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Führungsintelligenz im Vertrieb

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

vermutlich hat jeder von uns ein klares Bild von einem klassischen Vertriebler. Dieses ist meist ein wenig von Vorurteilen geprägt, da wir den „typischen Verkäufer“ häufig von nervigen Kalt-Akquise-Kontakten oder aufdringlichen Anrufen kennen.

Dennoch ist das Sales-Team ein wichtiger Bestandteil der meisten Firmen, um die Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt oder an den Mann zu bringen. Damit der Vertrieb jedoch funktioniert und schwarze Zahlen geschrieben werden, braucht es auch einen Verkaufsleiter, der über Führungsintelligenz verfügt.

Führungsintelligenz ist gekoppelt an die Unternehmensziele: Erfolgreiche Unternehmen haben Ziele, Visionen und Werte definiert, die sich in den Bereichs- und Abteilungszielen sowie in Team- und Mitarbeiterzielen widerspiegeln. Wenn Vertriebsleiter diese Werte also nicht leben und keinen substantiellen Beitrag zu den gesetzten Zielen leisten, agieren sie an den Erwartungen des Unternehmens vorbei und dürfen wohl kaum als führungsintelligent bezeichnet werden.

Führungsintelligenz will Stärken nutzen und Potenziale entwickeln: Demnach fördern gute Vertriebsführungskräfte das Potenzial aller Mitarbeiter, damit sich das Unternehmen erfolgreich am Markt positionieren und kundenorientiert agieren kann.

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Führungsintelligenz zeichnet sich durch Emphatie und Vertrauen aus: Ziel eines Vertriebsleiters muss es sein, sich nicht nur in die Vorstellungs- und Gefühlswelt der Kunden hineinzuversetzten, sondern überdies auch in die der Verkäufer und Innendienstmitarbeiter. Im Kontext mit Einfühlungsvermögen steht auch die Fähigkeit, anderen zu vertrauen. Nur so kann man ein Team aus Verkaufsexperten aufbauen, die allesamt besser verkaufen können, als der Vertriebsmanager selbst, da sie den Freiraum haben, ihre eigenen Möglichkeiten zu nutzen.

Führungsintelligenz bedeutet Selbstreflexion: Führungspersonen haben viele Kompetenzen – besonders wichtig ist jedoch auch die Charakterstärke, sich selbst zu hinterfragen und in Frage stellen zu können. Wer glaubt, mit „0-8-15 Vertriebsweisheiten“ und „von oben herab“ ein Sales-Team leiten zu können , hat in Sachen Führungsintelligenz versagt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Führungskraft im Vertrieb stets die  Antwort auf Frage „Dient diese Anpassung oder Anweisung der Erreichung der Unternehmensziele?“ kennen sollte , um auf dieser Grundlage alle Entscheidungen treffen zu können.

Haben Sie noch Fragen? Gerne beantworte ich Ihnen diese in unserem Führungskräftetraining oder in einer Mail – schreiben Sie gerne an info@dalecarnegie.de

Mit besten Grüßen

Ihr Uwe Göthert

 

 

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Unternehmenskultur als Erfolgsgarant

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es besteht stets ein Zusammenhang zwischen der Unternehmenskultur und der Kultur eines Landes oder einer Region, die das Unternehmen und seine Mitarbeiter prägt. Gleichzeitig kann sich ein Unternehmen durch seine Unternehmenskultur auch von anderen Organisationen abgrenzen.

Die neue Ausgabe der think global haben wir dem Thema Kultur im Unternehmenskontext gewidmet – ein Begriff, der im ersten Moment sehr „weich“ und vieldeutig erscheint.

Unsere Kultur verdanken wir den Menschen, die nie sagen: „Wozu soll das alles gut sein?“- Gerd de Ley, flämischer Schauspieler

Die Unternehmenskultur ist nicht nur ein entscheidender Faktor für das Wohlbefinden in einem Unternehmen – Kultur hat vielmehr auch betriebswirtschaftliche Folgen und somit Auswirkungen auf den Erfolg einer Organisation.
Zum Beispiel wird das Ansehen eines Unternehmens am Markt nicht nur von der Qualität der Produkte bestimmt, sondern auch von der Art, wie mit Kunden und Mitarbeitern umgegangen wird.

  • Ist ein Unternehmen innovativ oder ideenlos?
  • Pragmatisch oder bürokratisch?
  • Wie risikofreudig sind die Mitarbeiter?
  • Ziehen alle im Unternehmen an einem Strang bzw. arbeiten als Team?

Die Antworten auf diese und weitere Fragen unterscheiden eine Organisation von ihren Wettbewerbern. Kunden und Lieferanten werden immer ein Unternehmen bevorzugen, das professionell, freundlich und kooperativ ist.

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Auch erstklassige Mitarbeiter bevorzugen Unternehmen, in denen eine konstruktive, mutige und leistungsorientierte Kultur gelebt wird – eine Kultur, die es ihnen ermöglicht, ihre Talente frei zu entfalten. Ziel ist also eine „gute“ Unternehmenskultur, um sich den entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen zu können. Diese gelebten Werte und Einstellungen sind verteidigungsfähig, da sie individuell und nicht leicht zu kopieren sind. Jedes Unternehmen wird mit gelebter  Unternehmenskultur zu einem echten Sieger auf dem Markt – ein Culture Champion.

Die neue Ausgabe unserer Thing Global find Sie online – oder Sie schreiben uns an info@dalecarnegie.de, damit wir Ihnen ein druckfrisches Exemplar zuschicken können.
Viel Spaß beim Lesen,

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Ihr Uwe Göthert

Treffen Sie klügere Entscheidungen

Liebe Leserinnen und Leser,

wie versprochen kommt hier Teil II zum Thema Systemisches Konsensieren – einem Entscheidungsinstrument ohne Machtspielchen und mit einem Ergebnis, welches das ganze Team motiviert…

Das Systemische Konsensprinzip (=SK-Prinzip) ist ein Entscheidungsinstrument, das eine konstruktive Zusammenarbeit von Menschen und Gruppen jeder Größe, sogar über scheinbar unüberwindbare Gräben hinweg, ermöglicht.

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Die Beteiligten entwickeln beliebig viele Lösungsvorschläge und bewerten gemeinsam die einzelnen Ideen. Die Gruppe strebt selbsttätig den größtmöglichen Interessenausgleich an, der mit der momentanen Kreativität und Konsensbereitschaft erreichbar ist. Durch die Anwendung werden Lösungen gefunden,

  • a) die dem Konsens nahekommen,
  • b) die höchste Akzeptanzmehrheit erzielen und
  • c) das geringste Konfliktpotenzial aufweisen.

Vorschläge, die ein Problem nicht befriedigend lösen, erhalten großen Widerstand und werden nicht konsensiert/beschlossen.

„Vorschläge haben dann eine hohe Chance zur Umsetzung, wenn sie die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen.“

Systemisches Konsensieren kann sowohl zur Entscheidungs-Vorbereitung (Stichwort „Kooperative Entscheidungsvorbereitung“ = KEV), als auch zur Entscheidungsfindung eingesetzt werden.

In allen Gesellschaftsbereichen, in denen mittels SK-Prinzip entschieden wird, entsteht während der Näherung an den Konsens ein kollektives Bewusstsein über gemeinsame Ziele und die Grenzen der Zumutbarkeit. Dadurch gelingt es, Probleme und Interessenkonflikte dauerhaft zu lösen. Führungskräfte verlieren also nicht ihre Machtposition, sondern gewinnen ein starkes, motiviertes Team.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei den nächsten Entscheidungen.

Mit besten Grüßen

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Osair Baraki

Dale Carnegie Business Coach, Trainer und Business Konsens Moderator

Herausforderungen im Unternehmen – im Team zur Lösung

Liebe Leserinnen und Leser,

häufig müssen wir in unserem Arbeitsalltag im Team Entscheidungen treffen und Probleme lösen. Im optimalen Fall sind die Ausgangssituation und das Ziel klar definiert. Damit sollen dann möglichst viele kreative Lösungen gefunden und zur Abstimmung vorgelegt werden. Doch auf welche Art werden Beschlüsse erarbeitet und wer hat am Ende das letzte Wort?

Bei den bekannten Entscheidungsprinzipien – „von oben herab“ durch die Führungskraft, durch Mehrheitsentscheidung, durch einfache Abstimmung oder durch Vetorecht – sind leider meist auch Machtkämpfe, Lagerbildung, Blockaden und letztendlich Frust vorprogrammiert.

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Unterschiedliche Meinungen und diverse Standpunkte bringen hier Befürworter, Gegner oder Enthaltungen hervor. Es entstehen glückliche Sieger und enttäuschte Verlierer. Damit verbunden sind leider meist auch faule Kompromisse. Die Gründe für Widerstände und Einwände werden nicht gehört. Die Folge: Vorhandenes Konfliktpotenzial wird nicht erkannt und unnötig als heißer oder kalter Konflikt fortgeführt.

„Vermeiden Sie unnötige Auseinandersetzungen. Nutzen Sie Ihre Energie besser, um Lösungen zu finden.“ – Dale Carnegie

Menschen unterstützen eine Welt, die sie selbst gestaltet haben

Genau dies passiert bei dem Prinzip des Systemischen Konsensierens. Nicht machtstrebende Egoisten, sondern gemeinschaftlich denkende Menschen kommen weiter. Es entsteht eine totale Verhaltensumkehr gegenüber den üblichen egoistischen und rücksichtslosen Machtstrategien.

Hier geht es dementsprechend nicht darum, die Wünsche einer Teilgruppe oder der Mehrheit zu erfüllen. Das Ziel sind Beschlüsse, die von allen Beteiligten und Betroffenen möglichst positiv  mitgetragen werden. Jede/r Beteiligte erhält die Möglichkeit, sich einzubringen und mit den eigenen Vorstellungen etwas zu bewegen, ohne dafür Mehrheiten mobilisieren zu müssen. Das einzelne Gruppenmitglied wird aufgewertet und kann seine Kreativität – im Sinne des gemeinsamen Zieles – einbringen. Die Konfliktenergie der Gruppe wird so in einem konstruktiven Wettbewerb nutzbar gemacht, statt sie in zerstörerischem Gegeneinander auszutragen.

Was Systemisches Konsensieren ist, wie es funktioniert und welche Vorteile es bringt lesen Sie in meinem nächsten Beitrag am 10. Mai.

Mit besten Grüßen

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Osair Baraki

(Dale Carnegie Business Coach, Trainer und Business Konsens Moderator)

 

Innovationen aus der Kaffeeküche…

Innovation ist das große Ziel vieler Unternehmen. Gleichzeitig scheitern Studien zufolge 96% aller Innovationsprojekte, da sie aus dem Management ohne die Mitarbeiter an der Front entwickelt werden. Leider wird in den meisten Fällen an Lösungen gearbeitet, ohne die Probleme in ihrem ganzen Umfang verstanden zu haben.

Damit Innovation funktioniert, müssen die Mitarbeiter ins Boot geholt werden, die mit den Kunden arbeiten und deren Bedürfnisse kennen. Denn sie sind die Quelle für die wirklich bahnbrechenden Ideen, welche die gewünschten Erfolge bringen.

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Für erfolgversprechende Innovationen braucht es also Strukturen und Prozesse, damit Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Fachabteilungen und Hierarchiestufen zu einem Innovationsteam zusammengestellt werden können. So entsteht schlussendlich eine Strategie (für neue Wege) durch die Zusammenarbeit von Taktikern, die gleichzeitig zu den Unternehmenszielen passt.

Dass die besten Ideen für den Unternehmenserfolg häufig in der Kaffeeküche entstehen, liegt vermutlich genau daran, dass hier eben alle Hierarchiestufen und Abteilungen zusammentreffen. Der Weg führt deshalb aber keinesfalls zu Großgruppenkonferenzen, sollte aber auch nicht bei klassischen Meetings der Führungsebene bleiben.

Innovation ist Teil eines Managements und ist planbar. Es existieren wissenschaftlich fundierte, systematische Prozesse, die Innovation ermöglichen – durch Kontrolle, Planung, Prognose und Systematik in Kombination mit viel Emphatie.

Tipp:

Ein Lösungsansatz für Innovation ist vielleicht eine Meeting-Einladung zu einem bestimmten Thema. Kommen darf aus dem Unternehmen jeder, der etwas dazu beitragen kann und möchte. Ist das Thema und der Zeitrahmen gesetzt, wird diskutiert. Am Ende werden die Ergebnisse gesammelt und die Verantwortung für die daraus resultierenden Maßnahmen liegt wieder bei demjenigen, der das Thema zur Diskussion in den Raum gestellt hat. Im Grunde also ein abteilungsübergeifendes Brainstorming, damit Probleme strukturiert gelöst und neue Ansätze kreativ entwickelt werden können.

Probieren Sie es aus – ich würde mich sehr über Feedback und Ihre Erkenntnisse freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Uwe Göthert

Klassische Karriere vs. Karriere 4.0

In unserer heutigen Arbeitswelt geht der Trend hin zu flachen Hierachien. Jedes Unternehmen möchte so agil und modern wie viele Start Ups sein. Doch was bedeutet dies für die klassischen Führungspositionen und das Modell der Aufstiegskarriere?

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Das Ziel einer Innovation in Unternehmen ist nicht nur Kostenersparnis – viel mehr geht es auch um das Ideal einer agilen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. So arbeitet man beispielsweise in Teams an Projekten und Aufgaben. Karriere und Leadership definiert sich dabei nicht mehr zwangsläufig an einer Position, die Prestige, Status und ein höheres Gehalt verspricht. Der Wunsch nach Selbstbestimmung und freier Arbeitsgestaltung, das Bedürfniss nach abwechslungsreichen Aufgaben und persönlicher Weiterentwicklung neben einer guten Work-Life-Balance – all das ist Teil der aktuellen Werteverschiebung und wird für uns immer wichtiger.

Wer auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft erfolgreich sein will, muss auf jeden Fall sein ganzes Berufsleben über lernbereit, flexibel und lernfähig sein. Ausgangspunkt für die Karriere sollten eigene Ziele, Interessen, Talente und Stärken sein, da diese in einer Arbeitswelt mit wenig Strukturen die beste Orientierung bieten.

Wenn Anforderungen an Führungskräfte kaum noch vorhersehbar und stardartisiert sind, werden Lernfähigkeit, Offenheit und Unsicherheitstoleranz zu echten Schlüsselkompetenzen.

Was das für Unternehmen bedeutet? Die Alternativen zu einem klassischen Aufstieg sind zum Beispiel:

  • Explizite Anerkennung durch Kollegen
  • Wachsender Einfluss durch Kompetenz und Erfahrung
  • Gehaltserhöhungen auch ohne Beförderung
  • Beteiligung an Unternehmensentscheidungen
  • Zuwachs an Autonomie und Entwicklungsmöglichkeiten

Da sich die Arbeitsherausforderungen ständig ändern, müssen Unternehmen heute  viel potenzialorientierter einstellen und befördern. Statt Mitarbeiter auf standartisierte Karriereprogramme zu setzen, muss jeder individuelle Berücksichtigung finden: Welche Motive und Stärken hat der Mitarbeiter? Was braucht er, um seine Kompetenzen auszubauen?

Arbeitnehmer werden in Zukunft mehr Selbstverantwortung für ihre Karriere tragen. Dies bedeutet jedoch auch, dass sie genau DIE Unternehmen bevorzugen, von denen sie sich die beste Unterstützung versprechen.

Wer mit Anerkennung knausert, spart am falschen Ort. – Dale Carnegie

Geben wir also Kollegen und Mitarbeitern ehrliche Anerkennung und Wertschätzung – wir werden sie vielfach zurück bekommen!

Mit besten Grüßen,

Uwe Göthert

Kreativität & Angst vor dem Scheitern

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Wir sind kreative Wesen. Alle. In der Kindheit kannte unsere Imagination keine Grenzen und auch als Erwachsene erschaffen wir jede Nacht im Traum innere, dynamische Gefühlswelten. Warum haben wir im Alltag oft keinen unbeschwerten Zugang mehr zu diesem Potential?

Dafür gibt es viele mögliche Gründe. Unser Bildungssystem ist eher auf Anpassung und Reproduktion angelegt. Während der Pubertät werden neuronale Verknüpfungen zurückgebaut und nur die behalten und verstärkt, die wir häufig nutzen. Sind wir seltener kreativ, baut sich auch die dafür benötigte cerebrale Infrastrukutur zurück. Dazu kommt: Wir haben keine positive Fehlerkultur – Scheitern wird oft bestraft, sei es monetär oder sozial. Daher haben wir Angst davor, Fehler zu machen. Und verlieren den Mut, Neues auszuprobieren.

Think outside the box wird oft gefordert – aber lässt die Kultur es auch wirklich zu? Wird die Suche nach unkonventionellen Ansätzen – inklusive mancher Sackgasse – tatsächlich immer belohnt? Und haben wir auch die entsprechenden Talente an Bord? Viele Unternehmen suchen in ihren Stellenanzeigen Querdenker – aber wehe, sie kommen tatsächlich. Dann zeigt sich wie viel Innovation die bestehenden Strukturen vertragen.

Wirklich Großes entsteht oft dann, wenn jemand furchtlos die Grenzen des Bekannten hinter sich lässt. Natürlich kann dabei auch wirklich großer Mist raus kommen. Das ist das Risiko. No risk, no fun.

Ein gutes Beispiel dafür ist Hollywood. Jedes Jahr produzieren die großen Studios teure Filme mit bekannten Stars. Doch nicht jeder Kassenmagnet zieht tatsächlich. Einige wenige dieser Filme werden Blockbuster. Andere floppen. Titanic war einer der teuersten Filme aller Zeiten, aber auch einer der erfolgreichsten. Kate Winslet kannten davor nur wenige. Waterworld soff mit ähnlichem Aufwand ab – trotz dem damaligen Superstar Kevin Costner. My Big Fat Greek Wedding kostete weniger als eine Million und spielte mit völlig unbekannten Darstellern das 80fache seiner Herstellungskosten ein. In solch einem Fall spricht man gerne von einem Überraschungserfolg. Als gäbe es große Erfolge, die keine Überraschung und damit planbar sind. Die Wahrheit ist: Es gibt kein wirklich sicheres Rezept. Sonst würden es alle nachkochen.

Wer das Scheitern fürchtet, riskiert nichts. Wer nichts riskiert kann nicht wirklich kreativ sein. Wer nicht kreativ ist, geht ausgetretene Pfade, entwickelt keine Lösungen, macht nur mehr vom Gleichen aber nichts Neues. Wer nichts Neues zu bieten hat ist austauschbar. Wer heute austauschbar ist, ist morgen ersetzlich und bald darauf aus dem Geschäft.

Wie können wir also unsere angeborene Kreativität anzapfen? Schauen wir dazu in unser Gehirn. Um trotz der Vielzahl an Sinneswahrnehmungen die sekündlich auf uns einstürmen steuerungsfähig zu bleiben, blendet unser Hirn alles aus was unwichtig erscheint oder sich als Routine wiederholt. Wir fahren Auto und nehmen es kaum noch wahr wie wir schalten und lenken. Denken wir jedoch „bewusst“ nach, bewerten und sortieren wir auch gleich. Um neuen Ideen Einlass gewähren zu können, brauchen wir – um es mit Aldous Huxley zu sagen – ein Loch im Filter. Wir müssen flüchtige Ideen hereinlassen und den inneren Bewerter und Kritiker stumm schalten. Das Loch im Filter lässt Unorthodoxes durchschlüpfen. Das müssen wir vielleicht erst mal wieder üben. Der Kanal mag ein wenig verstopft sein und muss anfangs durchgepustet werden. Aber wenn es fließt, fließt es.

Wenn Kreativität sich ausdrücken möchte, ist das Medium egal. Ob wir Erfinden, Entwerfen, Schreiben, Malen, Basteln, Musizieren oder Tanzen spielt keine Rolle. Oft fühlen wir uns zu einer bestimmten Ausdrucksart hingezogen weil wir damit bereits Erfahrung haben (aktiv oder rezeptiv). Es ist nicht so entscheidend wie wir uns ausdrücken – sondern dass wir es tun.

Steve Jobs hat den Absolventen der Standford-Universität zugerufen: Stay hungry, stay foolish. Seitdem haben viele darüber spekuliert, was genau er gemeint hat. Für mich bedeutet foolish sein: Spinnen – im positiven Sinne. Vom Weg abkommen um nicht auf der Strecke zu bleiben. Die Vorstellungskraft nutzen. Und die guten Ideen pflücken. Sie liegen oft in der Luft.

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Mit besten Grüßen,

 

Dominik Umberto Schott

Vor seiner Trainer-Karriere war er u.a. Musiker, Schauspieler, Radiomoderator, Werbetexter und TV-Journalist. Kreativität & Veränderung sind der rote Faden in seiner bunten Biografie.

 

 

 

Hinter dem Tellerrand geht‘s weiter – Arbeiten im internationalen Umfeld!

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Die zunehmende Internationalisierung des Arbeitsmarktes birgt zahlreiche Chancen, bringt für Unternehmen jedoch auch gewisse Herausforderungen mit sich.

Die Grundvoraussetzungen für die Arbeit im internationalen Umfeld sind unter anderem Offenheit, Neugierde und eine gute Portion Wissensdurst und Mut. Klar, wenn man bedenkt, dass man sein Zuhause mit Familie und Freunden für eine ganze Weile nicht sehen wird und sich in einem neuen Land und neuer Umgebung einleben muss.

Als erfolgreiche und gute Führungskraft sind hier nicht nur umfangreiche Fremdsprachenkenntnisse vorausgesetzt. Die Tätigkeit bzw. das Umfeld verlangt auch, sich mit den Gegebenheiten der einzelnen Länder genauestens vertraut zu machen. Denn Dinge, die für uns selbstverständlich sind, können in der Ferne völlig anders gewertet werden.

Denken wir nur mal an die unterschiedlichen Religionen und dazugehörigen Feiertage sowie Bräuche und Traditionen. Hier müssen Führungskräfte täglich auf‘s Neue Toleranz zeigen. Denn in Europa haben wir komplett andere Gewohnheiten verglichen mit z.B. Mitarbeiter aus dem Raum Asien und dem Mittleren Osten. Feiertage haben immense Auswirkungen auf die Urlaubsplanung im Team und Gebetszeiten können die Einteilung der Schichten weitgehend beeinflussen. Letztendlich müssen auch Essensgewohnheiten und vor allem kulturell bedingte Verhaltensweisen, Wertvorstellungen und Denkweisen immer wieder berücksichtigt werden…

Inzwischen habe ich bereits in 5 von 7 Kontinenten gearbeitet und 30 Länder bereist. Aus meiner Erfahrung heraus möchte ich Ihnen nun ein paar Tipps für Führungskräfte mit einem internationalen Team mit an die Hand geben:

  • Begegnen Sie Ihren Mitarbeitern mit ehrlichem Interesse und stellen Sie Rückfragen. Denn mit Empathie und Neugier auf andere Kulturen werden Sie ein größeres Verständnis für deren Bedürfnisse bekommen.
  • Zeigen Sie Respekt und nehmen Sie immer wieder die Perspektive der anderen ein. Als eine Art Mentor können Sie dann objektiv handeln und so Konflikte im Team vorbeugen bzw. reduzieren.
  • Verbringen Sie Zeit mit Ihren Mitarbeitern und Kollegen. Berufliche Meetings aber auch private Team-Events schaffen eine Ebene für Gemeinsamkeiten, die das gegenseitige Vertrauen stärken.
  • Erklären Sie Ihre Handlungen und schaffen Sie hier eine große Transparenz.
  • Mit einer offenen Kommunikation lassen sich viele Konflikte wie z.B. Missverständnisse und Sprachbarrieren vermeiden.

Mit dem Bewusstsein für die unterschiedlichen Kulturen und viel Aufgeschlossenheit sowie Verständnis für unser Gegenüber werden wir alle auch im internationalen Umfeld mehr Erfolg haben. Arbeit im internationalen Umfeld erweitert unseren Horizont, macht viel Spaß und ist auch unglaublich spannend. Es ist am Ende also viel mehr als nur ein Blick über den Tellerrand –  man lernt dabei eine ganze Menge über sich selbst, seine eigenen Angewohnheiten und deren Wirkung auf andere, um letztendlich sein volles Potenzial zu entfalten.

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Mit herzlichen Grüßen

Ann Kristin Wulf

(Dale Carnegie Trainerin)

Die Kraft der Vision

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Bekanntlich unterscheidet der Verstand nicht zwischen Realität und geistiger Vorstellung. Denken wir zum Beispiel an unser Lieblingsgericht, läuft uns sprichwörtlich „das Wasser im Munde zusammen“. Unser Körper reagiert also auch auf Fiktion und allein der Gedanke reicht schon aus, um ein bestimmtes Verhalten zu erzeugen. Doch wie können wir nun diese Erkenntnis nutzen, um z.B. unsere beruflichen Visionen Wirklichkeit werden zu lassen?

Ich persönlich habe schon erlebt, wie die Vorstellung meiner Zukunft plötzlich Realität geworden ist. Es waren Wünsche und Ziele, derer ich mir sehr bewusst war und die mir so wichtig waren, dass ich auch häufig davon erzählt habe. Immer wieder habe ich diese Momente in meinen Gedanken durchlebt, so dass sich viele Details eingeprägt haben. Nach einiger Zeit hat sich dann mein Umfeld meiner Gedankenwelt angepasst, so dass ich am Ende genau das erlebte, was ich mir immer wieder gewünscht hatte.

Wahrscheinlich kennen Sie diesen Effekt – in der Psychologie würde man wohl von der selbsterfüllenden Prophezeiung sprechen. Ich habe es mir letztendlich mit dem folgenden Ansatz erklären können: unser Bewusstsein versucht unsere Umwelt so zu erschaffen, dass es dem dominant vorherrschenden Inneren gleicht. Unser Körper folgt demnach also automatisch den programmierten Einstellungen unseres Unterbewusstseins. Diese Theorie gibt uns die Möglichkeit, unsere Zukunft in gewissem Maße selbst zu gestalten.

„Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.“ – Mark Aurel, römischer Kaiser und Philosoph, 1 Jhd. nach Christus

Doch wie können wir diesen Effekt nun in unserem Alltag nutzen, um unsere Ziele und Wünsche zu einem Werkzeug zu verwandeln, mit dem wir unternehmerische Visionen verwirklichen können?

Stellen Sie sich regelmäßig Ihre Vision bildlich vor (lat. visio, übersetzt: der Anblick):

  • Beobachten Sie sich in Gedanken dabei, wie Sie Ihr Ziel erreichen.
  • Versuchen Sie, diese Erfahrung intensiv und mit allen Sinnen zu erleben!
  • Was fühle ich? Wer ist da? Was hilft mir dabei? Wo bin ich?

Geben Sie auch Ihrem Körper die Möglichkeit, ihm mit auf die Reise zu nehmen und lassen Sie so Ihren geistigen Film Realität werden.

Mit einer positiven Einstellung und dem Wissen, dass Sie das Ziel in Gedanken ja bereits mehrfach erreicht haben, werden Sie diesen Erfolg mit gesundem Selbstbewusstsein auch in der Realität erzielen können.

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In diesem Sinne viel Erfolg und alles Gute

Ihr Vincent Schwarzmeier

(Dale Carnegie Trainer)

 

Schneller, höher, weiter…

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir leben in einer Zeit der großen Veränderungen. Gerade in Unternehmen stehen immer häufiger Change Prozesse auf der Agenda. Veränderung gilt als das Nonplusultra zur Weiterentwicklung und um Leistungen zu optimieren.

Grundsätzlich ist Fortschritt sicherlich wichtig, um erfolgreich zu sein. Dennoch sollten wir nicht unreflektiert und bedenkenlos anfangen zu verändern, was eigentlich bisher gut lief. Denn Change-Management kann dafür sorgen, dass Chaos entsteht und das Unternehmen Verluste erleiden – weil Mitarbeiter kündigen und – aufgrund unpassender Prozesse – die Gewinne ausbleiben.

Wer mit einem Change-Gedanken an die Dinge herantritt, neigt automatisch dazu, vieles über Bord zu werfen, um Platz für Neues zu schaffen. Wenn wir als Unternehmen danach streben, besser werden zu wollen, sollte das Ziel aber die  „Verbesserung“ statt die Veränderung sein.

change-2930404_640.jpgVerbesserung hat den großen Vorteil, dass auch Mitarbeiter, die zu den sicherheitsorientierten Bewahrern gehören, sich nicht länger der Veränderung verweigern, sondern sich der Aufgabe „Wir wollen uns verbessern!“  positiv und aufgeschlossen begegnen.

Häufig ist es unsinnig, das Bewährte über die Veränderungsklippe zu werfen. Insbesondere Erfolgsgewohnheiten und eingeschliffene Standards dürfen durchaus beibehalten werden. Die Frage ist also vielmehr:

  • Was hat sich bewährt und sollte fortgeführt oder als Ausgangspunkt zur Verbesserung genommen werden?
  • Gibt es etablierte Denk-, Gefühls- und Verhaltensgewohnheiten, die nicht verändert sondern beibehalten werden sollten?
  • Wo können wir uns tatsächlich noch verbessern und optimieren?
  • Ist es nötig und sinnvoll, den Mitarbeitern Veränderungen aufzuzwingen? Worum geht es wirklich?

Es kann absolut richtig sein, alles beim Alten zu belassen bzw. an das Bewährte anzuknüpfen. Konzentrieren Sie sich auf die Verbesserung, um das volle Potenzial der Mitarbeiter und des Unternehmens zu erkennen und zu nutzen.

Verlieren Sie niemals das Ziel aus den Augen.

Mehr zum Thema Innovationsmanagement lesen Sie in unserem kostenlosen Whitepaper.

Mit besten Grüßen

Uwe Göthert