

Den ganzen Tag rennen Sie hektisch allen möglichen Dingen hinterher. Tagsüber dem Chef, den Kollegen, dem Kunden, dem Projekt. Und abends dann noch Zeit für Familie, Freunde und das Ehrenamt rausschneiden. Sie reden sich ein, dass ohne Sie nichts läuft – und, es ist ja auch so: ohne SIE läuft nichts! Ein Grund mehr, mal einen Gang runter zu schalten! Ein Grund mehr, besser auf sich selbst aufzupassen! Ein Grund mehr, achtsam zu sein!

Achtsamkeit – was ist das eigentlich?

Achtsamkeit bedeutet, aufmerksam zu sein. Das Bewusstsein zu schärfen: für die Dinge, die uns umgeben und natürlich auch für uns selbst!

Es geht darum, sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren und „bewusst“ zu leben.

Denn welche Auswirkungen kann es wohl haben, wenn wir im Autopilotmodus unterwegs sind? Meine morgendliche Hektik zeigt es deutlich: vermutlich kann ich nach spätestens zwei Stunden nicht einmal mehr sagen, welche E-Mails ich morgens geschrieben habe. Den Kaffee habe ich hinuntergestürzt, ohne den Geschmack richtig wahrzunehmen. Die WhatsApp-Nachricht blieb unbeantwortet und der Fußgänger hatte bestimmt einen noch größeren Schreck als ich! Kurz gesagt: ohne Achtsamkeit sind wir nicht bewusst bei der Sache.

Im Hier und Jetzt zu sein heißt, mit allen Sinnen den Alltag zu bestreiten. Und dabei nicht nur Geräusche, Gerüche und die schönen Blumen am Wegesrand bewusst wahr zu nehmen, sondern auch den eigenen Körper bewusst zu spüren und darauf zu achten, welche Signale dieser sendet.

In seinem Buch „Was Dir Deine Krankheit sagen will“ beschreibt Kurt Tepperwein den Körper als Sprachrohr der Seele. Unser Körper sagt uns, wenn etwas nicht stimmt, wir beispielsweise eine Pause benötigen. Nur können wir diese Sprache leider nicht hören, wenn wir den ganzen Tag hektisch allem möglichen nachrennen und keine Sekunde zur Ruhe kommen…

Mit Achtsamkeitsmeditation die innere Ruhe finden

Studien haben bewiesen, dass bereits 10 Minuten tägliche Meditation die Verknüpfungen im Gehirn zwischen dem lateralen präfrontalen Kortex (Einschätzungszentrum) und der Insula (Zentrum für Sinnesempfindungen) sowie der Amygdala (Angst-Zentrum) verbessern. Vereinfacht heißt das: intensive Sinneseindrücke und Angst werden abgemildert und weniger bedrohlich empfunden. Das Gehirn ist besser in der Lage, rational auf Probleme und Herausforderungen zu reagieren.

Die Vorteile dieser neuen Verschaltungen im Gehirn sind vielfältig: Mehr Konzentrationsfähigkeit, gesteigerte Leistungsfähigkeit, besserer Umgang mit Stress und die Linderung von chronischen körperlichen Beschwerden.

 

„Zu beobachten, ohne irgendeine Frage, die eine Antwort erwartet, bedeutet unendliche Wachsamkeit.“

(Jiddu Krishnamurti, indischer Philosoph)

 

Das Wichtigste bei der Meditation ist, keine Erwartungen zu haben. Sich einfach treiben zu lassen und bewusst zu erleben, was geschieht. Die in meinen Augen einfachste, auch für Anfänger gut geeignete, Methode ist die Atemmeditation. Machen Sie es sich dazu auf einem Stuhl bequem und setzen Sie sich aufrecht hin. Legen Sie Ihre Hände bequem auf die Oberschenkel und schließen Sie die Augen. Und dann folgen Sie Ihrem natürlichen Atem. Einatmen. Ausatmen. Spüren Sie, wie sich Ihr Brustkorb leicht hebt und senkt? Einatmen. Ausatmen. Spüren Sie die kühle Luft, die beim Einatmen durch Ihre Nase strömt? Einatmen. Ausatmen. Vielleicht spüren Sie sogar, wie sich Ihr Rücken bei jedem Einatmen stärker an die Rückenlehne drückt?

Wenn Ihnen beim Atmen bewusst ist, dass Sie atmen, dann ist das bereits Achtsamkeit!

Aufkommende Gedanken während der Meditation sind normal und sollen Sie nicht beunruhigen. Wichtig ist, dass Sie sich nicht darin verfangen, sondern diese einfach weiterziehen lassen. Schenken Sie Ihren Gedanken also keine allzu große Aufmerksamkeit und bewerten Sie sie nicht. Versuchen Sie lediglich ihnen ein Gefühl zuzuordnen (Sorge, Unsicherheit, Enttäuschung, etc.) und schicken Sie dieses Gefühl weiter auf die Reise. Sie werden erstaunt sein, wie schnell sich diese Gefühle mit ein bisschen Übung in Luft auflösen!

Mit der Zeit wird es Ihnen immer häufiger gelingen, Gedankenspiralen zu durchbrechen und dadurch mehr Ruhe zu empfinden.

Probieren Sie es einfach mal aus. Am Anfang reichen bereits 5-10 Minuten, die Sie im Laufe der Zeit nach Belieben steigern können. Ich selbst habe vor etwa einem Jahr damit begonnen und meditiere heute fast täglich etwa 25 Minuten. Mein größter persönlicher Nutzen ist die höhere Konzentration und Leistungsfähigkeit bei meinen Tätigkeiten. Das wiederum macht mich mit mir selbst zufriedener.

Ich hoffe ich konnte Sie inspirieren und wünsche Ihnen viel Erfolg beim Ausprobieren und Entdecken der neuen Achtsamkeit!

Kicki

 

 

Herzliche Grüße

Brigitte Goldschmid

Dale Carnegie Business Coach

 

 

Authentizität – der Schlüssel zur persönlichen Stärke

In einer Welt, die stark durch gesellschaftliche Erwartungen, Konventionen und die Medien geprägt ist, ist es nicht immer leicht, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Oft sind wir hin und hergerissen zwischen dem, was uns als gesellschaftlich angemessen erscheint, was unsere Mitmenschen von uns erwarten, und unseren inneren persönlichen Wünschen. Hier ist es wichtig, eine angemessene, gesunde Balance zu finden. Der Erwartungsdruck ist hoch: angefangen in der Schule, später in Ausbildung und Berufsleben und vor allem im sozialen Umfeld und unseren Beziehungen.

Wie schaffe ich es, meine persönlichen Werte und Wünsche in meinen Handlungen zu berücksichtigen? Das Zauberwort lautet Authentizität. Wenn wir unsere Handlungen, Aussagen und Entscheidungen mit unseren eigenen Werten vereinbaren können, ist unser Handeln authentisch und unsere Mitmenschen werden es als „echt“ empfinden. Das wird auch unsere Beziehungen fördern.

Die Entscheidung, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein, erfordert Mut; denn damit heben wir uns vielleicht von der Masse ab und müssen uns auch mal mit Unverständnis oder Kritik auseinandersetzen. Viele von uns wählen daher im täglichen Leben oft den einfachen Weg und verdrängen Auseinandersetzungen und Entscheidungen, die sie vor die Herausforderung stellen, sich für ihre eigenen Werte und Wünsche einzusetzen und dabei möglicherweise Unverständnis bei anderen auszulösen.

Ich beobachte es immer wieder: So viele von uns sind Schauspieler, weil sie es anderen recht machen wollen und nicht den Mut besitzen, für ihre Wünsche „aufzustehen“. Aber ist es nicht schade, dass wir uns, in einer modernen Welt, in der Werte wie Toleranz, Individualität und Selbstverwirklichung in aller Munde sind, verstellen müssen, weil wir glauben, dass wir nur so anerkannt werden?

Kontinuierliche Entwicklung und Reflektion gefordert

Authentizität ist eine Grundvoraussetzung für unsere persönliche Ausgeglichenheit und unser Glücksempfinden. Sie zu entwickeln, ist ein Prozess, der von uns Ehrlichkeit, Stärke und Selbstreflektion erfordert. Um sie zu erlangen, sollten wir uns folgendes beantworten:

  • Was macht mich aus – was sind meine persönlichen Stärken & Schwächen?
  • Welche Werte sind mir wichtig im Leben, für was möchte ich mich einsetzen?
  • Wie wirke ich auf andere Menschen? Stimmt das Feedback meiner Mitmenschen mit dem überein, was ich ausdrücken möchte?

Je klarer ich diese Antworten für mich selbst kenne, desto bewusster und entspannter kann ich durchs Leben gehen. Das Eingestehen und Bewusstmachen von Stärken und Schwächen erfordert Mut, aber führt auch zur persönlichen Authentizität. Im Laufe des Lebens werden wir uns die oben genannten Fragen vielleicht immer wieder etwas anders beantworten können, da wir uns in einem stetigen Lernprozess befinden, unsere Persönlichkeit weiterentwickeln und an unseren Stärken und Schwächen arbeiten.

Das „richtige“ Gefühl

Wir alle verfolgen unser eigenes Glück. Was bringt es uns da, uns zu verstellen, nur um anderen zu imponieren und zu gefallen? Wenn wir abends nicht in den Spiegel sehen können und mit einem unguten Gefühl zu Bett gehen, werden wir nicht glücklich sein. Sich dagegen für die eigenen Werte einzusetzen und auch einmal „Nein“ zu sagen, wenn es nicht von uns erwartet wird, wird uns eventuell Kritik einbringen, aber auch Anerkennung und vor allem ein gutes Gefühl.

In einer Welt voller Möglichkeiten, Lebensformen, Karriere- und Beziehungsmuster gibt es oft kein „Richtig“ und kein „Falsch“. Entscheidend für unsere Handlungen sollte sein, dass sie sich für uns persönlich richtig anfühlen. Dieses Gefühl, dass es sich für mich „richtig anfühlt“ – das schafft innere Ausgeglichenheit und Authentizität.

 

„Es ist nie zu spät, so zu sein, wie man es gerne gewesen wäre.“

George Elliot, engl. Schriftstellerin

 

Wir sollten uns immer wieder klarmachen, dass wir selbst dafür verantwortlich sind, unsere Zeit so positiv wie möglich zu gestalten. Ein ehemaliger Kollege wiederholte als Führungskraft einen entscheidenden Satz vor seinem Team, um auf das ständige Jammern eines Mitarbeiters einzugehen. Er hielt er seine Handgelenke hoch und sagte „Siehst Du hier irgendwelche Fesseln? Nein! Ich kann jederzeit gehen.“ Diese Aussage trifft es genau: Es ist unsere eigene Entscheidung, wo wir hingehen und wer uns dabei begleitet. Hat eine Beziehung, die mich seit Monaten nur belastet, noch das Potential, sich wieder in einen für mich bereichernden Zustand zu entwickeln? Vertrete ich in diesem Job meine Werte oder will ich mich in Wirklichkeit in eine andere Richtung entwickeln, doch mir fehlt der Mut dazu? Dies sind typische Situationen, in denen jeder von uns entscheiden kann, ob er authentisch agieren und seinen persönlichen Wünschen folgen will oder ob er im aktuellen Zustand verharren und langfristig unzufrieden sein möchte.

Wir alle erwarten im täglichen Leben das Höchstmaß an Qualität bei Produkten und Dienstleistungen. Dann sollte dies doch auch unser Maßstab für das eigene Leben sein: Unsere Zeit so zu optimieren, dass sie uns erfüllt und glücklich macht. Das erfordert von uns Eigeninitiative, Mut und Reflektion. Aber diese Anstrengungen lohnen sich! Und wer weiß schon vorher, welche Überraschung uns der nächste Schritt im Leben bietet. Ich jedenfalls möchte irgendwann zurückblicken und sagen können: „Ja, ich habe mein Leben so gut es ging nach meinen eigenen Werten gestaltet. Es war vielleicht nicht immer leicht, aber im Großen und Ganzen habe ich meine Ziele verfolgt, bereue nichts und hatte eine glückliche und spannende Zeit.“

Gehen Sie also authentisch durchs Leben gehen, verfolgen Sie mutig Ihre Ziele und setzen Sie sich für Ihre Werte und Meinungen ein! Sie werden damit einerseits respektiert und andererseits – und das ist noch viel wichtiger – sind Sie im Frieden mit sich selbst, führen ehrliche Beziehungen und können mit einem guten Gefühl durch den Tag gehen.

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Herzlich

Kosima Köpke

Dale Carnegie Marketing

 

 

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