Blog-Beiträge

International leben und arbeiten…

Liebe Leserinnen und Leser!

Was bedeutet es eigentlich, mit über 50 verschiedenen Nationalitäten gleichzeitig zu leben und zu arbeiten? Wie geht das ohne Probleme und große Missverständnisse? Ist es denn überhaupt möglich?

Ich habe genau das im Mittleren Osten täglich erleben dürfen, als ich über 2 Jahre dort gearbeitet habe. In einem fremden Land, mitten in der Wüste, wenn Familie und Freunde weit weg und oft sogar auf anderen Kontinenten sind… Man ist plötzlich auf andere und deren Verständnis angewiesen. Umso mehr hat es mich erstaunt und fasziniert, wie viel Menschlichkeit und Nächstenliebe einem in dieser Situation entgegen gebracht wurde.

Sämtliche Vorurteile gegenüber Religion und Herkunft werden über Bord geworfen, in jeder Situtation begegnet man sich mit viel Emphatie und gegenseitigem Respekt. Denn man sitzt nun im selben Boot und verfolgt ein gemeinsames Ziel: man muss sich in einem fremden Land eingewöhnen und zurecht finden – weit weg von Zuhause, an einem Arbeitsplatz, an dem viele Dinge komplett anders laufen,  als wir es von zu Hause kennen. Schnell werden Fremde zu Freunden und sogar einer Art Familie, in der kulturelle Unterschiede keine Hürden mehr sind.

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In außergewöhnlichen Situation begegnet man seinem Gegenüber mit ehrlichem Interesse und Neugier – statt Bewertung und Vorurteil erfahren wir Empathie und Verständnis. Denn auch wenn unsere Kulturen häufig kaum verschiedener sein könnten (rein objektiv betrachtet), sind das Herkunftsland oder die dazugehörige Kultur am Ende doch vollkommen irrelevant. Ich habe es immer wieder erlebt, wie sich zwischen Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen tiefe Freundschaften entwickelt haben, die auch lange nach der Rückkehr in das jeweilige Heimatland, noch bestehen.

Das Wesentliche sieht man nur mit dem Herzen gut!

Dies hat bereits der „kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry erkannt. Denn dort liegen unsere Werte und tiefen Glaubenssätze, unsere Einstellungen und unsere innere Haltung. Diese grundlegenden, menschlichen Dinge sollten nicht auf Kulturen und ihre Sitten bzw. Gebräuche reduziert werden. Was zählt ist der Mensch unter all diesen Schichten und wie er wirklich ist; unabhängig von seiner Religion oder sozialem Status.

Klar, einfach ist es am Ende nicht, mit 50 Nationen gleichzeitig zusammen zu arbeiten und man steht sicherlich auch immer wieder vor neuen Herausforderungen. Doch wenn alle diese Situationen mit Toleranz und Respekt begegnen, dann ist es durchaus möglich, friedlich und erfolgreich mit all diesen verschiedenen Nationalitäten zu leben und zu arbeiten.

Herzliche Grüße

annKr

 

Annie Wulf

Dale Carnegie Business Coach

 

 

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Unsere Tipps für erfolgreiche Changeprozesse & Veränderungen

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Eine der größten Unwahrheiten, die vor anstehenden Veränderungen stets gepredigt werden, ist die Aussage: „Es wird alles besser werden!“. Viele Versprechungen und große Visionen werden kommuniziert, um die Bereitschaft der Mitarbeiter für die Veränderung zu steigern… Doch leider bleibt dies ein Wunsch. Im ersten Moment wird nämlich in der Regel alles schlechter – doch keine Sorge, das ist ganz normal!

Das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin zeigt in sehr einfacher Art und Weise, wie üblicherweise eine Veränderung bzw. ein Change-Prozess abläuft.

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In der Phase des Unfreeze werden alte Strukturen langsam aufgebrochen – so wie man ein Gulasch auch nicht direkt aus der Tiefkühlung in den Topf wirft und kocht.

Über alle 3 Phasen hinweg werden Menschen ganz unterschiedlich auf die anstehenden und akuten Änderungen reagieren. Doch genau diese Einstellung hat zusätzlich Einfluss auf die Veränderung und kann am Ende über den Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Grundsätzlich lassen sich hier zwei Einstellungen unterscheiden:

  • Positiv: Klasse, endlich passiert etwas.
  • Negativ: Warum denn, ist doch alles gut. Das wird nie was.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich deshalb gerade in der ersten Phase viel Zeit, um die Veränderung vorzubereiten.

Danach kommt die Phase des Change – es geht nun also tatsächlich um die Realisation der Veränderungen. Während dieses Prozesses geht die Arbeitsleistung erstmal zurück.

Warum das logisch und vollkommen normal ist, lässt sich recht einfach erklären. Wird beispielsweise zum 1.8. das neue Modul zur Reisekostenabrechnung aktiv, so ist der Vorgang für alle Mitarbeiter bis Ende Juli gewohnt/geübt/normal. Ab dem 1.8. ist jeder Schritt dann jedoch neu, der Vorgang muss erst eingeübt werden. Dies gilt auch bei der Einführung eines neues IT-Systems – erst einmal wird es schwieriger, die Mitarbeiter müssen mehr nachdenken, es gibt keine Routine und die Fehlerrate steigt. Erst nach einiger Zeit steigt die Arbeitsleistung wieder an und landet hoffentlich auf einer neuen, höheren Ebene.

Zuletzt kommt die dritte wichtige Phase, die leider häufig vergessen, verkürzt und übersprungen wird: Refreeze. Nach einer Veränderung ist es sehr wichtig, wieder Ruhe einkehren zu lassen.

Unser Tipp: Geben Sie der Organisation und allen Mitarbeitern genügend  Zeit, um den neuen Prozess einzuüben bzw. die Veränderungen schätzen zu lernen…

Konzentriere nicht all Deine ganze Kraft auf das Bekämpfen des Alten, sondern darauf, das Neue zu formen.Sokrates

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Mut und Freude bei den nächsten Veränderungen.

Mit besten Grüßen

Birgit

 

 

 

Birgit Eiglmeier

(Dale Carnegie Business Coach)

Das allgegenwärtige Email-Postfach

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Urlaubszeit ist beinahe vorüber und wenn ich jetzt frage, wer in seinem Urlaub nicht ein einziges Mal seine Geschäftsemails gecheckt hat, würden dies nur die Wenigsten behaupten. Falls Sie zu denjenigen gehören, die das geschafft haben – herzlichen Glückwunsch!

Vermutlich kenn wir alle genau dieses Gefühl. Man möchte nur kurz schauen, ob es irgendwo brennt, ob alles funktioniert und man sich auch wirklich entspannen darf. Deshalb wirft man einen Blick auf seinen Posteingang und schon beschäftigt man sich mit Emails, deren Inhalte eigentlich gar nicht so dringlich sind und bei denen es völlig legitim wäre, wenn sie unsere Aufmerksamkeit erst nach dem Urlaub erhalten. „Das geht ja schnell und dann ist es erledigt!“ trifft leider auf zu viele Nachrichten zu und schon haben wir in unserem Urlaub unnötig viel Zeit und Gedanken auf unseren Job verschwendet, die wir eigentlich zur Erholung hätten nutzen sollen.

Viele Arbeitnehmer (42%) fühlen sich laut einer Studie von Randstad aus dem Jahr 2014 verpflichtet, auch im Urlaub einen Blick in die Emails zu werfen. Zusätzlich fühlen sich 26% schuldig, wenn sie ihren gesamten Jahresurlaub in Anspruch in nehmen. Doch bestätigen 67% der Befragten gleichzeitig, dass sie sich nach der Rückkehr aus einen erholsamen, arbeitsfreien Urlaub produktiver fühlen.

Was können wir also tun, damit wir im Urlaub wirklich abschalten und entspannen?

  1. Vorbereitung & Abstimmung: Am besten geben wir den Kollegen und Dienstleistern schon eine Woche vor dem Urlaub Bescheid, dass wir in einem bestimmten Zeitraum nicht erreichbar sind. Dann lassen sich alle wichtigen und dringlichen Aufgaben noch vor dem Urlaub erledigen.
  2. Information & Kommunikation: Eine Abwesenheitsnotiz einzurichten ist unumgänglich, da dann jeder weiß, wann er mit einer Antwort auf seine Email rechnen kann. Zusätzlich sollten Sie in der Nachricht auf eine Urlaubsvertretung verweisen und deren Kontaktdaten für wichtige Fälle angeben. Durch eine Übergabe vor dem Urlaub kann Ihre Vertretung die meisten Aufgaben dann bearbeiten, an die richtige Abteilung verweisen oder muss Sie schlussendlich nur im dringendsten Fall kontaktieren.
  3. Abschalten & Abgrenzen: Selbst das Symbol eingehender Emails oder die sogenannten Push-Benachrichtigungen mit einer Betreffzeile wecken unsere Neugier. Schalten Sie diese Funktionen auf Ihrem Handy für die Urlaubszeit ab. Wenn Sie gar nicht mitbekommen, dass Sie Emails erhalten haben, ist die Chance größer, dass wir das Mailprogramm gar nicht erst öffnen. Deshalb also unbedingt die Benachrichtigungsfunktion ausstellen.
  4. Termine & Zeitplan: Verfallen Sie nach dem Urlaub auf keinen Fall – aufgrund der Menge der Emails – in Stress und Hektik. Planen Sie sich genug Zeit ein und legen Sie sich Termine in Ihrem Kalender explizit für die Bearbeitung Ihrer Emails an – selbst, wenn es der komplette, erste Arbeitstag ist.

Gönnen Sie sich also echte Erholung und nutzen Sie Ihren nächsten Urlaub als solchen. Schalten Sie ab – innerlich genauso wie Ihr Geschäftshandy und den Firmenlaptop.

In diesem Sinne einen guten Start nach dem Urlaub und beste Grüße

MPRICK

 

Miriam Prick

Dale Carnegie Trainerin

Erfolg in Stress- und Druck-Situationen

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Druck und Stress sind beinahe schon alltäglich. Für den einen sind sie Antrieb für bessere Leistungen, für viele jedoch eine Hürde, die nur schwerlich überwunden werden kann. Stress ist eine Einstellungssache und entsteht durch unseren Blick auf eine Situation, nicht durch die Situation selbst. Diese Einstellung ist für jedermann neu erlernbar. Mit folgenden Tipps sind die nächste Gehaltsverhandlung oder das kommende Bewerbungsgespräch kein Problem mehr.

1. Glaubenssätze erkennen und überwinden

„Ich kann nicht rückwärts einparken!“ oder „Bei Bewerbungsgesprächen werde ich immer nervös.“ – solche sogenannten Glaubenssätze haben eine enorme Wirkung auf unser Selbstbewusstsein und damit den Umgang mit Drucksituationen. Wer sie überwindet, kann befreit auf stressige Gegebenheiten reagieren. Das geht in vier Schritten:

  • unangenehme Situation mit negativen Emotionen identifizieren
  • Glaubenssatz identifizieren (z.B. „hier versage ich immer“)
  • negative Einstellung in eine positive Aussage umwandeln
  • täglich den positiven Glaubenssatz einprägen, bis er unser Denken und handeln bestimmt

2. Eine positive Einstellung entwickeln

Grundsätzlich ist es hilfreich, Dinge mit einer positiven Einstellung anzugehen. Wer nur über den negativen Ausgang einer Situation nachdenkt, wird selten gute Ergebnisse erzielen. Wer sich hingegen mit einem möglichen Erfolgsergebnis beschäftigt, verhindert mit dieser positiven Einstellung automatisch Versagensängste.

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3. Erfolg lässt sich üben

Warum Energie mit Grübeln über mögliche negative Konsequenzen verschleudern? Konzentrieren wir uns auf die Aufgabe, erhöht dies unsere Erfolgschancen deutlich. Da sich unser Unterbewusstsein jedes positive Erlebnis deutlich einprägt, baut sich der Druck bei einer vergleichbaren Situation gar nicht erst auf. Wenn wir immer wieder positive Erfahrungen machen, ändert das die Sicht auf die Dinge und steigert dauerhaft das Selbstvertrauen.

4. Automatismen

Automatismen lenken uns von äußeren Einflüssen ab. Sie helfen dabei, uns auf die Aufgabe zu konzentrieren. Kleine Rituale vor wichtigen Gesprächen wirken Wunder. Das kann eine Atemübung oder ein kurzer Spaziergang sein.

5. Körpersprache

Neben unserer Einstellung und der inneren Haltung ist auch unsere Körpersprache sehr wichtig, da sie großen Einfluss auf das Stressempfinden hat. Ein fester Stand und eine aufrechte Haltung stärken unser Selbstbewusstsein. Nach außen wirken wir souverän und glaubwürdig. Selbst in stressigen Gesprächssituationen entwickelt sich allein durch eine offene Körpersprache schnell eine entspannte Atmosphäre. Untersuchungen haben gezeigt, dass mit einer positiven Körpersprache das Vertrauen in das eigene Können steigt. Also: Schultern entspannen, Brust raus, fest auf beiden Beinen stehen und freundlich lächeln.

Der entscheidende Elfmeter vor 60.000 euphorischen Fans, der Schütze steht mit hochkonzentriertem Blick am Punkt: Profisportler lernen, sich auf solche Drucksituationen vorzubereiten. Was Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder Toni Kroos können, kann jeder trainieren – etwa für die nächste Gehaltsverhandlung oder die anstehende Prüfung.

Andreas Iffland

Viel Erfolg mit unseren Tipps und alles Gute

Ihr Andreas Iffland

(Dale Carnegie Master Trainer)

Unternehmenskultur im internationalen Vergleich

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ein angenehmes Betriebsklima, flexible Arbeitszeiten und berufliche Weiterbildung sind Faktoren, die zu einer positiven Unternehmenskultur beitragen. Jedoch empfindet nur jede fünfte Führungskraft diese im eigenen Haus als ausreichend realisiert.

Dabei bietet eine funktionierende Unternehmenskultur einen strategischen Wettbewerbsvorteil! Als weltweit führender Anbieter internationaler Sales- und Leadership-Trainings haben wir bei Dale Carnegie in einer umfassenden Studie die Bedeutung von Unternehmenskultur im internationalen Vergleich untersucht. 760 leitende Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen wurden dafür interviewt. Durch eine Online-Befragung in Deutschland, Polen, USA und Indien lassen sich nun Ergebnisse wichtiger Unternehmens- und Outsourcing-Märkte für die deutsche Wirtschaft vergleichen und unter die Lupe nehmen.

Transforming Attitudes and Actions: How Senior Leaders Create Successful Workplace Cultures

Die Ergebnisse der Studie überraschen: Nur etwa zwei von drei Befragten aus Deutschland meinen, dass eine gut funktionierende Unternehmenskultur einen entscheidenden Einfluss auf die Mitarbeitermotivation hat. Im Nachbarland Polen hingegen liegt dieser Wert bei 82 Prozent, in Indien sogar bei 94 Prozent.

Auch die Auswirkungen der Unternehmenskultur auf den wirtschaftlichen Erfolg wurden untersucht. 50 Prozent der befragten Führungskräfte hierzulande glauben, dass dies keinen Einfluss habe. In Indien wiederum wird diesem Faktor ein großer Einfluss beigemessen.

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In der Studie haben wir schlussendlich die Culture Champions identifiziert. Culture Champion bedeutet, dass die Unternehmenskultur im Arbeitsalltag eine große Rolle spielt und aktiv von Führungskräften vorgelebt wird. Als wichtigsten Punkt sehen wir dabei die Durchführung von Mitarbeiterschulungen. Ebenfalls relevant ist die Förderung von starken Beziehungen zwischen Mitarbeitern und ihren Chefs. Daraus resultiert, dass das Vertrauen in die Führungsebene kontinuierlich entwickelt und aufrechterhalten werden sollte, da sich eine starke Unternehmenskultur signifikant auf den Erfolg eines Unternehmens auswirkt.

Gerne schicken wir Ihnen das Whitepaper zur Studie kostenfrei zu. Schreiben Sie uns dazu an info@dalecarnegie.de.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Uwe Göthert

Lob – eine Herausforderung beim GEBEN und NEHMEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

wünschen wir uns nicht alle die Wertschätzung für unsere Arbeit und eine Anerkennung unserer Erfolge? Leider passiert dies (gefühlt) viel zu selten und kommt meistens zu kurz.

Dale Carnegie hat das schon in den 30er Jahren erkannt. Eine seiner wichtigsten Empfehlungen aus dem Bestseller „Wie man Freunde gewinnt“ ist auch heute noch aktuell und richtig: Geben Sie anderen ehrliche und aufrichtige Anerkennung.

Längst ist das Thema „Wertschätzung“ für Mitarbeiter so wichtig, dass es über den Erfolg eines Unternehmens entscheidet – und steht deshalb immer häufiger im Fokus von firmeninternen Trainings und Weiterbildungsprogrammen.

In zahlreichen Trainings habe ich es als Trainerin immer wieder erlebt, dass es häufig extrem schwer fällt, eine ehrlich gemeinte Wertschätzung als ernstgemeint zu betrachten und das Lob auch anzunehmen.

Ein Beispiel:

Die meisten Teilnehmer freuen sich über die sogenannte Anerkennungsrunde, die wir in unseren Trainings zur persönlichen Weiterentwicklung durchführen. Die meisten haben großen Spaß dabei, ehrliches und aufrichtiges Lob zu äußern.  Diese Anerkennung dann jedoch auch anzunehmen, ist da schon sehr viel schwieriger. Viele Teilnehmern tun sich damit unglaublich schwer und ich höre immer wieder Kommentare wie „Das fühlte sich total komisch an“ oder „Ich hab mich sehr unwohl dabei gefühlt“. Ich erlebe häufig, wie die Teilnehmer das Lob, das sie bekommen, mit einem „Ach, so toll war das nun auch nicht“ , oder „Aber ganz so ist es ja auch nicht“ bzw. „ja aber das ist doch ganz normal und verständlich“ abwinken, manchmal sogar über das Lob diskutieren oder sich rechtfertigen, anstatt aufmerksam zuzuhören und ganz einfach nur DANKE zu sagen.

Es gibt verschiedene Theorien und diverse Gründe, warum wir mit Lob und Anerkennung so schlecht umgehen können. Häufig ist unser Selbstwertgefühl zu gering und wir sind überzeugt, das Lob nicht verdient zu haben.  Häufig wurde uns in der Kindheit beigebracht, bescheiden zu sein – mit dem Lob haben wir dann vielleicht das Gefühl, egoistisch zu sein. Manchmal ist es uns auch einfach nur unangenehm, in diesem  Moment im Mittelpunkt zu stehen…

Schlussendlich lässt sich also festhalten, dass wir eine Lob- und Anerkennungskultur  entwickeln müssen, in der einerseits Führungskräfte Leistungen sehen, anerkennen und wertschätzen, und andererseits MitarbeiterInnen Anerkennung und Lob ohne Vorbehalte annehmen können.

Eine von Herzen kommende Anerkennung auch anzunehmen ist mindestens genauso ein Zeichen von Wertschätzung und Respekt. Lernen wir also, dieses Geschenk mit Freude und Dankbarkeit anzunehmen!

Mit besten Grüßen

annKr

 

Ihre Annie Wulf

Dale Carnegie Trainerin

Technische Revolutionen auf dem Arbeitsmarkt

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Bislang bekam ein Mitarbeiter im Personalbüro unzählige Bewerbungen auf den Tisch. Lebenslauf und Motivationsschreiben wurden dann aber nicht immer völlig vorurteilsfrei gelesen und bewertet. Hautfarbe, Geschlecht, Aussehen, Herkunft, Religion und die Aufbereitung der Unterlagen selbst haben hier Einfluss auf die Einladung zum Vorstellungsgespräch sowie auch die Einstellung.

Immer häufiger trifft heutzutage ein Algorithmus bzw. ein Programm eine erste Auswahl und nimmt eine Vorsortierung der eingehenden Bewerbungen vor. Dieses sogenannte Roboter Recruiting ist gerade in großen Konzernen, die eine wahre Flut von Bewerbungen erhalten, ein sinnvoller Schritt, um Kosten und Zeit zu sparen.

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Auf welche Qualifikationen und Begriffe die Maschine Wert legt, kann das Unternehmen im Vorfeld selbst bestimmen. Dafür wird mit einer Software ermittelt, welcher Mitarbeiter besonders gut und effizient auf dieser Position gearbeitet hat. Die Eigenschaften dieser Person sind dann ausschlaggebend und sollten vom Bewerber mitgebracht werden.

Natürlich ist Roboter Recruiting aber nicht für jedes Unternehmen und jede Position sinnvoll. Gerade bei qualifizierterem Personal, bei dem es auch auf soziale und persönliche Kompetenz ankommt oder bei kreativen Berufen – wenn auch Individualität oder handwerkliches Geschick eine Rolle spielen – können diese Programme den Personaler noch nicht entlasten.

Dass Maschinen den kompletten Bewerbungsprozess übernehmen, ist auch in naher Zukunft eher unwahrscheinlich. Eine Maschine kann den Menschen im Bewerbungsprozess vor allem bei der Beurteilung von Softskills wie z. B. Persönlichkeit, Charisma und Teamfähigkeit nicht ersetzen. Denn motivierte Mitarbeiter, die ihre Stärken im Unternehmen einbringen und ihr Potenzial voll entfalten, sind Grundlage für den Unternehmenserfolg und sorgen für eine Differenzierung zum Wettbewerb.

Mit besten Grüßen

Ihr Uwe Göthert

Culture First. Digitalisation Second.

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Über die letzten Jahre haben uns digitale Prozesse, Tools und Anwendungen geradezu überrollt. Die Digitalisierung hat die Art und Weise, wie wir Arbeit sehen, grundlegend verändert.

Sie hat uns gezeigt, dass es keine Rolle mehr spielt, wo und wann wir arbeiten – zumindest in Arbeitsbereichen, die nicht direkt mit klassischen Produktionsabläufen und Schichtplänen in Berührung kommen.Und sie hat uns ermöglicht, jederzeit unsere Meinung frei zu äußern und damit Reichweite zu erzielen – ein Privileg, das zuvor ausschließlich Medien vorbehalten war. Außerdem haben wir jederzeit Zugriff auf Informationen und Wissen aus allen Winkeln dieser Erde.

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Das alles hat auch Einfluss auf das Arbeiten. Klassische Hierarchien funktionieren plötzlich nicht mehr, weil sie keinen Sinn mehr ergeben und die Arbeitnehmer genau das auch offen äußern können. Stupide Arbeitsabläufe lassen sich durch digitale Technologien abwickeln. Wissensarbeitern bieten sich auf einmal ganz neue Möglichkeiten.

Das ist die eigentliche Veränderung. Es ist eine kulturelle Veränderung, die durch technologische Entwicklungen losgetreten wurde. Unternehmen müssen also nicht nur neue Technologien adaptieren, sondern insbesondere auch auf den kulturellen Wandel reagieren. Der kulturelle Wandel, ohne den jeder technologische Wandel vollkommen sinnfrei ist, wird in vielen Unternehmen aber immer noch nicht gelebt. Das ist ein riesiges Problem, das uns in den kommenden Jahren noch hart treffen wird – besonders hier in Deutschland. Wer seine Mitarbeiter kulturell nicht mitnimmt, wird sie verlieren – ganz egal, welche tollen Tools man eingeführt hat.

Arbeit muss neu gedacht, neu interpretiert und definiert werden. Sie muss transformiert werden, für ein neues Zeitalter selbstbestimmter, selbstständiger Menschen. Nur dann gelingt es.

Mit besten Grüßen

Uwe Göthert

Lässt sich Coaching digitalisieren?

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Digitalisierung ist ein aktuelles, großes und wichtiges Thema unserer Zeit. Es geht darum,  Arbeit effektiver zu machen, internationale Zusammenarbeit zu ermöglichen bzw. zu vereinfachen und den Ansprüchen unserer Zukunft unter dem Aspekt „Arbeit 4.0“ gerecht zu werden.

CoachingImmer wieder werden auch wir bei Dale Carnegie gefragt, ob es Online-Trainingsangebote gibt und was wir von der Digitalsierung von Coaching halten. Als Grundlage dafür möchte ich heute erstmal klären, was ich darunter verstehe.

Natürlich  können wir Inhalte digital transportieren: Gebrauchsanweisungen, Tipps, Webinare, Skype- und Chatrooms für Gespräche und Diskussionen – dann sind digitale Tools jedoch lediglich das Hilfsmittel, um Entfernungen zu überwinden und Dialoge zu ermöglichen. Das Coaching per se ist dabei allerdings noch nicht digitalsiert!

Will man diese Thematik sinnvoll diskutieren, müssen wir uns darüber Gedanken machen, ob eine echte (Verhaltens-) Veränderung auch digital stattfindet; ob also eine Software die Belange einer Person und eines Unternehmens mit häufigem Fokuswechsel und individueller Prozessorientierung abbilden kann, um die vereinbarten Ziele zu erreichen. 

Beim Sprachenlernen gibt es bereits Programme, die die Parameter Grammatik und Wortschatz lehren können.  Bislang gibt es jedoch noch keine Software, die zwischen Versuch und Irrtum changieren kann und dabei alle Anforderung der Organisation sowie die Interessen aller beteiligten Personen berücksichtigt.

Da Menschen keine Maschinen und nicht berechenbar sind, instruktive Intervention sowie die Möglichkeit des „Andersseins“ von Programmen technisch im Moment noch nicht berücksicht werden kann, lässt sich Coaching auch (noch) nicht digitalisieren.

Täglich beweisen und erleben wir in unseren Dale Carnegie Trainings, dass das beste Coaching nach wie vor durch persönliche Interaktion und miteinander passiert – wenn wir alle Regungen, Stimmungen und Tonalitäten des Gegenübers sehen, hören und fühlen können. Mehr zu unserem Training lesen Sie hier.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Zeit & regen Austausch mit Ihrem Team, Ihren Kollegen, den Freunden und der Familie.

Mit besten Grüßen,

Ihr Uwe Göthert

Führungsintelligenz im Vertrieb

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

vermutlich hat jeder von uns ein klares Bild von einem klassischen Vertriebler. Dieses ist meist ein wenig von Vorurteilen geprägt, da wir den „typischen Verkäufer“ häufig von nervigen Kalt-Akquise-Kontakten oder aufdringlichen Anrufen kennen.

Dennoch ist das Sales-Team ein wichtiger Bestandteil der meisten Firmen, um die Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt oder an den Mann zu bringen. Damit der Vertrieb jedoch funktioniert und schwarze Zahlen geschrieben werden, braucht es auch einen Verkaufsleiter, der über Führungsintelligenz verfügt.

Führungsintelligenz ist gekoppelt an die Unternehmensziele: Erfolgreiche Unternehmen haben Ziele, Visionen und Werte definiert, die sich in den Bereichs- und Abteilungszielen sowie in Team- und Mitarbeiterzielen widerspiegeln. Wenn Vertriebsleiter diese Werte also nicht leben und keinen substantiellen Beitrag zu den gesetzten Zielen leisten, agieren sie an den Erwartungen des Unternehmens vorbei und dürfen wohl kaum als führungsintelligent bezeichnet werden.

Führungsintelligenz will Stärken nutzen und Potenziale entwickeln: Demnach fördern gute Vertriebsführungskräfte das Potenzial aller Mitarbeiter, damit sich das Unternehmen erfolgreich am Markt positionieren und kundenorientiert agieren kann.

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Führungsintelligenz zeichnet sich durch Emphatie und Vertrauen aus: Ziel eines Vertriebsleiters muss es sein, sich nicht nur in die Vorstellungs- und Gefühlswelt der Kunden hineinzuversetzten, sondern überdies auch in die der Verkäufer und Innendienstmitarbeiter. Im Kontext mit Einfühlungsvermögen steht auch die Fähigkeit, anderen zu vertrauen. Nur so kann man ein Team aus Verkaufsexperten aufbauen, die allesamt besser verkaufen können, als der Vertriebsmanager selbst, da sie den Freiraum haben, ihre eigenen Möglichkeiten zu nutzen.

Führungsintelligenz bedeutet Selbstreflexion: Führungspersonen haben viele Kompetenzen – besonders wichtig ist jedoch auch die Charakterstärke, sich selbst zu hinterfragen und in Frage stellen zu können. Wer glaubt, mit „0-8-15 Vertriebsweisheiten“ und „von oben herab“ ein Sales-Team leiten zu können , hat in Sachen Führungsintelligenz versagt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Führungskraft im Vertrieb stets die  Antwort auf Frage „Dient diese Anpassung oder Anweisung der Erreichung der Unternehmensziele?“ kennen sollte , um auf dieser Grundlage alle Entscheidungen treffen zu können.

Haben Sie noch Fragen? Gerne beantworte ich Ihnen diese in unserem Führungskräftetraining oder in einer Mail – schreiben Sie gerne an info@dalecarnegie.de

Mit besten Grüßen

Ihr Uwe Göthert