Expatriates im Unternehmen halten

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

einmal ein paar Monate oder länger beruflich nach Indien, Nahost oder in die USA? Für viele Menschen ist eine Entsendung ins Ausland eine wertvolle Erfahrung. Wenn sie dann zurück kommen, wird es allerdings oft schwierig. Manchen ehemaligen Expatriates fällt es schwer, sich wieder an die (Unternehmens-)Kultur in Deutschland zu gewöhnen. Andere haben hohe Erwartungen und glauben, ihr Auslandsaufenthalt müsse als Karriereturbo wirken. Ist das nicht oder nicht automatisch der Fall, entsteht Unzufriedenheit. Dem Arbeitgeber drohen Reibungsverluste und er riskiert sogar, seine Mitarbeiterin beziehungsweise seinen Mitarbeiter an einen Wettbewerber zu verlieren.

Um das zu verhindern, ja, die Situation positiv zu nutzen, ist Personalentwicklung gefragt. Die Ex-Expatriates dürfen nicht in ein Motivationsloch fallen, sie sollten Perspektiven bekommen und sie brauchen Wertschätzung. Natürlich kann nicht jeder gleich in eine Führungsposition befördert werden, weil er einige Zeit in einem anderen Land verbracht hat. Möglich und unabdingbar ist es aber, ihm anspruchsvolle Aufgaben zu geben, ihn herausfordern, ihm den Glauben an seine Fähigkeiten zu beweisen. Mittelständler und auch Großunternehmen mit internationaler Ausrichtung haben gar keine andere Wahl, als die Rückkehrer mit besonderer Aufmerksamkeit zu behandeln, um nicht Unruhe in den Betrieb zu bringen oder wertvolles Wissen zu verschenken.

Das Problem zu erfassen und sich darüber Gedanken zu machen, ist dabei schon einmal die halbe Miete. Danach gilt es, den Mitarbeitern mit Auslandserfahrung spezielle Trainings anzubieten. Zwar erfordert das Investitionen, die sich aber in der Regel schnell auszahlen. Neben den Ex-Expats sollten auch deren Führungskräfte Hilfestellungen bekommen. Schließlich spielen die Manager eine Schlüsselrolle bei der Wiedereingliederung, denn sie sind es, die hauptsächlich die Verantwortung dafür tragen, ob sich die Mitarbeiter wohl fühlen oder nicht. Daher sollten sie den Heimgekehrten beispielsweise auch einmal über das übliche Maß hinaus Anerkennung für das Geleistete zollen. Wer sich wichtig fühlt, der identifiziert sich mit „seinem“ Unternehmen und der schöpft sein Potenzial aus, leistet also das Maximum für den Betrieb.

Ihr

Uwe Göthert

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